Petromax HK 500

Im Sommer war mir eine Petromax HK 500 zugefallen, für die ich im Herbst bei meinem Hamburg-Besuch auch Ersatz-Glühstrümpfe und das von Petromax angebotene Lampenöl mitgebracht hatte. Der erste Startversuch vor ein paar Tagen verlief dann eher enttäuschend.

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Der neue Glühstrumpf sollte beim ersten Start nur kurz angezündet werden um dann langsam durchzuglühen. Das Bild zeigt einen Glühstrumpf, der nur teilweise durchgeglüht ist und auch nicht weiter durchglühte. Auch erneutes Anbrennen mit dem Rapidstarter brachte nichts. Diesen ersten Glühstrumpf haben wir dann mit einem Versuch ruiniert, das Glas …, ach, egal. Den zweiten neuen Glühstrumpf haben wir zum Durchglühen gebracht, indem wir ihn durch das Loch zum Anzünden des Vorwärmwännchens (wird nur beim Gebrauch von Spiritus benötigt) mit einem Kaminstreichholz angezündet haben (wovon wir leider keine Bilder haben). Danach hätte alles klappen können, wenn wir uns an die Bedienungsanleitung gehalten hätten. Haben wir aber nicht, deswegen hier der Hinweis: Bedienungsanleitung beachten! Was ich im ersten Anlauf einfach nicht wagte, war den Rapidzünder lange genug am Brennen zu halten.

Einer der Hauptfehler beim Starten der Petromax-Lampe ist eine zu kurze Vorheizzeit.

Bedienungsanleitung

Beim heutigen, zweiten und erfolgreichen Startversuch haben wir dann alles richtig – oder wenigstens richtiger – gemacht. Das mit den oben herausschlagenden Flammen ist, nun, gewöhnungsbedürftig. Vielleicht kann der Petromax-Profi es auch vermeiden. Bei uns trat es auf, während wir den Rapidstarter volle Kanne den Glühstrupf heizen ließen (die Bedienungsanleitung spricht von 90 Sekunden), meine Vermutung geht dahin, dass der Glühstrumpf in dieser Zeit tatsächlich schon überall so weiß glühen soll, wie das im späteren Betrieb auch der Fall ist, nur nicht so hell.

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Sobald der Glühstrumpf weiß glüht kann der Rapidstarter geschlossen und gleichzeitig mit etwas Fingerspitzengefühl das Regulierrad für Was-auch-immer-da-brennt geöffnet werden. Wenn die ganze Geschichte schon heiss genug ist, beginnt die Lampe so zu brennen, wie sie das im Dauerbetrieb soll.

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Nebenbei: Es gibt Autoren, die sich auf das Schreiben von Betriebsanleitungen spezialisiert haben. Während des Schreibens der wenigen Zeilen oben habe ich gelernt, wie sinnvoll und notwendig diese Spezialisierung ist.

Bauwoche 2013

In diesem Jahr ist die Bauwoche in den Schnee gefallen. Weniger und schlechter motivierte Teilnehmer als im letzten Jahr. Wir schieben es auf das Wetter. Um die Null Grad Celsius Ende März, das behindert, vor allem wenn man anderes erwartet hat.

Schnee im März

Trotzdem haben wir von den gegen N strebenden Aufgaben einige erledigt. Die Decke im zukünftigen …-Raum ist verkleidet und 3 von 4 Wänden sind für  den zukünftigen Anstrich vorbereitet.

[Noch´n Bild, …-Raum]

Im zukünftigen Bad sind die Löcher für die geplante Mineralisierung gebohrt, leider konnten wir sie nicht beginnen, da es dazu zuverlässig und über mehrere Tage mindestens 5 Grad über Null benötigt.

[Bild, Bilder bitte zur Veröffentlichung einreichen,  🙂   ]

Genug davon, wir könnten klagen, wir könnten uns aber auch selbst feiern, ob all der Widrigkeiten am Bauwochenplan festgehalten zu haben.

Mangels Überleitung nun unvermittelt: Stigmergie. Häh? Stigmergie beschreibt eine Weise Aufgaben zu erledigen, ohne Hierachien aufzubauen oder Einzelne/Arbeitsgruppen Konsensbeschlüsse ausführen zu lassen, denen sie möglicherweise ambivalent gegenüberstehen. Wir praktizieren Stigmergie schon an vielen Stellen, ohne dass wir es so nennen. Ich denke, wir sollten beginnen, unsere Herangehensweise an Aufgaben auch Stigmergie zu nennen und die dahinter liegengen Prinzipien zu verstehen. Denn wenn wir wissen, was wir tun, können wir tun, was wir wollen.

Eine erste Annäherung an den Begriff kann der Artikel auf keimform.de sein, aus dem das folgende Zitat stammt.

Mit Stigmergie geht Kooperation auch ganz anders. Stigmergie ist hinweisbasierte Aufgabenteilung. Bei Wikipedia weisen „rote Links“ etwa darauf hin, wo noch ein Artikel geschrieben werden könnte. In einer To-Do-Liste steht, was noch gebraucht wird. Nicht eine einzelne oder kollektive Instanz weist mir eine Aufgabe zu, sondern Hinweise „schlagen mir vor“, was ich tun könnte – die Entscheidung liegt allein bei mir. Eine Selbstauswahl hat enorme Konsequenzen für die Motivation. Ich entscheide mich nur für Tätigkeiten, die ich wirklich, wirklich tun will.

Damit wird deutlich, dass eine Entfaltung der Stigmergie eine Abwesenheit von Sachzwängen und Fremdbestimmung voraussetzt.