25338 – Bosch Intuvia-Fahrradcomputer repariert (Akku-Austausch)

Fünf Tage zurück ist mir der Fahrradcomputer ausgefallen und mit einem erfolglosen Aufladeversuch wurde klar, dass der Akku am Ende ist. Ein direkt bestellter Ersatzakku ist heute angekommen und abends habe ich ihn eingelötet.Die Bilder sollten für sich sprechen. Dennoch sei auf eines hingewiesen, während des Öffnens stoßt Ihr auf ein Problem mit den mittleren Schrauben. Die sind versiegelt, damit Ihr nicht während der Garantiezeit Dinge tut, die Ihr ohnehin lieber nicht tun würdet. Die Versieglung lässt sich mit einem spitzen Gegenstand herauskratzen, danach sollte es kein Problem mehr sein, das Teil zu öffnen.Eigentlich selbstverständlich, alter Akku raus, neuer Akku rein, dabei auf die Polarität achten, alles wieder zusammenschrauben (unter besonderer Beachtung der Gummidichtung), fertig. Probefahrt, funzt.

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Interessehalber habe ich gerade einmal nachgeschaut, was der Fahrradcomputer neu kostet. Er ist, Stand März 2026, nicht unter 53,– Euro (einschließlich Versandkosten) zu bekommen. Der Akku hat mich 5,99 Euro (einschließlich Versand als Brief) gekostet. Auch das könnte ein Argument für einen Reparaturversuch sein. Weitere Argumente? Auch für (umsichtige) Ungeübte machbar, Elektroschrott vermeiden und Selbstwirksamkeit erfahren. Aber für mich am Wichtigsten, ich muss nicht mit dem Bus in die Stadt fahren und dort die verschiedenen Händler abklappern. Stattdessen bestelle ich im Internet und innerhalb einer Stunde ist das Teil eingelötet. Das nenne ich stressfrei. Und so soll das sein.

25318 – Altered Books

Vor kurzem ist hier in einem Nebensatz schon einmal der Begriff „Altered Book“ aufgetaucht. Mit Altered Books versucht der umtriebige Kreativmensch, ein Problem zu lösen, das er unweigerlich bekommt, wenn er in seinem Sketchbook oder Art Journal zuviel collagiert oder Dinge einklebt, die stark auftragen. Das Buch beginnt zu sperren, es steht auf. Das ist nicht nur häßlich, das Phänomen macht es auch schwerer, darin zu schreiben, zu zeichnen, zu aquarellieren, oder was mensch sonst noch so darin zu tun gedenkt.

Ein „Altered Book“ ist – der Name lässt es vermuten – ein geändertes, ein abgeändertes, kurz: ein irgendwie modifiziertes Buch. Manche KreativkünstlerInnen machen da noch sehr viel mehr, als ich Euch hier zeige. Ich beginne mit der Grundlage. Damit das Buch später – nach ausschließlich mehrlagigem Gebrauch, für den es gedacht ist – nicht sperrt, müssen so cirka zwei Drittel bis drei Viertel der darin enthaltenen Seiten heraus. Damit das auf die gewünschte Weise zu machen ist, benötigt mensch ein Buch mit Fadenheftung. Wer in der Schule jemals eine Seite aus einem Heft gerissen hat weiß, dass sich dann immer irgendwo eine zweite Seite löst. Sobald die auch draußen ist, macht das Heft wieder einen guten Eindruck, ist aber zwei Seiten dünner. Stellt Euch ein normals Buch so vor, als hätte der Buchbinder einfach mehrere Hefte mit dem Faden an einen Streifen Stoff genäht. Wenn Ihr nun von oben genau auf die Bindung schaut, seht Ihr die einzelnen Hefte und könnt die Seiten im Buch identifizieren, wo die Fäden zu sehen sind. Hier könnt Ihr beginnen, Seiten herauszulösen. Um die Fäden nicht auszuleiern empfehle ich behutsames Ausreißen zu den Seiten hin. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl und ein bisschen Zählen bekommt Ihr das schon hin.

Fertig, schon habt Ihr Euer erstes Altered Book, in dem Ihr nun vollkommen unbefangen Eure mehrlagigen Mixed-Media-Experimente beginnen könnt. Und weil Ihr (hoffentlich) ein altes Buch benutzt habt, könnt Ihr doppelt unbefangen sein. Manchmal entsteht dann aus altem Abklebeband noch etwas, das möglicherweise netter anzusehen ist, als das Werk, zu dessen Entstehung es ursprünglich diente.

25315 – Das „Schwebebrett mit Klemmbausteinrand“ hängt

Heute ist es also geschehen, das Brett ist auf belastbare Weise befestigt und kann nun bestückt werden. Ich habe keine Idee, was da sinnvoll sein könnte. Es wird sich ergeben.

Wie immer gab es während des Bauens Chaos und wie so oft haben kleine Ungenauigkeiten gemeinsam mit nur sehr knapp vorhandenem Material zu einer Lösung geführt, die gerade gut genug ist. Der Block an der Ecke sollte eigentlich kleiner sein, statt der im Bild sichtbaren vier Bausteinreihen dachte ich an eine oder zwei. Denn ich vermute, das Stahlseilchen wird sich noch ein wenig aushängen und irgendwann kommt wieder eine Bausteinreihe dazu, damit die Höhe stimmt. Ich kann das bei Gelegenheit berichtigen.

Update (28.2.2026):

25309 – Bild- und Wissenstransfer

Gelegentlich möchte mensch irgendein Motiv nutzen, das aber in der vorliegenden Form nur schlecht geeignet ist. Bastler- und KünstlerInnen bedienen sich dazu verschiedener Methoden. Ich bin nicht allzu lange zurück auf eine Art und Weise gestoßen, das mittels Klebeband zu tun.Die kleinen Bilder zeigen den Prozeß, das große eine mögliche Nutzung (häßlich und unfertig, ist okay zur Demonstration und nur darum ging es).

Die Schritte: Motiv auf der Pappverpackung wird mit transparentem Klebeband abgedeckt und ausgeschnitten, danach wird es in warmen Wasser kurz eingeweicht. Der weiche Karton kann nun abgerubbelt werden, zurück bleibt das Motiv auf dem Klebeband, dessen Rückseite auch nicht mehr klebt. Das Motiv kann jetzt beliebig verwendet werden.

Pro: Das Motiv ist deutich dünner als Karton und damit besser für Collagen oder zum Einkleben ins Journal geeignet.
Kontra: Ich mag den Klebebandglanz nicht.

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Und ein kleines Update zu den Stiften selbst. Die sind nicht wirklich radierbar, sie verschwinden durch die Reibungswärme. Oder wenn mensch mit dem Föhn draufhält, was in einem Skizzebuch ja immer mal wieder vorkommt, um Aquarelle schnell zu trocknen. Kurz draufgehalten, rüchstandslos weg.

25304 – Wer ins Ödland will …

Heute ist der PC in den Dome gekommen. Damit wollte ich eigentlich warten, bis ich Zeit und Muse gefunden haben würde, erstens den Platz dafür vorzubereiten und zweitens irgendeinen der verschiedenen Ventilatoren darin auszutauschen, der schon seit einiger Zeit sehr laut ist. Nichts davon ist geschehen, aber heute ist an einer ganz anderen Stelle ein Knoten geplatzt und plötzlich brauchte ich den PC ganz dringend.

Aber bevor ich davon erzähle erstmal den Mehrwert-Aspekt des Blogs bespielen, die Improvisation einer Monitoraufhängung.

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So, was also war? Ich wollte Fallout 3 wieder aufnehmen. Klingt banal, ist es aber nicht. Kurz die Vorgeschichte, vor fast zwei Jahren lief die erste Staffel der Serie „Fallout“, die mir so gut gefiel, dass ich das zugrundeliegende Videospiel installierte und erste Rollenspiel-Erfahrungen machte. Ich berichtete davon. Und spielte auch noch eine ganze Weile weiter.

Fallout 3 ist 2008 erschienen, danach wurden Fallout 4, etliche Erweiterungen und Haste-nich-g’sehn veröffentlicht. Spiele, in denen mensch noch ganz andere, aufregende Dinge tun konnte. Ackerbau und Viehzucht war auch in meiner Spielewelt angekommen. Ich begann Fallout 4 ohne mit Fallout 3 fertig geworden zu sein.

Häuser und Verteidigungsanlagen bauen und elektrifizieren, sehr spannend alles, wenn andere das in einem Video vorführen. Aber auch sehr zeitaufwendig, gelegtlich sogar langweilig. Waffen tunen und die Rüstung färben, auch schön. Deutlich bessere Grafik, ja, andererseits fand ich die Spielsteuerung nicht immer so intuitiv, wie ich mir sie wünsche. Kurz, Fallout 4 war mir zu komplex. Dennoch spielte ich weiter.

Und dann, eines Abends, machte ich irgendeinen seltsamen Fehler, dessen Hergang ich nicht mehr erinnere, und löschte alle meine Spielstände. Mit meinen Fähigkeiten war da nichts zu retten und neu beginnen war keine Option. All die Mühe nocheinmal machen, nöh, wirklich nicht. Mir ist ein Kampf immer noch in Erinnerung, der einen ganzen Abend dauerte, bis ich ihn zuende gekämpft und gewonnen hatte. So etwas möchte ich einmal machen und dann hinter mir lassen. Ich will da nicht besser werden, ich mache so Zeug nur, weil ich schon zu weit bin, um noch aufzuhören. Und mich dann nocheinmal zu diesem Moment hinkämpfen …, kurz, meine Reisen ins Ödland fanden mit diesem Fehler ein Ende.

Aber irgendwie ging ich damals nicht in Frieden. Ich war beleidigt – ein Wort, das ich hier verwende, weil ich nicht das stärkere „traumatisiert“ verwenden möchte, das wirklichem Leid vorbehalten bleiben sollte), wirklich sehr beleidigt. So sollte die (Spiele-)Welt nicht sein. Ein blöder Fehler und eine Existenz ist ausgelöscht. Kommt hinzu, es war mein blöder Fehler, zum Schaden kam die Scham.

Letzten Monat lief nun die zweite Staffel der Serie und ich dachte etwas wehmütig an die Zeit im Ödland, war doch schön dort. Aber nochmal anfangen, nee. Und dann fiel mir ein, dass mein Spielstand in Fallout 3 ja noch da ist. Das ältere und auch gemütlichere Spiel, da nochmal drin rumlaufen könnte Spaß machen. Mein letzter Besuch dort ist bestimmt eineinviertel Jahr her, vielleicht länger, das meiste habe ich vergessen, aber heh …, wird schon wiederkommen.

Nun war und ist dieses Spiel samt Spielstand auf dem PC, den ich seit meinem Umzug in den Dome noch im Wagen stehen habe. Mithin nicht nutzbar, beziehungsweise nur bei Außentemperatur. Und genau das hat sich seit heute Abend geändert, der PC steht im Dome und ganz gleich mache ich einen Ausflug ins Ödland.