Die letzten Tage war ich viel, viel, viel zu sehr in den (a)sozialen Medien unterwegs. Nicht genug damit, ich war unterwegs in wirklich schwierigem Terrain, dem Grönland- und Zollsumpf. Nun werde ich auch deswegen nicht beginnen, hier Weltpolitik zu kommentieren, sondern wie immer versuchen, nah bei mir zu bleiben.
Kurz gesagt: mir tut das nicht gut. In einer durch den Klimawandel ohnehin angespannten Weltlage beginnen einzelne Akteure am Rad zu drehen und das jeweilige Umfeld bekommt sie nicht eingefangen. Schwierig genug, wenn der Nachbarsjunge zündelt oder die demente Oma in Unterwäsche den Hausflur wischt, alles schon erlebt. Was bisher in meiner Welt nicht vorkam, ist ein zündelnder und dementer amerikanischer Präsident. das macht mir Angst.
Und diese Angst ist keine abstrakte, sondern eine, die bis in die aktuelle Gefühlslage hineinwirkt. Vermutlich bin ich damit nicht alleine, auch wenn mensch jeweils anders darauf reagieren mag. Bei mir verstärkt diese Angst depressive Tendenzen, andere werden vielleicht agressiver oder ziehen sich mehr zurück. Egal was die Beschäftigung mit der Weltlage mit uns macht, im Ergebnis macht sie uns alle krank (oder etwas weniger gesund).
Manche haben sich deshalb schon von allem Nachrichtenkonsum zurückgezogen, auch ich habe das schon zweimal versucht (während Zeiten, die im Rückblick als entspannt zu bezeichnen sind). Ich bin unsicher, ob Nachrichtenvermeidung wirklich eine gute Lösung ist, ganz sicher ist es keine allgemeingültige. Aber: ich glaube, mir könnte das gerade gut tun.


