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Ich hatte heute eine kleine Wartezeit und während dieser die Muse, mich zu fragen, wer wohl auf dieser Schleuse saubermacht. Und wie oft das wohl notwendig ist. Macht das der leiterfeste Hausmeister oder muss da die hinfällige Putzfrau mit Mindestlohn dran. Und überhaupt, wer denkt sich sowas aus und denkt dasjenige dann an die Reinigungskraft. Naja, Wartezeit halt.

25392 – Gimpel

Seit langem mal wieder den Gimpel gesehen. Das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe, ist mehrere Jahre her, da brütete ein Paar im Bambus, der die Grenze zu Nachbarin C.’s Grundstück markiert. Heute dann direkt auf der Wiese vorm Dome. Natürlich war er weg, sobald er die Bewegung im Dome registrierte, aber immerhin ließ er mich wenigstens ein Bild machen, das ich nur so unwesentlich mit KI nachschärfen musste, dass ich es hier als immer-noch-meins zeigen kann.

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Nicht viel los hier gerade. Weil auch mit mir gerade nicht viel los ist. Seit heute muss ich mir zugeben, dass ich krank bin. Nicht „ernsthaft“, ich bin verschnupft und weil ich deswegen mit offenem Mund schlafe schmerzt auch der Hals. Der Rest des Körpers ist unentschlossen, ob er sich dem Trend anschließen will. Mal fühlt es sich nach leichtem Fieber an, dann wieder ist mir eher fröstelig. Und ganz allgemein bin ich trotz ausreichend langer Schlafphase müde.

Vormittag und Mittag habe ich noch damit verbracht, im Dome aufzuräumen. Wäre ich damit fertig geworden, hätte ich die gestrige Aktion, die ich als so unbefriedigend empfand, doch noch irgendwie zu einem Erfolg umschreiben können. Aber am frühen Nachmittag merkte ich, dass ich ins Bett gehöre. Die Erfolgsmeldung ist abgesagt.

Nachbarin C. weckte mich dann kurz nach fünf zum Plenum des gemeinsamen Wohnprojektes. Das konnte ich auch ganz gut durchhalten, sogar noch mit einer anschließenden Plauderei.

Abendessen, fertig.

25390 – Tun vs. Ordnung

Es besteht ein Zielkonflikt zwischen Tun und Ordnung. Jedes Mal, wenn ich beginne, mich den noch umzuziehenden oder wegzuwerfenden Dingen im Wgen zu widmen, ende ich mit Unordnung im Dome (und natürlich auch im Wagen, aber dort stört es mich nicht).

Ich versuche mir vorzustellen, wie es wäre, wenn ich ein Zimmer in einem Altersheim beziehen müsste. Verglichen damit habe ich sehr, sehr viel Raum. Die Situation sollte also irgendwie zu bewältigen sein. Aber natürlich habe ich auch sehr, sehr viele „Wertstoffe“.

An Tagen wie heute, an denen ich mich dem kaum aufzulösenden Zielkonflikt stelle, bin ich früh (geistig) erschöpft. Das wäre nicht schlimm, wenn dieser Erschöpfung eine entsprechende Zufriedenheit mit dem Tagewerk gegenüberstände. Aber das ist nicht so. Die Fortschritte sind kaum zu sehen. Was aber zu sehen ist, sind die Dinge, die nun im Dome herumstehen und noch nach ihrem Platz suchen. Ich bin sehr unzufrieden mit dem Tag.