25533 – Alles muss raus

Gestern war Pausentag, folgerichtig ist heute „Arbeits“tag. Oder halt einfach ein Tag, der etwas mehr fordert. Meint: Aufräumen im grünen Wagen, entscheiden, was von all den Dingen darin nocheinmal in den Dome soll und was weggeworfen wird. Vermutlich könnte alles weg, dennoch ist das im Einzelfall lächerlich schwierig.

Im Rahhmen dieser Schwierigkeiten gelingt es mir manchmal, mich auszutricksen. Da gab es diesen Zierteller, ein Geschenk, das mein Vater von seinen Kollegen zu irgendeinem Betriebsjubiläum erhielt. Ein Stück, das nichteinmal häßlich genug war, um es ironisch zu verwenden. Ein Stück, das nichteinmal bei mir irgendeine nischige Verwendung finden konnte, nie nicht. Nur, wegwerfen konnte ich das Teil auch nicht. Fragt nicht nach Gründen, keine Ahnung. Eine Zeit lang hing es außen am Wagen, da störte es wenigstens nicht. Bis ich alles, was am Wagen hing, abräumte.

Heute habe ich den Teller kurz und lieblos mit Kreide abfrottiert, fixiert und mit Buntstiften noch ein paar Konturen nachgezogen. Nennen wir den Vorgang ein kreatives Experiment mit suboptimalem Ausgang. Also künstlerisch betrachtet, rein lebenspraktisch war das ein voller Erfolg, denn solcherart „bewahrt“ konnte ich das Teil endlich wegwerfen. Mission completed. Wenn’s doch immer so einfach wäre.

25532 – Fast ein Pausentag

Das mit dem Pausentag hat erstaunlich gut geklappt, bis, ja bis, ich „spaßeshalber“ einen Rollover-Effekt zu erzeugen. Ihr wißt schon, Ihr geht mit der Maus über ein Bild und es verändert sich.

Die Idee dahinter war, dass ich Euch zeigen wollte, dass die Lichterkette (aus der Gartenhütte meines Vaters, noch keine LEDs, daher bestimmt ein Kilowatt die Stunde, will kein Mensch mehr) wieder geht. Nicht, dass die jemals nicht gegangen wäre, was nicht ging – mangels Anwesenheit – war die schaltbare Steckdose, an der sie eingesteckt ist. Die Steckdose nämlich musste ab, als ich die Kammerwand baute, irgendwann anfang des Jahres. Und sie wiederanzubringen hat dann bis heute gedauert. Es war ein guter Tag dafür.

Zurück zum Rollover-Effekt. Zwei Beleuchtungssituationen, eine davon mehr optional und eher selten verwendet, das klingt nach einer guten Anwendung dafür. Stunden später und in keinerlei Relation zum geleisteten Aufwand klappt das jetzt auch. Leider ist unterwegs der Spaß daran verlorengegeangen. Dennoch:

NormalRollover

25531 – DGB-Aktionstag gegen Sozialstaatsabbau

Auf Anregung von Freundin A. und des DGB habe ich heute einen Ausflug nach Frankfurt gemacht. Auch rund 15.000 andere Menschen (konservativ geschätzt) hatten davon gehört, dass Frankfurt heute der Go-To-Ort sei, wenn mensch sich über Sozialstaatsabbau unterrichten oder einfach einen sonnigen Tag mit sehr vielen anderen gemeinsam genießen möchte. Dabei etwas spazieren gehen und sich der gegenseitigen Solidarität versichern, später auf der Wiese rumsitzen und die mitgebrachten Äpfel essen. Alles fein und auf angenehme Weise ermüdend.Die Hessenschau betrachtet unseren Ausflug etwas ernsthafter, damit ich das nicht tun muss.

25530 – Ein vorläufiger Zwischenstand

Der dritte Tag, den ich überwiegend mit weben verbracht habe. Damit wird erstmal wieder länger Pause sein. Morgen ist anderes gelant, dann ist Sonntag und für die folgende Woche habe ich mir versprochen, mich auf das Ausräumen des Wagens zu fokussieren.

Um an den Punkt zu kommen, wo der zukünftige Teppich erstmal einige Zeit ruhen darf, war der heutige Tag notwendig. Denn es gibt bei vielen der Sachen, mit denen ich mich im beschäftige, einen Punkt, wo ich denke: „Oops, verkünstlert! Das kriegst Du nie mehr gerettet.“

Der Trick ist, dann weiterzumachen. Und so ein Weitermach-Tag war heute. Weil der Tag davor der Oops-Tag war. Meistens wird’s besser, wenn etwas zwischendrin mal richtig schlecht aussieht. So auch heute, ich bin zufrieden in dem Sinn, dass ich es für offen halte, ob das Teil gut oder schlecht aussehen wird. Und damit kann ich Leben.

Ganz im Wortsinn, das Teil hängt an der Wand und ich werde regelmäßig draufschauen. Und irgendwann werde ich wissen, wie es damit weitergeht. Ein paar lose Ideen gibt es schon, aber noch ist keine deutlich genug.

25529 – Illustrated Journaling

Vieles von dem, was ich so mache, mache ich zweimal in verschiedenen Techniken. Das zweite Mal gerne im Jounal, eher sorg- und mühelos, gedacht als Erinnerungshilfe, was wann entstand. Für die letzten zwei Tage sieht das dann so aus:Wer genau hinschaut sieht, dass die Ratte nicht schabloniert, sondern abgezeichnet ist. Bei diesen Einträgen geht es ganz ausdrücklich nicht um schön, sondern um die Illustration. Quick’n’dirty ist okay. Oder als Aufforderung: Mach‘ eine Skizze, einen Sketch, ein Bild dazu. Schreib‘ die Maße dazu oder was Du sonst für anmerkenswert hältst. Egal was und wie, alles übt.

<O>

Und weil ich gerade das Journal fotografiert habe, die Idee, das zu tun, ist schon von Anfang des Monats. Obwohl da dann eigentlich stehen müsste, „wenn Dir mal nichts für den Blog einfällt, könntest Du …“.

Was Ihr da allerdings seht, ist NICHT das Original, sondern eine KI-verbesserte Version des ursprünglichen Bleistift-Eintrags, den Ihr nicht hättet lesen können. Der Zweck erfordert die Mittel zu selbigem. Oder so.