25494

Ein voller Tag. Nach einem langsamen Start in den Tag geht es vom Mittag ab los. Zunächst Therapie, danach Besuch von der Tochter, abends dann packen für die morgen viel zu früh beginnende Fahrt nach Hamburg. Wobei ich dabei die große Neigung verspüre (und ihr auch nachgehe), einen ganzen Teil der Packerei in die frühen Morgenstunden des folgenden Tages zu verlegen. Denn eigentlich bin ich müde von einer zuvor schlecht geschlafenen Nacht und einem Tag voller Gespräch. Und mehr gibt es für heute nicht zu berichten.

 

 

25493 – #hdnazt

Die monatliche Fallout 4 Berichterstattung. Immerhin habe ich zwischendrin ein paar Notizen gemacht, ansonsten hätte ich das Gefühl, dass eigentlich nichts Berichtenswertes geschehen ist.

Am Interessantesten sind meine Erfahrungen damit, mir von Künstlicher Intelligenz helfen zu lassen. Was dort am Erfolgreichsten ist, wo es schon Quellen gibt, zu denen mensch dann geht, seien es Videos oder Texte. Sobald ich versuchte, nur mit den Angaben aus der KI selbst zu arbeiten, sagen wir für eine Wegbeschreibung oder eine bestimmte Vorgehensweise, ging das immer nur sehr eingeschränkt. Niemals waren die Tipps wirklich falsch, aber es schien mir, als ob so eine KI nur unvollkommene Ideen davon hat, woran sich Menschen orientieren, wenn sie von A nach B wollen. Die ganze Nummer war immer sehr anfällig für Mißverständnisse.

Dann überraschte mich ein Abend sehr, indem er zur tiefsten Nacht wurde (4.00 Uhr) während ich mich darin verlor, eine neue Unterkunft für meinen Charakter zu bauen. So mit Bildern an der Wand und einer Leseecke, alles sehr gemütlich für ein Leben in der Apokalypse. Aber das Was finde ich gar nicht so wichtig, sondern dass das überhaupt geschehen ist, dass ich tatsächlich über der Aufgabe die Zeit vergessen habe. Denn ganz oft habe ich einen maulenden Pubertierenden im Hinterkopf, der halt mitkommt, weil er muss,  und dann bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit „Laaangweilig!“ sagt. Niemals laut, aber mit großer Beständigkeit. Und der war einfach mal still. Sehr schön.

Aber auch an langweiligen Spieleabenden kann gelegentlich Unerwartetes geschehen. So geschehen während einer Sidequest in irgendwelchen Tunneln, in denen ich zuvor schon einmal eine Hauptquest nicht abschließen konnte, weil …, naja, weil ich eben nicht fand, worüber ich jetzt unerwarteterweise fiel. Und schon hat das virtuelle Leben wieder Sinn!

Kurz, mein Leben in der Apokalypse ist gerade etwas unausgeglichen, mal läuft’s ganz gut und zu anderen Zeiten habe ich das deutliche Gefühl, jetzt eigentlich alles erlebt zu haben, was es dort zu erleben gibt. Aufhören und sich einer anderen Spielewelt zuwenden wird zu einer Option.

25492 & 25493 – Plastikpuppe, mal anders

25492

Jahre zurück habe ich aus einem alten, schwarzen Wasserrohr einmal eine Holzpuppe improvisiert. Streng genommen und weil das Wasserrohr aus Kunststoff ist, ist es eine Plastikpuppe. Was aber aus mehr als einem Grund falsch klingt.

Für die, die Holzpuppen nicht kennen, sie sind ein Trainingsgerät, das in verschiedenen Kampfkünsten anstelle eines menschlichen Widerparts verwendet wird. Abhängig von Verständnis und Geschmacksrichtung der jeweiligen Schule variieren diese Verwendungen sehr. Meine Puppe war bis gestern im blauen Wagen auf eine Art und Weise angebracht, die auch kraftvollere Verwendungen zulies, obwohl in meiner Schule der Fokus eher auf  „weichen“ (die Druckrichtungen und Winkelverhältnisse betonenden) Trainingsweisen lag. Ich hatte sie viele Jahre im Gebrauch, nach meinem Achillessehnenriss dann gar nicht mehr.

Gestern also ist die Holzpuppe vom Wagen in den Dome umgezogen und sucht dort jetzt ihren Platz. Ganz egal, wo sie letztendlich zu stehen kommt, zwei Probleme-wäre-zuviel-gesagt muss ich lösen. Für das erste, die Anbringung (in diesem Fall die elastische Verankerung im Boden) glaube ich schon eine Lösung zu haben. Die aber – und das nur nebenbei erwähnt für die, die wissen, wie das Trainig an einer Holzpuppe aussehen kann – keine wirklich kraftvolle Verwendung zulassen wird. Positiv formuliert wird eine alters- und typentsprechende Verwendung möglich sein.

Die zweite Fragestellung ist die interessantere, nämlich: Wie kann das Ding aussehen? Denn bei schwarz soll es nicht bleiben, wie also kann die Puppe bunt werden? Ich bin dran, habe auch schon erste Ideen, aber warum ich mir die Mühe mache, das hier lang und breit zu erklären, ist, dass ich auch Euch um Input bitten möchte. Also dann, wenn Ihr damit klar kommt, dass ich Eure Ideen nicht kommentieren werde und im Endeffekt ja doch mache, was ich will. Wir könnten es als gemeinsames Brainstorming mit mir als endgültigem Entscheider verstehen. Also, was würdet Ihr tun? Was würde Euer abgefahrener Nachbar unter Drogeneinfluss tun? Was würden Eure Eltern oder Kinder tun? Oder Euer Schimpanse, was weiß ich denn, denkt Euch was aus. Soweit es mich betrifft werde ich jeden Beitrag, auch das lapidarste „Einfach hellgrün streichen!“, abfeiern, kommentarlos.

25493

Ohne dass es geplant war am Fuß der Holzpuppe gewerkelt. Ihr müsst jetzt etwas Geduld haben, sobald der nächste Atbeitsschritt getan werden kann, ergibt das bisher zu sehende mehr Sinn.

25491 – Der blaue Wagen ist leer

Mit Hilfe von Freundin A. ist heute gelungen, was ich alleine nur schlecht bewältigen konnte: gaaanz viele Dinge wegzuwerfen, die noch im blauen Wagen lagen und mir das Leben verstopften. Und all das andere Zeug, das nicht weggeworfen wurde, an Orte zu bringen, wo es besser lagert als im blauen Wagen, der strenggenommen schon seit über einem Jahr nicht mehr meiner ist.

25490 – Klimmzugstange (2)

Es ist noch nicht Mittag, da bin ich schon mit den restlichen Übungen und einer kleineren Ergänzung für die Stange durch.

Mit den Übungen war das einfach, ich habe sie ausgelassen. Es erschien mir, als hätte die KI meines Vertrauens das Interesse verloren, den gestern eingeschlagenen vorsichtigen Weg weiterzugehen. Bei einem Menschen würden wir von einem Stimmungsumschwung sprechen. Keine Blutdruckmessungen mehr, stattdessen eine Korrektur zu gestern. Ich paraphrasiere: „Du solltest die Idee mit dem Klimmzug wirklich aufgeben. Nähere Dich ohne Anstrengung soweit wie möglich und dann lass‘ es gut sein. Die letzte Meile, der wirklich und wahrhaftig ausgeführte Klimmzug, bedeutet eine wirkliche und wahrhaftige Anstrengung, die nicht kalkulierbar ist. Und da halte ich mich definitiv raus! Ich gebˋ Dir noch ein paar Übungen, darüberhinaus würde ich das Thema jetzt gerne aufgeben.“

Fair enough, ich hatte ohnehin nicht vor, die Verantwortung abzugeben. Und vorbereitende Übungen zeigen mir Videos ebenfalls besser, als jede KI sie beschreiben kann. Ab hier ist die KI wieder draußen.

Das mag jetzt etwas enttäuscht/enttäuschend klingen, ist es aber nicht. Den unterm Strich haben die paar investierten Stunden zu einer Reihe weiterführender Gedanken und Beobachtungen geführt.

  • Über allem: Ich muss mit mir vorsichtig sein. Dennoch geht deutlich mehr, als gegenwärtig in meinem Alltag habe.
  • Interessanterweise sind die vorbereitenden Übungen aus dem Calisthenic-Bereich für mich am geeignetsten, obwohl die Jungs und Mädels Dinge zeigen, die für mich, für Dich und 99,9% der Menschheit unerreichbar bleiben. Was daran liegen mag, dass die wirklich ganz, ganz vorne anfangen und keinerlei Abkürzungen gehen.
  • Bei den Klimmzügen wie im Lauftraining gilt: Muskeltraining kann schnell gehen, aber Bänder und Sehnen haben etwa die dreifache Adaptionszeit. Zu schnell steigern schadet.
  • Meine größte Chance auf einen Klimmzug in, sagen wir einem dreiviertel Jahr, ist, die ganze Nummer spielerisch zu halten. Während des fernsehens irgendwas mit der Stange zu machen, nicht anstrengend, aber oft und regelmäßig. Die Gewichte, die ich über die Umlenkrolle ziehe, nur in kleinsten Schritten steigern. Nicht ungeduldig werden, beharrlich bleiben.

Soweit die klimmzugbezogenen Erkenntnisse. Nun habe ich die Erfahrung, dass ich nicht unbegrenzt viele Dinge zur gleichen Zeit wollen kann. eigentlich sogar sehr wenige, ein bis zwei vielleicht, wenn es über einen längeren Zeitraum gehen soll. Daraus folgt:

  • Ich muss anderen Dinge, konkret den regelmäßigen Zeichenübungen, die Priorität entziehen. Das trifft sich gut, weil ich da ohnehin gerade feststecke und die Geschichte krampfig wird. Außerdem: für den Hausgebrauch reichts!
  • Auch das Thema Ernährung (bzw. deren Dokumentation) braucht gegenwärtig zu viele Energien, die gerne anderswo einsetzen möchte.
  • Letztlich, in mir wird die Idee stark, einfach mal wieder alle Energie in körperbezogene Aktivitäten umzuleiten. Vielleicht sollte ich mir einen Zeitraum geben – ein Jahr kommt mir gut vor -, in dem ich mich dem Thema widme. Einfach schauen, was draus wird, und danach wieder alles lassen (dürfen), was sich nicht oder nicht mehr richtig anfühlt.

Und noch zwei unverbundene „Anregungen“, von denen ich noch nicht weiß, ob ich sie weiterverfolge.

  • Eine der von mir zuvor „unterfordend“ genannten Übungen war es, auf der Stelle zu laufen. Das hatte ich noch nie zuvor gemacht, bemerkte aber schnell, dass ich einen Rhythmus fand und das „wirklichem“ Laufen erstaunlich nahe kam. Seit ich aufgrund meines Achillessehnenschadens mit dem rechten Vorderfuss keinen Vortrieb mehr erzeugen kann, muss ich auf das Lauftraining verzichten und habe nie einen Ersatz dafür – meint: einen anderen Ausdauersport – gefunden. Jetzt überlege ich, ob und auf welche Weise „auf der Stelle laufen“ dieser Ersatz sein könnte.
  • Abschließend hat das ganze „Gespräch“ mit der KI gezeigt, dass abseits konkreter Ergebnisse (oder deren Fehlen) dennoch wichtige Ideen auf der menschlichen Seite der Konversation entstehen können. Es braucht manchmal halt jemanden oder etwas, der oder das nachfragt. Mit Freund J. habe ich Jahre zurück mal eine Interview-Serie begonnen, die nie über das erste sehr ausführliche Interview herauskam. Die Idee war, grob nach Jahrzehnten unterteilt, unsere Erlebnisse festzuhalten. Diese Idee mit einem KI-Stichwortgeber wiederaufzunehmen, ging mir durch den Kopf und hätte noch dazu den Vorteil, dass das Transskript des „Gesprächs“ sozusagen nebenbei entsteht. Was wiederum zu Blogbeiträgen führen könnte.

Viele Ideen für ein Wochenende.