25413 – #widgtsm Mai 2026

Ein „schwieriger“ Monat (um die überwiegend depressive Stimmungslage etwas schönzufärben), aus genau keinerlei äußeren Gründen gelingt es mir nicht, ins Tun zu kommen. Ich sehe, was ich tun könnte, gefühlt auch müsste, aber es fehlt dieser letzte Impuls jetzt, genau jetzt, aufzustehen und zu beginnen. Draußen scheint die Sonne, ich sehe ihr dabei durch die große Fensterfront zu und bin zufirieden auf eine sehr unzufriedene Weise.

Immerhin, die meiste Zeit gelingt es mir, mein Notprogramm aufrecht zu erhalten. Ich male fast täglich ein Bildchen und für ein Foto im Blog – und manchmal etwas Text – reicht es an allen Tagen. Aber: ich mache das aus „medizinischen“ Gründen, nicht weil es mir ein Bedürfnis ist. Ganz so, wie ich viele Jahre aus medizinischen Gründen jeden zweiten Tag zehn Kilometer gelaufen bin.

Aber: ich bemerke, wie ich gedanklich beginne, dieses Notprogramm zu demontieren. Und auch alles andere, was ich als vermeintlich wohltuend versuche aufrecht zu erhalten, gesunde Ernährung zum Beispiel, oder Ehrenamt. Ich bin es einfach leid, dass so viel Energie einfach nur dafür draufgeht, mein Leben zu führen, statt es einfach geschehen zu lassen. All die Dinge, die ich tue, nur um nicht komplett abzustürzen, ermüden mich sehr.

Solcherlei Rumgedenke begleitet mich durch den Monat, in der allgmeinsten Formulierung weiß ich nicht mehr, ob ich mich lassen oder kontrolieren soll.

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Das Beitragsbild heute ist zum zwölften Mal der Kreativkalender. Es gibt ihn nun also ein Jahr, den Versuch jeden Tag eine kreative Kleinigkeit zu tun und diese festzuhalten. Das war und ist nicht immer leicht, auf der handwerklichen  Ebene passt nicht alles Große in das kleine Format und oft genug müssen Platzhalter her (alles gut damit). Auf dokumentatorischer Ebene sieht mensch die Leerstellen, die metaphorisch und im Wortsinn unausgefüllten Tage (Tendenz: zunehmend). Es scheint mir ein guter Moment, mit den Kreatvkalendern in der vorliegenden Form aufzuhören, nicht nur ist ein Jahr durchgehalten, auch das Notizbuch ist voll, das die formale Gleichförmigkeit überhaupt erst ermöglichte. Irgendetwas anderes wird den Platz des Kreativkalenders einnehmen, Ihr dürft mit mir gespannt sein.

Wie immer, wer es tagesgenau braucht, darf hier 25413 – #widgtsm Mai 2026 weiterlesen

25411

Auch wenn die Naturschutzverbände seit mehreren Jahren den „Mähfreien Mai“ propagieren, ist der Mai bei mir ganz unbeabsichtigt mähfrei geblieben. Heute habe ich, soweit es mich und meine unbeabsichtigte Teilnahme betrifft, die Aktion abgebrochen. Meint: Wiese gemäht, weil demnächst Regen, viel Regen.

Besonders beachtenswert, gegenüber dem Gewächshaus wird es dieses Jahr wieder ein Beet geben. Ein Teil der ehemaligen Pflänzchen im Gewächshaus sind jetzt Pflanzen und müssen dringend ins Freie.

25410 – Dachschaden

Was bisher geschah.

Mehrere regenfreie und sonnige Tage haben jede Feuchtigkeit unter der beschädigten Dachplane vertrieben und ich konnte heute die Reparatur angehen. Ich ging den denkbar einfachsten Weg und verwendete Reparaturband für LKW-Planen. Das ist eine Lösung, von der ich nur mittelmäßig überzeugt bin, vor allem nachdem ich damit gearbeitet habe.Insgesamt schätze ich den Zustand des Dachs als schwierig ein. Nicht nur der aufgegangenen Klebenähte wegen, sondern auch weil UV-Strahlung und Witterungseinflüsse der Plane deutlich anzusehen sind. Das betrifft den Bereich oberhalb des Terassendachs besonders, denn er ist der meistbeschienene  des ganzen Domes. Mittelfristig werde ich nachbessern müssen, sei es durch neue Plane oder eine wie auch immer geartete Beschattung. Vieles lässt sich denken, auch allerlei semiprovisorische Lösungen und kreative Ansätze, aber ganz egal was es sein wird, vermutlich wird das Dach durch die Jahre immer mal wieder als Thema auftauchen.

25409 – (K)eine Aussage

Ich möchte Euch einen Satz aus einem ungeschriebenen Blogbeitrag zum Draufherumdenken geben:

„Was ich nicht tat, bevor sie es mir unterstellte.“

Ist es nicht bemerkenswert, wie verschieden die Geschichten sein könnten, die diesem Satz vorausgehen. In Abhängigkeit davon, wie wir dieses „es“ ausfüllen, könnte sie, diese Geschichte, die gesamte Skala der Wertschätzung abdecken, von der Vermutung, ich sei in sie verliebt, bis hin zur Unterstellung, ich hielte sie für eine zutiefst verachtenswerte Person. Denn macht diese Vermutung sie nicht etwas liebenswerter und die Unterstellung etwas verach…, nein, ich neige nicht zu extremen Gefühlslagen, ersetzen wir verachtenswert durch „deutlich unsympathischer“.

Eine Geschichte aus dem wahren Leben wäre vermutlich weniger schwarz-weiß und in ihrer Herleitung etwas komplexer. Und käme dennoch zu einem ähnlichem Schluß: Unsere (auch unausgesprochenen) Annahmen bestimmen die Welt um uns herum.

<O>

PS
Ob die Welt dann so „ist“ oder wir sie nur (?) „so erleben“, wäre Stoff für die nächste Herumdenkerei.

PPS
Oder auch, ob die Vermutung/Unterstellung zuvor nicht Wahrgenommenes aus dem Nicht-Wahrgenommen-sein befreit und sichtbar macht? Käme vermutlich auf die Geschichte an.

PPPS Womit wir die getroffene Kernaussage (Annahme gestaltet Welt) schwächen oder aufheben. ich bleibe unbefriedigt-unentschieden zurück.

<O>

Wie meine Mutter schon sagte: „Bub, Du denkst zu viel!“