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25405 & 25406 – Gartenrotschwanz
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Bei mir wohnt jetzt ein Gartenrotschwanz-Pärchen. Und das muss das wirklich wollen, denn wenn ich mir den Wikipedia-Artikel zu Gartenrotschwänzen anschaue, sollte es in nächster Nähe bessere (wenigstens aber zahlreiche andere) Nistplätze geben. Nun gut, die zwei werden ihre Gründe haben.
25405
Für das Bild des Weibchens habe ich heute eineinhalb Stunden warten müssen. Klingt schlimmer als es war, ich saß auf meiner Terasse, hatte ein Buch dabei und die unvermeidliche Tasse Kaffee. Direkt neben meiner linken Hand das mittels eines Gummibandes an einer Konservendose befestigte Smartphone, schon auf das Vogelhaus ausgerichtet.
25404
Ich sollte das nicht mehr tun; irgendwelche Erwartungen an den Fortgang einer Geschichte oder zukünftigen Geschehens haben oder schüren. Zuerst bin ich von mir enttäuscht, später dann auch ihr.
Dabei gibt es manchmal ja auch gute Gründe, warum Tage anders als vorhergesehen ablaufen. Heute zum Beispiel scheitert der Lebensmitteleinkauf an einem entladenen Fahrradcomputer, der jetzt am Ladekabel hängt und hoffentlich wieder lädt. Im Inneren des Teils hat sich Kondenswasser gebildet, ich vermute, weil ich nach dem Akkutausch die Dichtung nicht vernünftig eingesetzt habe. Es gäbe Details zu berichten, warum ich „hoffentlich“ schreibe. Die erspare ich Euch und lasse es dabei, dass es weitere Erkenntnisse nicht vor morgen geben wird.
Mein ideales Ich würde an einer solchen Stelle im Tagesablauf das Fahrrad ohne den elektrischen Antrieb benutzen und trotzdem einkaufen fahren. Nehmt dies, ihr Umstände, ihr widrigen, nicht mit mir, würde es sagen, mein Wille ist ungebrochen und keine Hürde hoch genug, um nicht von mir übersprungen zu werden.
Mein reales Ich würde sich lieber gekränkt ins Bett legen. Mach ich nicht, es lässt sich auch außerhalb des Bettes gut gekränkt sein. Aber, liebes Leben, wenn Du so scheiße zu mir bist, erwarte bitte nicht, dass ich heute noch auf irgendeine Weise zur Zusammenarbeit bereit bin. Nichts mach‘ mehr, nichtmal Dinge, die ich selbst für sinnvoll halte.
Soweit, so bescheuert.
Und jetzt, wo ich das aufgeschrieben sehe in all seiner selbstdestruktiven Beschränktheit …, vielleicht mach‘ ich ja doch noch was. Irgendwas.
25403
Meine Tochter, die eine kluge Frau ist, sagte mir einmal, ich solle nicht benennen, worüber ich nicht schreibe, sondern es einfach lassen. Ich versuche, mich daran zu halten.
Und mensch könnte sich fragen, ob nicht dieser erste Absatz schon zuviel ist, legt er doch nahe, es könne Dinge geben, über die ich nicht schreibe. Und warum wird das gerade jetzt wichtig?
Alles müßig, mir fällt nur gerade nichts anderes ein und die Tochter ging mir durch den Kopf
<O>
Oder wartet …, am Anfang der Assoziationskette stand dieses Foto:
Es ist mein Lieblingsfoto der Madagaskarreise, die ich 2014 mit A. unternahm, und es hing lange in meinem Hauptaufenthaltsraum an der Wand, auch lange nachdem wir unsere Beziehung beendet hatten. Es erinnerte mich zuverlässig an alles, was gut war an unserer Beziehung (nicht auf die wehmütige Weise, sondern in freundschaftlicher Anerkennung all dessen, wofür ich sie schätze). Ich nahm es erst ab, als ich die Beziehung zu T. begann. Als ich es plus-minus ein Jahr später wieder aufhängen wollte fand ich es nicht mehr. Und jetzt habe ich es wiedergefunden, es lag in einem meiner Unbedingt-nochmal-lesen-Bücher.
<O>
Genug für heute, der Anfang der Assoziationskette ist beschrieben, vielleicht setze ich den Text morgen fort. Oder es wird wie mit diesen geplanten Serien, die direkt nach dem Pilotfilm abgesetzt werden.



