Ein historischer Moment in der Bloggeschichte: Habe heute zum ersten Mal seit deutlich über einem Jahr vergessen, einen Beitrag einzustellen. Eben – kurz vor dem Zubettgehen – ist es mir noch eingefallen. Und zugegeben, diese Zeilen sind nicht wirklich ein Beitrag. Und dann halt doch.
25347 – Stein für Stein
25346 – Ein Pausentag
Ein beschaulicher, trödeliger Tag, den ich überwiegend zum Aufräumen nutze. In dem bescheidenen Umfang, die ein Pausentag zulässt. Ich lege Dinge, die einen eindeutig zugewiesenen Platz außerhalb des Domes haben, in Türnähe. Baldiger Transfer ist angedacht, aber zu jedem Zeitpunkt, wo mir das Zeug bisher gerade mal wieder in den Fokus rückt, regnet es. Das Chaos rund um den Kreativtisch beseitige ich, indem ich es „wegbastele“. Meint: ich klebe aus übriggebliebenen Papierschnipselnein vorheriger Aktionen ein paar wilde Seiten ins Altered Book, verfolge zwischendrin eine andere kreative Idee, kehre zum Tisch zurück, bilde aus alten Landkarten und Stadtplänen einen Haufen, erlaube mir wegzuwerfen, was zu fitzelig oder nicht zuordenbar ist. Und bin erstaunt wie überschaubar plötzlich wieder alles ist.
Der Staubsauge kommt zum erstem Mal an seinen Platz in der Kammer, bei der Gelegenheit fallen mir die Haken ein, die ich dort anbringen wollte. Gedacht, getan, immer schön, wenn es mal schnell geht.
Stichwort „schnell“, nach ungefähr einer Woche Reifezeit bestelle ich die Spraydose mit dem Gelbton, der mir während des Lackierens der Lichtleiste ausgegangen ist. Ersatzbeschaffung im Baumarkt funktionierte nicht, Ersatzbeschaffung online beim Hersteller funktionierte nicht (derzeit nicht lieferbar), nebenbei hat der Farbton auch keine RAL-Nummer, dennoch bestelle ich einen sehr ähnlichen Farbton (RAL 1004, goldgelb) bei einem anderen Hersteller. Und feiere mich anschließend einen kurzen Moment für mein Flexibilität.
Jetzt aber wirklich Pause. Ich sitze an meinem Tisch, beklebe einen Bilderrahmen mit Streifen alter Zeitungen. Die Füße liegen hoch und alles, was ich brauche, ist in Griffweite. Nebenbei laufen Videos zu Fallout, ich höre sie mehr, als dass ich sie sehe. Alles sehr entspannt.
Und dann wird der Tag doch nocheinmal spannend. Per Email meldet sich ein von mir genutztes Konto, ob ich mich denn gerade einlocken wollte, ansonsten solle ich mich doch bitte melden. Ich bin milde alarmiert, der Link öffnet das Telefon mit einer vorgegebenen Nummer. Mensch weiß, dass niemals (!) auf Links in alarmierenden Mails zu drücken ist – und tut es trotzdem. Immerhin, ich rufe nicht an, sondern schicke „nur“ eine SMS. Vom Ergebnis her ähnlich, denke ich, fehlervermeidend während des Fehlermachens.
Denn natürlich war es eine Phishing-Mail, was ich auch schnell herausfinden konnte, indem ich mir die Kopfdatei der Mail anzeigen ließ. Aber dazu musste ich erst einmal weniger alarmiert sein. Ein komplett anderer Absender als jene Firma, auf deren Konto angeblich zugegriffen wurde. Eine kurze Internetrecherche bestätigt, das jene Firma mit ihren Kunden auf andere Weise Kontakt aufnimmt.
Ein kurzer Check des Kontos zeigt, dass alle Sicherheitsmechanismen greifen und sogar für mich eher anstengend zu überwinden sind. Gut so, denke ich mir zum ersten Mal.
Der Schaden ist überschaubar. Die Betrüger wissen jetzt, dass meine Email-Adresse aktiv ist und worauf ich thematisch anzusprechen bin, nämlich auf das Thema des vermutlich ebenfalls aktiven Kontos. Das kann zu weiteren Phishing-Versuchen und Spam-Mails führen, ich werde etwas aufmerksamer und bedachter sein müssen in der nächsten Zeit. Oder überhaupt, aufmerksam und bedacht klingt für mich zu allen Zeiten gut.
Und schwupps ist der Tag vergangen. Ich muss nun dringend eine Serie schauen, die heute mit ihrer zweiten Staffel an den Start geht, danach wird es vermutlich Fallout 4 für den Rest des Abends werden. Für die Entspannung nach der Spannungsspitze., ein Pausenabend nach dem Pausentag.
25345 – Der Bogen über Fensterfront
Auf die Gefahr hin, dass das hier gerade etwas monothematisch wird, dennoch ein Bild der Baufortschritte. Denn – im Guten wie im Schlechten – ich habe nichts anderes.
Gut zu sehen, dass ich immer noch nicht fertig bin mit dem Bogen. Was da dunkel über den Bauscheinwerfern herausschaut wird auch noch verkleidet. Zunächst aber ist die zweite Kammerwand dran.
Und während ich dann weiter so mich hin werkle, werde ich darüber nachdenken, was es denn sonst noch so im Leben und im Blog geben könnte. Versprochen.
25342, 25343 und 25344
Ich habe die Beiträge der letzten drei Tage der Lesbarkeit wegen nachträglich in einem Artikel zusammengefasst. Denn letztlich handelt es sich um einen (wenn auch kleinen) Bauabschnitt. Dabei gab es auch unwesentliche Veränderungen im Text. Anscheinend sind meine LeserInnen sehr fehlertolerant. Gut so.
25242 – Abschlüsse, so wichtig
Vorgestern habe ich die noch fehlenden Verkleidungen für den oberen Abschluss der Fensterfront geschnitten und heute dann die erste davon angebracht. Vorher noch etwas nachgedämmt und nachgeschliffen, außerdem der unvermeidliche Kleinkram.
Die Aktion ging noch weiter, als im Bild zu sehen ist. Denn eigentlich ist das alles nur Vorbereitung für den endgültigen Bau der Kammerwand. Das zeige ich dann mit dem nächsten Schritt.
25343 – Die Kammerwand entsteht
Auf den Bildern war es in der Vergangenheit vielleicht nicht so auffällig, dass die Kammerwände nur aus Pappe bestehen. Ein (zu) gut funktionierendes Provisorium, um früh ein halbwegs ansprechendes Geschmacksmuster zu haben.
Zudem musste ich auf einen guten Tag für die Verkleidung des Fensterbogens warten. Zum einen von der sinnvollen Aufeinanderfolge der Arbeitsschritte her gedacht, zum anderen aber auch auch wegen der unvermeidlichen Fummelei, die da auf mich zukäme.
Heute musste ich nicht viel nachdenken, was dran wäre.
25344 – Kammerwand fertig
Nur für den Fall, dass sich irgendjemand fragt, warum ich manche Arbeiten so lange hinauszögere: weil ich weiß, was auf mich zukommt.
Der ganze Rest ist nach diesem Fummelkram nur noch Formsache.
Und so groß ist der Unterschied zu vorher nicht. Vom Aussehen her betrachtet, andererseits, wenn wir jetzt einen Stuntmen dagegenwerfen, dann tut er sich weh.


