25529 – Illustrated Journaling

Vieles von dem, was ich so mache, mache ich zweimal in verschiedenen Techniken. Das zweite Mal gerne im Jounal, eher sorg- und mühelos, gedacht als Erinnerungshilfe, was wann entstand. Für die letzten zwei Tage sieht das dann so aus:Wer genau hinschaut sieht, dass die Ratte nicht schabloniert, sondern abgezeichnet ist. Bei diesen Einträgen geht es ganz ausdrücklich nicht um schön, sondern um die Illustration. Quick’n’dirty ist okay. Oder als Aufforderung: Mach‘ eine Skizze, einen Sketch, ein Bild dazu. Schreib‘ die Maße dazu oder was Du sonst für anmerkenswert hältst. Egal was und wie, alles übt.

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Und weil ich gerade das Journal fotografiert habe, die Idee, das zu tun, ist schon von Anfang des Monats. Obwohl da dann eigentlich stehen müsste, „wenn Dir mal nichts für den Blog einfällt, könntest Du …“.

Was Ihr da allerdings seht, ist NICHT das Original, sondern eine KI-verbesserte Version des ursprünglichen Bleistift-Eintrags, den Ihr nicht hättet lesen können. Der Zweck erfordert die Mittel zu selbigem. Oder so.

25524 – #hdnazt September 2026

Fallout-Tag hier im Blog. Ihr wisst schon, das Computerspiel. Ich bin noch dran, aber die Faszination ist weg. Diesen Monat waren es vielleicht zwei Abende, die ich drangesessen habe. Folglich gibt es auch nichts darüber (oder darüber, was es so auslöst in mir) zu berichten.

Ohne konkret etwas beschlossen zu haben, vermute ich, dass dies der letzte Beitrag dieser Reihe ist.

25518 – Wallander in Florida

25514 bis 25518  sind eine lange und möglicherweise unnötige Vorrede zu diesem Beitrag. Ich glaube, ich wollte zeigen, dass Beiträge wie dieser nicht aus dem Nichts heraus entstehen.
Die drei Beiträge so kurz wie möglich zusammengefasst: Künstlich-intelligente Videogenerierung ist jetzt soweit, dass es einem Autor gelingt, innerhalb von 2 Monaten eine qualitativ ausreichende, 55-minütige Episode von Doctor Who zu erstellen. Kollisionen mit dem Urheberrecht sind möglich, bisher gibt es aber keine Reaktionen der Rechteinhaber. Die Fans sind uneins darüber, ob sie die Episode mögen oder nicht.

Ich habe Euch Spekulationen versprochen, aber ist es eine Spekulation zu sagen, dass alles, was uns im Moment an KI-generierten Videoinhalten nicht gefällt, in einer nicht allzu fernen Zukunft – vermutlich eher einer unerwartet nahen Zukunft – als Problem gelöst sein wird? Ich glaube nicht.

Wirklich spekulativ wird es bei den geschätzten Kosten für das Projekt, die Schätzungen für die benötigte Hardware liegen zwischen 6.000,– und 12.000,– Euro, die Stromkosten für die Generierung lägen bei maximal 200,– Euro.

Meint: früher oder später, also früher, generiert oder verändert jeder, der über die entsprechenden Fähigkeiten und das entsprechen Engagement verfügt, Videoinhalte. Eher später und die entsprechende Neigung vorausgesetzt machen wir das dann auch zuhause.

Und mit dieser Setzung sind wir endlich dort angekommen, wo ich hin wollte. Wenn jeder beliebig lange Videoinhalte erstellen oder verändern kann, wird es neben vielen interessanten und legalen Inhalten auch solche geben, die mit dem Urheberrecht kollidieren. Sollten diese illegalen Produktionen auf Interesse stoßen, werden sie auch veröffentlicht, und zwar auf genau den Plattformen, die im Moment illegales Video-Streaming anbieten.

Um das zu verdeutlichen: Der erwähnte Fanfilm, die erste Episode der Unmade Season, bleibt von einem Rechtsstreit verschont, weil – spekulativ – die BBC ersteinmal schauen möchte, wie sich das Projekt entwickelt. Außerdem Pastiche und so, alles sehr ungewiß. Aber: mit jeder weiteren Folge entfernt sich das Projekt von seinem Fanfilm-Status hin zu einem tragfähigen Geschäftsmodell. Schon jetzt darf plausibel davon ausgegangen werden, dass das Projekt seine Kosten eingespielt hat. Je erfolgreicher das Projekt ist, umso mehr wird es zu einem Konkurrenzprodukt.

In der besten aller kapitalistischen Welten versteht der BBC die Produktion als eine Bewerbung auf Steroiden, kauft sich den Autor und lässt ihn machen. Denn die vorgelegte Episode spiegelt den Geist von Doctor Who sehr viel besser, als die von Disney produzierten Episoden. Ob dann mit oder ohne KI produziert wird, sei dahingestellt. Ich vermute mit, denn das ist das, was die großen Player wollen, Geld sparen und mit KI produzieren.

Wahrscheinlicher aber spekulativ kommt es zum Rechtsstreit und dem Autor wird die verdiente Einkommesquelle genommen. Kurz darauf werden anonym neue Folgen auf der Plattform Wir-streamen-alles.to veröffentlicht. Davor und vielleicht auch mittendrin Werbung für Glücksspiel und Pornoseiten,  was halt Geld bringt, ich bin da nicht so drin.

Um den qualitativen Sprung  des Geschehens zu benennen: dort, wo bisher nur die Rechte an einzelnen Filmen, Episoden oder Serien enteignet wurden, wird nun – ermöglicht durch die Verbilligung und Verallgemeinerung der Produktionsmittel – eine ganze Produktionslinie kopiert. Oder wie es, leicht hinkend, Mackie Messer ausdrückte: Was ist das Berauben einer Bank gegen ihre Gründung?

Zu unwahrscheinlich? Dann hört Euch das an, im Nachbaruniversum hat das dortige Marvel den in Ungnade gefallenen Schauspieler Jonathan Major im bereits gedrehten Material durch einen KI-generierten Ersatz ausgetauscht und konnte mit den auf viele Jahre angelegten Handlungsbögen fortfahren.

Hier in meinem Universum, aber erst in ein paar Jahren, kann ich mit wenigen Anweisungen den ersten Hulk-Film korrigieren, in dem Hulk erst- und einmalig von Edward Norton gespielt wurde. Jetzt sieht er aus wie Mark Ruffalo, der ihn in allen späteren Marvel-Filmen gespielt hat. Das ist genau die Sorte Konsistenz, die ich brauche.

In meiner Filmothek habe ich Blade Runner das gleiche Ende wie im Buch verpasst und in Shinning stirbt Jack Torrance wie im Buch bei einer Heizungsexplosion (statt in diesem verschneiten Labyrinth – obwohl das auch was hatte).

Und dann die schwedischen Krimiserien, die ich überhaupt erst anschauen kann, seit es möglich ist, sie mit wenigen Befehlen von ihrem plörrigen grün-braunen Farbschema zu befreien. Mensch muss da vorsichtig sein; wenn die aussehen, als spielten sie in Florida, passt das auch nicht mehr so gut.

Währenddessen hat der Autor der Unmade Season einen legalen Weg gefunden, seine Inhalte auszuspielen. Er liefert eine Rohfassung der Episoden aus, in denen ein uns unbekannter Hausarzt in einem Pixi-Klo durch Parallellwelten reist. Damit ist er Doctor Who so nah, wie er sein darf, ohne Doctor Who zu sein. Und wenn diese Fassung dann bei mir ankommt gehe ich ins entsprechende Forum und besorge mir einen besonders langen Prompt (Anweisung an die Video-KI). Zwanzig Bearbeitungssekunden später sieht der Hausarzt dann wie der 20. Doctor aus und das Pixi-Klo wie die Tardis, statt durch Parallellwelten wird durch die Zeit gereist und – falls ich die englische Version gewählt habe – alle Alliens sprechen mit britischem Akzent. So soll das sein.

Soweit es mich betrifft, ich freu‘ mich drauf.

 

 

 

25514 bis 25518

Vermutlich seid Ihr von Baustellengeschichten schon so gelangweilt wie ich. Lassen wir es also dabei: der gestern unterbrochene Elekrorückbau (einschließlich der Identifizierung der Stromzuleitung) wurde heute erfolgreich abgeschlossen.

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Wenden wir uns also Spannenderem zu, Künstlicher Intelligenz und Doctor Who. Was daran spannend sein kann, ist nicht selbsterklärend. Für beide Themen gilt, dass Menschen, die darauf zumindest aufmerksam sind, schon genug Inhalte dazu in die Timeline gespült bekommen – meistens ziemlich unentschiedenes oder oberflächliches Zeug – und vor diesem Hintergrund eher übersättigt als gespannt sind. Und die anderen, naja, die fanden beide Themen vorher schon nicht spannend.

Okay, unentschieden und oberflächlich kann ich auch. Aber um alle abzuholen braucht es etwas Hintergrund. Die Sache mit der KI ist schnell erklärt, sie kann stündlich mehr und wird alles verändern, möglicherweise schafft sie die Menschheit ab, möglicherweise nur den Kapitalismus, mit Sicherheit Jobs. Je nach Temperament und politischer Überzeugung hält mensch das für eine Katastrophe oder ein Heilsversprechen.

Doctor Who braucht etwas länger: Die Serie über einen Zeitreisenden, der immer mal wieder „regeneriert“ (meint: den Körper beziehungsweise den Hauptdarsteller wechselt), läuft seit 1963 in Großbritannien, später auch weltweit. Zwischendrin gab es mal 16 Jahre Pause, ab 2005 wurde die Serie fortgesetzt. Ab 2022 kommt Disney als Cooperationspartner dazu und produziert 2024/25 zwei anerkannt schlechte Staffeln. Danach steigt der Hauptdarteller aus der Rolle und Disney aus der Cooperation aus. Seitdem gibt es keine neuen Produktionen und Fans in aller Welt hoffen, dass irgendwann  – lieber gestern als heute – die Frage nach einem neuen Produzenten geklärt ist.

Um den Bezug zu mir herzustellen, bisher mochte ich KI-generierte Videoinhalte nicht und Doctor Who sehr. KI-Videos weil sie schlecht waren, Doctor Who obwohl es schlecht war (gelegentlich sehr hoher Trash-Faktor).

Ende der langen und leider notwendigen Vorrede.

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Vor drei Tagen stieß ich während des Frühstücks auf einen 55-minütigen Doctor-Who-Fanfilm. Das war unmittelbar nach Veröffentlichung. Ein Kanal namens The Unmade Season warb mit einem Doctor Who Reboot. Aus Neugier klickte ich darauf und blieb bis zum Ende davor sitzen.  So wie mir muss es auch vielen anderen gegangen sein, heute, also nur drei Tage später, hat der Film schon mehr als eine halbe Million Aufrufe. Über sein Entstehen ist im Begleittext folgendes mitgeteilt:

511.248 Aufrufe · Premiere am 06.09.2026
#DoctorWho #DoctorWhoFanFilm #DavidTennant
EPISODE 1 | Der Fluch von Kilmorag
[…]
Inoffizielles Fanprojekt, mit KI erstellt. Nicht von der BBC produziert oder von ihr unterstützt. Alle Figuren und Marken von Doctor Who gehören der BBC.
Erstellt als Parodie und Pastiche (siehe §30A des britischen Copyright, Designs and Patents Act 1988).
Diese Episode wurde von Thomas Vittlowe, einem Drehbuchautor, vollständig selbst geschrieben und in den vergangenen zwei Monaten produziert und geschnitten.
Ein großer Teil des Filmmaterials wurde mithilfe lokal ausgeführter Versionen der Modelle LTX 2.5 und MiniMax erzeugt. Dabei wurden nur minimale Ressourcen externer Rechenzentren verwendet.

Was ich, abseits jeder Detailkenntnis über TV-Serien-Produktion, für sehr, sehr überraschend halte. Denn ich fühlte mich gut unterhalten, der Geist der Vor-Disney-Ära war getroffen und alles sah gut aus. Ohne die gegebenen Vorinformationen wäre ich zu täuschen gewesen, denn alles, was billig aussah, hätte bei einer BBC-produzierten Folge genauso billig ausgesehen. Ich wiederhole, Doctor Who war mit seinen Spezialeffekten schon immer beängstigend nah am Trash. Soweit es mich betrifft, freue ich mich schon auf die angekündigte zweite Folge.

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Nun solltet Ihr diesen Beitrag nicht als Serienempfehlung missverstehen (obwohl ich das Video durchaus empfehlen würde, sowohl als vollgültige Doctor-Who-Folge, als auch als Machbarkeitsbeleg). Mir geht es mit diesem Beitrag darum, für mich den Zeitpunkt zu markieren, zu dem es für einen Autor möglich war, mit überschaubarem finanziellen und zeitlichen Aufwand einen Film zu produzieren, der meinen vermutlich überaus durchschnittlichen Qualitätskriterien gerecht wird.

Zum Zwecke der folgenden Diskussion müsst Ihr mir jetzt einfach glauben, dass der Film mit mancher der von Disney produzierten Folgen gleichziehen kann (oder ihn halt anschauen), denn natürlich löste der Film auch im Netz eine Vielzahl von Diskussionen aus und das sind die spannendereren Dinge, mit denen ich eingeleitet habe.

25515

Kommen wir also zu den spannenderen Dingen um die Unmade Season, den Einsatz künstlicher Intelligenz und Urheberrechten. Eigentlich müsste mensch beide Themen nochmal nach allgemeinen und speziell auf den Fanfilm bezogenen Aspekten unterteilen, aber wir sind hier nicht bei Akademikern, sondern …, naja, bei mir. Beides also nur genau soweit, wie es mich interessiert.

Meine Position in Bezug auf KI: sie ist ein Verstärker, der alles Schlechte schlechter und alles Gute besser machen kann. Weil sie sich in den Händen von Superschurken befindet, stehen uns in einer von multiplen Krisen geschüttelten Gesellschaft schwierige Zeiten bevor. Bei verantwortungsvollem Einsatz …, kurz, das Problem ist nicht die KI, es sind die Superschurken und deren Streben nach Dominanz.

Ein Fanfilm, der sich auch Dank Künstlischer Intelligenz sehen lassen kann, ist ein Krümel vom Tisch der Superschurken. Die Entwicklung geht weiter, warum nicht auch bei Fanfilmen? Wenn ich Fan-Fiction lese, interessiert mich weniger, welche Schreibmaschine der Hobby-Autor verwendet, sondern ob er gut schreibt. So auch bei Fanfilmen, wenn sie gut gemacht sind.

Aber ist The Curse of Kilmorag denn gut? Ja, weil er gut genug ist! Die Geschichte ist gut genug und falls sie mit Hilfe von KI geschrieben wurde, merkt mensch ihr das nicht an. Irgendwer hat auch ein Storyboard entwickelt (oder aus verschiedenen Vorschlägen der KI zusammengestellt). Und letztlich hat auch irgendwer all die anderen Entscheidungen bei Regie und Schnitt getroffen, die es halt zu treffen gilt. Und all das gut genug! Ich halte das für eine künstlerische Leistung, die nicht kleiner wird, weil KI zum Einsatz kam.

Nun wird von einigen kritisiert, an manchen Stellen und im Detail betrachtet sei der Einsatz von KI doch zu bemerken. Ich stimme zu, obwohl mich nichts davon im ersten Durchgang gestört hat. Der Fanfilm profitiert an dieser Stelle davon, dass seine professionellen Vorbilder, BBC und Disney, so schlecht vorgelegt haben. BBC hätte keine besseren Kulissen gebaut und Disney keine bessere Geschichte geschrieben, wir wissen das aus Erfahrung. Vor allem aber: Nichts von dem, was KI gegenwärtig noch erkennbar macht, wird erhalten bleiben. KI wird noch sehr viel besser werden, nicht zuletzt weil auch die großen Studios Interesse daran haben.

Aber, eigentlich geht es mir gar nicht darum, ob dieser Fanfilm gut oder schlecht ist, sondern darum, dass er möglich ist, und wie sich diese Möglichkeit zukünftig fortschreibt. Es geht mir darum, dass ein entschlossener Autor innerhalb von zwei Monaten ein Projekt umsetzen kann, das andere Menschen ansehen möchten, das halbwegs an profesionelle Produktionen mit großem Budget heranreicht und das … hey Leute, wenn das möglich ist, ist noch viel mehr möglich. Dazu später mehr. Nur müssen wir vorher noch kurz über Urheberrechte reden und das machen wir dann morgen.

25516

Denn natürlich hat es gar nicht lange gedauert, bis der erste Nicht-Fan des Fanfilms fragte: „Dürfen die das?“ Mich interessiert in diesem Zusammenhang eigenlich nur, wie es Herrn Tennant damit geht. Das hat mit meiner generellen Einstellung zum Urheberrecht zu tun. Ich bin bereit, das individuelle Urheberrecht eines Autoren oder sonstwie bildenden Künstlers zu respektieren, nicht aber das einer Firma (es sei denn, sie würde ihren Gewinn zu gleichen oder gemeinsam ausgehandelten Teilen an alle Beschäftigen ausschütten). Ja, das ist diskussionswürdig, soll für heute aber genügen und andeuten, dass mein Rechtsverständnis in Bezug auf das Urheberrecht möglicherweise etwas unterwickelt ist.

Nach meinem Verständnis ist Herr Tennant hier der einzig geschädigte (und zugleich auch der Einzige, dessen Name als #Hashtag genannt wird). Am Schwerwiegendsten erscheint mir der Kontrollverlust über sein Abbild. Es ist nicht okay, anderer Menschen Abbild ohne deren Zustimmung zu verwenden. Sogar wenn sie Schauspieler sind und diese Kontrolle in einem anderen Rahmen schon sehr weitgehend abgegeben haben. Diesen Rahmen haben sie gewählt, für jeden neuen Rahmen sollten sie gefragt werden. Hinzu kommt ein imaginär-realer Einkommensverlust (Wieviel hätte er verdient, wenn er die Szene real gespielt hätte?) und ein abstrakter Einkommensverlust, er dadurch entsteht, das reales Schauspiel entwertet wird, wenn es durch künstlich geschaffene Darsteller ersetzt werden kann.

Die Macher des Fanfilms beziehen sich auf §30A des britischen Copyright, Designs and Patents Act 1988. Der Film sei erstellt als Parodie und Pastische (ein Pastiche ist ein Werk, das bewusst den Stil, die typischen Merkmale und die Figuren eines bestehenden Werkes nachahmt, ohne unbedingt eine Parodie zu sein; ich musste das nachschauen). Die Verwendung von Herrn Tennants Abbild sei „Fair Dealing“, was in etwa dem amerikanischen „Fair use“ entspricht. Und an der Stelle würde ich mitgehen. Ich habe gerade mal die Zeit gestoppt, Herr Tennant erscheint exakt 25 Sekunden zu Beginn des Films, solange dauert die Regeneration von ihm als 14. Doctor zu einem komplett KI-generierten 15. Doctor. Danach gibt es keine Abbildungen realer Schauspieler mehr.

Bleibt die Sache mit dem Pastiche und der angekündigte zweiten Folge. Und einer möglichen dritten und vierten, denn warum sonst sollte der Kanal The Unmade Season heißen? Ich vermute, je mehr Episoden erscheinen, umso weniger kann dann noch von einem Pastiche gesprochen werden. Und spätestens wenn ein erkennbares Einkommen mit den Episoden erzielt wird oder auch nur theoretisch möglich wäre, wird die Frage, „ob die das dürfen“ neu gestellt werden. Nicht nur von den (Nicht-)Fans.

Gerade nachgeschaut, Stand jetzt, rund fünf Tage nach Erscheinen und rund 650.000 Aufrufen des Films, gibt es noch keine Reaktion seitens des BBC oder von Herrn Tennant. Dafür wird in den Fan-Foren wild diskutiert.

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Unglaublich. Ich habe jetzt drei Tage lang nur Grundlagen geschaffen (vielleicht zuviele, vielleicht sogar unnötige), nur damit Ihr mir morgen halbwegs informiert folgen könnt und schonmal der Rahmen geschaffen ist, innerhalb dessen ich fröhlich vor mich hin spekulieren möchte.

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Pausentag

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Abschluss des Artikeles → hier lang.

25493 – #hdnazt

Die monatliche Fallout 4 Berichterstattung. Immerhin habe ich zwischendrin ein paar Notizen gemacht, ansonsten hätte ich das Gefühl, dass eigentlich nichts Berichtenswertes geschehen ist.

Am Interessantesten sind meine Erfahrungen damit, mir von Künstlicher Intelligenz helfen zu lassen. Was dort am Erfolgreichsten ist, wo es schon Quellen gibt, zu denen mensch dann geht, seien es Videos oder Texte. Sobald ich versuchte, nur mit den Angaben aus der KI selbst zu arbeiten, sagen wir für eine Wegbeschreibung oder eine bestimmte Vorgehensweise, ging das immer nur sehr eingeschränkt. Niemals waren die Tipps wirklich falsch, aber es schien mir, als ob so eine KI nur unvollkommene Ideen davon hat, woran sich Menschen orientieren, wenn sie von A nach B wollen. Die ganze Nummer war immer sehr anfällig für Mißverständnisse.

Dann überraschte mich ein Abend sehr, indem er zur tiefsten Nacht wurde (4.00 Uhr) während ich mich darin verlor, eine neue Unterkunft für meinen Charakter zu bauen. So mit Bildern an der Wand und einer Leseecke, alles sehr gemütlich für ein Leben in der Apokalypse. Aber das Was finde ich gar nicht so wichtig, sondern dass das überhaupt geschehen ist, dass ich tatsächlich über der Aufgabe die Zeit vergessen habe. Denn ganz oft habe ich einen maulenden Pubertierenden im Hinterkopf, der halt mitkommt, weil er muss,  und dann bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit „Laaangweilig!“ sagt. Niemals laut, aber mit großer Beständigkeit. Und der war einfach mal still. Sehr schön.

Aber auch an langweiligen Spieleabenden kann gelegentlich Unerwartetes geschehen. So geschehen während einer Sidequest in irgendwelchen Tunneln, in denen ich zuvor schon einmal eine Hauptquest nicht abschließen konnte, weil …, naja, weil ich eben nicht fand, worüber ich jetzt unerwarteterweise fiel. Und schon hat das virtuelle Leben wieder Sinn!

Kurz, mein Leben in der Apokalypse ist gerade etwas unausgeglichen, mal läuft’s ganz gut und zu anderen Zeiten habe ich das deutliche Gefühl, jetzt eigentlich alles erlebt zu haben, was es dort zu erleben gibt. Aufhören und sich einer anderen Spielewelt zuwenden wird zu einer Option.