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Auch heute hat es die Pläne verregnet. Das Gute daran: ich konnte mit dem Teppich weitermachen. Das Schlechte daran: auch damit hatte ich Schwierigkeiten. Die ganze Geschichte sieht nun etwas unordentlich aus und das war nicht die Anmutung, die mir vorschwebte. Aber – um ehrlich zu sein – die Anmutung ist nicht nur am mehr oder minder ordentlichem Handwerk gescheitert, sondern auch daran, dass ich mir Muster vorgestellt habe, die mit dieser Anordnung der Kettfäden nicht herzustellen sind. Was ich zu spät, nämlich heute, bemerkte.

Das Gute im Schlechten: Weil die ganze Sache ein großes Experiment ist und außer mir ohnehin niemand weiß, wie ein ideales Endergebnis ausgesehen hätte, ist das alles ziemlich egal. Jugend forscht!

25241 – Das Täschchen

Ein kleiner Nachschlag zum Tarot-Beitrag von vorgestern. Im Bild ist das Täschchen, in dem die selbstgezeichneten Karten aufbewahrt waren. Und das ist noch aus einem anderen Grund interessant, Ihr könnt es als Geschmacksmuster nehmen für die Art Taschen, die ich zwischen zwanzig und fünfundzwanzig gerne mit mir herumtrug. Wie die im Bild waren sie selbstgenäht, allerdings etwas größer (mindestens die Größe eines dicken Buches) und mit einem breiteren Band. Ansonsten passt alles, die Sichtseiten zeigten immer ein farblich zusammenpassendes Patchwork, sie hatten ein Innenfutter und der Rand war durch einen Stoffstreifen gefasst. Mir ist vollkommen unklar, warum diese kleine Tasche die einzige ist, die es durch die Zeit gepackt hat. Ich kann mir keine Umstände vorstellen (beziehungsweise erinnern) unter denen ich mich von einer dieser Taschen (ich erinnere zwei weitere und eine sehr ähnliche) getrennt hätte. Aber da sie nicht mehr da sind …

Nicht, dass ich sie heute noch tragen würde, aber damals …, sie passten supergut zu den langen Haaren und dem weiten, olivgrünen Hemd aus dem Armee-Shop, sehr hippie-stylish. Ich glaube, ich würde den jungen Mann von damals auch heute noch mögen. Nur ernstnehmen würde ich ihn nicht mehr.

25101 – Gut so

Vermutlich hat mir nichts besseres als die materialmangelbedingte Baupause passieren können. Es ist ein großer Luxus, einen Tag zu beginnen, ohne zu wissen, was mensch mit ihm tun wird. Bei mir sind heute zwei Projekte fertig geworden, denen Ihr vor über vierzehn Tagen mit genau der Idee, sie fertig zu machen, schon einmal begenet seid: Der Kleiderständer und das Deltacom-Schild.Letzteres ist nur sehr bedingt fertig. Sagen wir, es ist in dieser Version fertig. Ich bin mit den neugewählten Farben nicht zufrieden. Vor allem aufgrund schlecht gewählter Grauwerte wirkt das Schild je nach Lichtverhältnis sehr verschieden und nicht immer gut.

Über dieser Unzufriedenheit habe ich eine Arbeitstechnik wiederentdeckt, die ich für eine neue verbesserte Version verwenden werde: Den Entwurf mit farbiger Pappe. Farbige Dreiecke ausschneiden und solange neu legen, bis das Ergebnis stimmt. Mondrian und Matisse haben in ihren späten Lebensjahren so gearbeitet. Und wenn die das konnten …

25097 – Vogelhäuschen

Auf Nachbarin C.’s Geburtstagsfest habe ich ein Vogelhäuschen vom Lagerfeuer gezogen, das …, nein, es war nicht renovierungsbedürftig, es war jenseits jeder Renovierungswürdigkeit.

Mir war von Anfang an klar, dass ich es mit einfachsten Mitteln und „lowest lower level“ wieder bewohnbar machen wollte. Und so habe ich an zwei verschiedenen Tagen in der Vergangenheit zunächst die Teile wieder miteinander verklebt, die irgendwie noch zu erhalten waren, und dann die Wände ersetzt (eine regelmässige Leserin des Blogs hat schon einmal zwischen diesen Wänden gewohnt, Grüße an F. gehen raus). Heute gab es dann das Dach und das kleinteilige Gewerke drumherum, damit es zum Reinigen auch wieder abzunehmen ist.

Schon seit einiger Zeit versuche ich, meinen Perfektionsanspruch zu brechen. Der Dome war und ist da eine gute Übung, aber an anderen Stellen kommt er (der Anspruch, nicht der Dome) mir gelegentlich doch noch in die Quere. Bewusst unperfekte Vogelhäuschen sind da eine gute Übung. Wir dürfen nächstes Frühjahr gespannt sein, was die Vögel davon halten.

<O>

Bis dahin gilt: 

Done is better than perfect!