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Die Idee mit den Kacheln nach mehr als einem halben Jahr Pause wiederaufgenommen. Sechs von sieben hier im Bild.
Und nochmal die von heute. Ich bin recht zufrieden damit.Wer sich nicht erinnert, was es damit auf sich hat, schaut hier.

PS Es fragt sich ja keiner, aber wenn sich jemand fragen würde, warum da über Monate die seltsamen Klebeband-Schnipsel auf meinem Kreativtisch rumliegen,  dann hätte er jetzt eine Antwort.

25461 – Feigenblatt

Nach sechs sehr einseitigen Webtagen tut es gut, heute mal wieder einfach in den Tag hinein zu werkeln. Einfach mal was auszuprobieren, zum Beispiel den Abrieb des abgefallenen Feigenblattes.

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Und abends ruft dann das Ehrenamt. Thekendienst im Nachtlicht, zum ersten Mal überhaupt in der Frühschicht, denn dort ist heute zum wiederholten Male Karaoke angesagt. Die Erfahrung mit den vorherigen Veranstaltungen hat gezeigt, dass an solchen Abenden besonders viel los ist. Wir sind zu dritt im Dienst, trotzdem bin ich gespannt, wie es gehen wird. Meine Erfahrung mit den deutlich weniger gut besuchten Spätschichten hat mir gezeigt, dass ich mit drei gleichzeitig aufgegebenen Bestellungen schon am Limit arbeite.

25385 – Brückentag, oder so

Gestern Abend Thekendienst im Nachtlicht, an den Nächten nach dem Dienst wird es  oft zwei oder drei Uhr, bis ich ins Bett komme. Entsprechend spät und dennoch unausgeschlafen stehe ich heute auf, nur um dann den ganzen Tag lustlos-matschig, naja, anwesend zu sein. Was ein kleiner Nachmittagsschlaf werde sollte wird dann unbeabsichtigt zur zweiten ausgedehnten Schlafperiode. Schwupps ist der Sonntag rum.

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Ebenfalls rum: der Otto-Mueller-Schnellkopiermonat. Zum Abschluss Kirchner, Mueller und Heckel im Baumvergleich.

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Ich bin gerade etwas formulierungsfaul. Ungünstig wenn die Dinge, die ich erzählen könnte (z.B. die Zigarrenkistenrenovierung, ich mag sie sehr, diese alten hölzernen Zigarrenkisten), etwas Überlegung und sehr viel Möglichkeitsform erfordern.

Von daher muss es für heute bei dem Hinweis bleiben, dass dieser Monatsübergang schlecht vorbereitet und etwas unentschieden ist. Das Raster für den Kreativkalender ist noch nicht gezeichnet, auch fehlt es mir noch an einer Idee für ein zeichnerisches Monatsprojekt.

Stichwort Monatsprojekt, mein Otto-Mueller-Projekt ragt zwei Tage in den Mai hinein, weil erst nach diesen zwei Tagen das alte Vokabelheft, das ich dafür benutze, voll ist. Ich mag so etwas, ein Projekt in genau einem Vokaelheft, fertig.(Kurze Erläuterung für neu Hinzugekommene: Die obere Skizze entsteht unter Zeitdruck – zwei Minuten mit dem Timer gestoppt -, danach kommt der Rahmen, die Farbe und alles, was bei mir unter „retten, was zu retten ist“ läuft , keine Limitierung.)

25375 – Rahmen und Farbe

Mit meinen „2-Minuten-Schnellkopien“ habe ich anscheinend einen Punkt bei mir getroffen. Sie machen mir Spass und ich bin mit den Ergebnissen zufrieden. Heute so:Zugegebenermaßen keine große Kunst, nichtmal kleine, aber der bisherige Sieger im Zeit-Leistungs-Test, viel gutes Gefühl für wenig Einsatz. Und sagen wir als handgemalte Geburtstagskarte für einen befreundeten Menschen …, der würde sich doch freuen.

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Der Künstler, den ich da aus einem Bildband kopiere, heißt Otto Müller. Über den gibt es bei Wikipedia einen Artikel, der auch Kritik mehr als andeutet:

Eine kritische Aussage in der Ausstellung stellt fest, dass Muellers nackte Frauenkörper als „sexualisierend und objektifizierend“ aufgefasst werden könnten. Nach einer anderen Aussage seien Muellers Bilder von Sinti und Roma eine Fortführung herkömmlicher Stereotype über diese Volksgruppe.[8]

Letzteres ja, ersteres nein, solange ich auch draufschaue. Im Gegenteil, was mich an seinen Bildern fasziniert, ist die Beiläufigkeit der gezeigten Nacktheit. Es ist die Nacktheit der – gelegentlich als prüde beschimpften – FKK-Strände, nicht der Spelunken und Bordelle. Wikiart zeigt viel von seinem Werk, am besten, Ihr macht Euch selbst ein Bild.

Eigentlich zeigt Wikiart sogar zuviel von seinem Werk. Otto Mueller hat durch seine Frau Maschka sein gesamtes Frühwerk (überwiegend Ölbilder) verbrennen lassen. Erhalten sind nur gelegentliche Fotografien und was sich nicht mehr in seinem Besitz befand. Er hat sich mit diesen frühen Bildern, trotz technisch überzeugender Ausführung, nicht mehr identifiziert. Dass durch die chronologische Anordnung seiner Bilder auf wikiart, die wenigen erhaltenen Frühwerke den Rest des gezeigten „framen“ kommt mir falsch vor.

Wenn Euch also an den von mir gezeigten Skizzen irgendwas „sexualisierend und objektifizierend“ vorkommt, dann bin ich das, nicht Otto. Sorry, ist nicht so gedacht, aber im Zweifel nehme das mit Bedauern auf mich.