Ich bin gerade sehr frustriert. Und das nachdem im ersten Teil des Tages alles sehr schön lief. Ohne weitere Planung beschließe ich am Morgen, dass heute der Tag sein würde, an dem der große Bildschirm seinen Platz bekäme. Eine zunächst angedachte, boden- beziehungweise regalständige Ausführung neben dem Bett verwarf ich früh im Prozeß als zu statisch. Letztlich kam ich wieder bei Aufhängen heraus; ich mache das gerne, Bildschirme aufhängen.
Die ersten Funktionsprüfungen mit dem Chromecast gelingen alle und ich sehe einen gemütlichen Fernsehabend auf mich zukommen.
Der gewählte Ort für den Bildschirm mag ungewöhnlich erscheinen, die Wahl ist der Versuch, das großformatige Teil möglichst wenig im Sichtbereich zu haben, es – wenn auch unvollkommen – etwas unauffälliger zu machen. Ich denke, das ist gelungen.
Ich war also ganz zufrieden mit mir, nur noch schnell …
Großer Fehler, nur noch schnell … . Den PC dazu überreden, den Chromecast zu bespielen, kann ja eigentlich nicht so schwer sein. Anfangs kann ich wenigstens aus dem VLC-Player Filme abspielen, mehr will ich eigentlich nicht, zumindest nicht für diesen Abend. Wenn es einfach ginge fände ich es auch schön, den ganzen Bildschirm zu streamen, aber das ist eigentlich nur optional. Mittelfristig kommt der PC unterhalb des Bildschirms zu stehen und wird direkt als Monitor verwendet, dann ist die Streaming-Variante ohnehin nicht mehr notwendig.
Ich mache es kurz, nur-noch-schnell wuchs sich zu einer mehrstündigen Aktion aus, an deren Ende steht, das keiner der schon funktionierenden Wege, einen Inhalt von PC, Phone oder Tablet zum Bildschirm zu streamen funktioniert, keiner – nothing, nada, niente -, alles zerschossen. Jetzt bin ich am Ende meiner Konzentrationsfähigkeit angelangt, will auch nicht mehr und mache für heute Schluß mit (un)lustig. Kann keiner sagen, ich hätte es nicht versucht.
