25335 – Everything is a remix

Als ich mit dem Einzug in den Dome begann, dachte ich, ich würde ganz viel neues Zeug kaufen oder auch kaufen müssen. Mit der Aktion heute ist mir klar geworden, dass ich nur die alten Sachen neu zusammenstelle. Und Spaß dabei habe.Die ehemals ovale Tischplatte hat mittlerweile den zweiten Zuschnitt und die dritte Verwendung gefunden. Eigentlich die vierte, wenn mensch die dazuzählt, die war, bevor ich die Platte auf dem Sperrmüll fand, was mittlerweile auch über dreißig Jahre her ist.

Darüber, die Platte an dieser Stelle einzubauen, hatte ich schon ein/zweimal nachgedacht. Die Nachttischchen sind heute spontan dazugekommen. Zunächst eigentlich nur, um die Platte zur „Anprobe“ in der halbwegs richtigen Höhe zu halten. Aber dann fand ich’s gut genug, um alles mit ein paar kleinen Anpassungen genau so umzusetzen.

Um ganz zufrieden zu sein, muss ich noch die dreieckige Lücke zwischen den Nachtischchen optisch auffüllen, auch aufwerten, vielleicht durch einen Boden und ein Regal(chen), vielleicht durch irgendetwas gänzlich anderes. Bin gespannt, was es wird.

25333 – #12von12 März 2026

Zwölf am Zwölften ist eine regelmäßige Aktion von „Draußen nur Kännchen“, dort gibt es noch mehr Menschen, die ihren Zwölften mit zwölf Bildern schildern.

Versehentlich habe ich schon den 5. im 12von12-Modus verbracht und ursprünglich plante ich die Veröffentlichung für heute. Hose wie Jacke, #wmdedgt wie #12von12. Oder so.

Davon bin ich abgekommen, dennoch seien die 12von5 als Bonus vorangestellt. Wer dazu etwas wissen will, kann  dort nachlesen.

<O>

MorgensDie Sonne hinter den Bäumen.
Der Platz, an dem ich in den Tag komme.
Die Linie des Tages.

MittagsMittagessen im „Junkers 23“.
Lebensmitteldiscounter.
Und alles einsortiert.

NachmittagsAusfall des Fahrradcomputers auf dem Heimweg. Diagnose: Akkuschaden.
Dem Vogelhaus als Schutz gegen Räuber den Vorbau abgesägt.
Magnete unter dem Küchenregal ersetzen nun den Messerblock.

AbendsSymbolbild Nachnachmittagsnickerchen
Fallout gespielt
Und ins Bett

25332 – Dachschaden

Heute morgen bemerke ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung in der spiegelnden Scheibe des gegenüberstehenden Bauwagens. Und wie das so ist, wenn wir etwas gespiegelt bekommen, wir sind nicht immer froh damit. So auch in diesem Fall. Ein Teil der Plane, die das Dome-Dach bildet, flattert im Wind. Dass sie locker ist, weiß ich schon lange. Ich habe sie sogar schon einmal provisorisch mit ein paar Klebebandpunkten am Flattern gehindert, damit ich entsprechendes Reparaturmaterial besorgen und die Reparatur zu einem späteren, besseren Zeitpunkt ausführen könnte. Wir wissen, es gibt kaum etwas Beständigeres als Provisorien.

Die Verschleppung dieser notwendigen Reparatur ist eine Mischung aus Vergesslichkeit und Verdrängung. Seit dem ich vom Dach gefallen bin (mit allen unerfreulichen Konsequenzen daraus), gehe ich nicht mehr gerne darauf. Die Stellen, die jetzt aufgehen, sind genau die, die ich nach meinem Unfall noch aufführen musste, um dass angefangene Dach fertigzustellen. Mir war nicht wohl auf dem Dach, die Verarbeitungstemperatur des Klebers war gerade so eingehalten und vermutlich arbeitete ich einfach schlecht.

Heute muss ich bemerken, dass nicht etwa eine wundersame Selbstheilung stattgefunden hat, sondern alles noch schlimmer geworden ist. Vor allem aber: es besteht dringender Handlungsbedarf, so einer von der unaufschiebbaren Sorte. Ich muss auf’s Dach und das Ganze wenigstens provisorisch (siehe oben) mit ein paar Klebepunkten  fixieren, bis ich es richtig machen kann.Von der Dome-Spitze hängt noch immer und absichtlich das Sicherungsseil herunter – vermutlich lebt darauf und darin noch viel mehr als nur das sichtbare Laubmoos -, das dennoch funktionstüchtig ist. Ich ziehe mir also das Sicherungsgeschirr an und steige ungefrühstückt aufs Dach. Die gute Nachricht ist: ich fühle mich sicher, anscheinend habe ich meine Ängste in Bezug auf die Dacharbeiten verloren. Es gibt sie also doch, die wundersame Selbstheilung. Die schlechte Nachricht: bei nahem betrachtet sieht alles noch viel schlechter aus und die Reparatur wird aufwändiger, als ich mir das wünsche. Und vor allem: un-aus-weich-lich!

Aber heute wird daran und dafür nichts mehr geschehen. Im Zusammenhang mit der Reparatur gilt es, einen Zielkonflikt aufzulösen oder irgendwie damit umzugehen. Neben der schlechten Arbeit gibt es einen zweiten, physikalischen Faktor, der das Aufreißen begünstigt. Die Plane zieht sich im Winter wegen der Kälte zusammen und gibt Spannung auf die Klebenähte. Im Idealfall halten auch die schwächsten davon dieser Spannung stand, andernfalls reißen sie auf. Folglich, Ziel Eins, würde ich gerne im Winter kleben, wenn die Plane maximal zusammengezogen ist, damit Spannung gar nicht erst entstehen kann (und mit den Falten, die es dann bei sommerlicher Ausdehnung gäbe, könnte ich leben). Andererseits, Ziel Zwei, würde ich gerne im Sommer arbeiten, weil der Kleber eine Mindestverarbeitungstemperatur von fünf Grad hat, alles darüber aber deutlich hilft (die anderen, guten Nähte beweisen das auch, sie wurden bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein ausgeführt). Der Kompromis liegt irgendwo dazwischen. Vermutlich irgendwo im Frühsommer, also schon ganz bald. Hmm …

 

25331 – Achterbahn

Ich bin gerade sehr frustriert. Und das nachdem im ersten Teil des Tages alles sehr schön lief. Ohne weitere Planung beschließe ich am Morgen, dass heute der Tag sein würde, an dem der große Bildschirm seinen Platz bekäme. Eine zunächst angedachte, boden- beziehungweise regalständige Ausführung neben dem Bett verwarf ich früh im Prozeß als zu statisch. Letztlich kam ich wieder bei Aufhängen heraus; ich mache das gerne, Bildschirme aufhängen.Die ersten Funktionsprüfungen mit dem Chromecast gelingen alle und ich sehe einen gemütlichen Fernsehabend auf mich zukommen.

Der gewählte Ort für den Bildschirm mag ungewöhnlich erscheinen, die Wahl ist der Versuch, das großformatige Teil möglichst wenig im Sichtbereich zu haben, es – wenn auch unvollkommen – etwas unauffälliger zu machen. Ich denke, das ist gelungen.Ich war also ganz zufrieden mit mir, nur noch schnell …

Großer Fehler, nur noch schnell … . Den PC dazu überreden, den Chromecast zu bespielen, kann ja eigentlich nicht so schwer sein. Anfangs kann ich wenigstens aus dem VLC-Player Filme abspielen, mehr will ich eigentlich nicht, zumindest nicht für diesen Abend. Wenn es einfach ginge fände ich es auch schön, den ganzen Bildschirm zu streamen, aber das ist eigentlich nur optional. Mittelfristig kommt der PC unterhalb des Bildschirms zu stehen und wird direkt als Monitor verwendet, dann ist die Streaming-Variante ohnehin nicht mehr notwendig.

Ich mache es kurz, nur-noch-schnell wuchs sich zu einer mehrstündigen Aktion aus, an deren Ende steht, das keiner der schon funktionierenden Wege, einen Inhalt von PC, Phone oder Tablet zum Bildschirm zu streamen funktioniert, keiner – nothing, nada, niente -, alles zerschossen. Jetzt bin ich am Ende meiner Konzentrationsfähigkeit angelangt, will auch nicht mehr und mache für heute Schluß mit (un)lustig. Kann keiner sagen, ich hätte es nicht versucht.