Ich weiß auch nicht, ob ich oder irgendjemand sonst solche Bilder braucht. Vielleicht zum Beweis, dass mensch entgegen jeder vernünftigen Vermutung doch noch alle Tassen im Schrank hat. Ist aber auch egal, ob brauchen oder nicht, ich habe heute alle meine Bilder gesichert, meint: von meinem Google-Konto auf den heimischen PC gezogen.
Das war nicht ganz freiwillig, Google mäkelt schon eine ganze Weile herum, mir ginge demnächst der Speicherplatz aus und ich solle doch mal überlegen, ob ich nicht ihr Super-Duper-Angebot annehmen möchte, für nur wenige Euro …, Ihr wißt schon. Und nein, möchte ich nicht.
Lieber möchte ich meine Bilder mittels intelligenter Funktionen auswählen und auf den heimischen PC ziehen. Sagen wir „alle Bilder, die vor dem 5. April 2023 aufgenommen wurden“, dann wäre wieder Platz und ich könnte weiterhin jeden Laternenpfahl in Gießen mehrfach fotografieren. Ich halte das für eine realistische Erwartung und spätestens an dieser Stelle sollte ich vorsichtig werden, die Welt erweist sich gegenüber meinen Erwartungen oft als widerständig.
Um es abzukürzen, Google Photos ist nicht darauf angelegt, große Datenmengen auszuwählen und herunterzuladen. Dass es geht, mühsam und händisch, muss genügen. Genau so habe ich es dann auch gemacht und dabei über Alternativen nachgedacht.
Denn die gibt es durchaus. Mir fällt da als erstes ein großer Schweizer Anbieter ein, dessen Werbung zumindest sympathisch genug ist, mich über ein kostenpflichtiges Angebot nachdenken zu lassen. Oder ein eigener Server im Heimnetzwerk, ich traue mir die Frickelei zu, auch wenn ich wenig Lust darauf habe. Wir dürfen gespannt sein, ob ich mich wirklich umorientiere, denn solche Überlegungen sind nicht neu und kommen nur hoch, wenn die Bequemlichkeitsfalle, in die wir alle so gerne tappen, mal wieder reibt und wehtut. Aber wenn was passiert, dann erfahrt Ihr es zuerst.
