Heute hatte ich Besuch von R&R, einem befreundeten Paar aus früheren Tagen. Zuletzt gesehen haben wir uns beim Geburtstag meines Sohnes. Und weil im Alter selten viel geschieht, mussten wir uns nicht auf irgendeinen Stand, geschweige denn den neuesten, bringen und konnten den Tag plaudenderweise mit meistenteils leichten Themen angenehm verbringen. 
Weil wir uns sehr lange nicht mehr an meinem Wohnort getroffen haben, gab es auch die obligatorische Platzführung. Ich mache solche Führungen wirklich gerne, weil sie mir immer auch einen „Blick von außen“ geben. Denn natürlich laufe ich die meiste Zeit ziemlich betriebsblind in der Gegend herum. Und selbst abseits der Betriebsblindheit entdecke ich bei solchen Gelegenheiten Details, die mir im Alltag entgangen sind.
So zum Beispiel die Hundehütte, die ich einmal für H.s Hund gebaut habe und die bei Nachbar B. eine neue Heimat gefunden hat. Sie ist aus mehr als einem Grund bemerkenswert, ich weiß noch, wo ich die Plane für das Dach geschenkt bekommen habe (Familienurlaub auf dem Wagenplatz in Boltenhagen – ob’s den wohl noch gibt?) oder woher die Panelbretter mit den roten und gelben Streifen her sind (aus dem Wagen, den Tochter H. als Jugendliche für sich renovierte, von ihr sind auch die Streifen). So um die fünfzehn Jahre alt, die Hütte, und nicht nur nutzbar, sondern auch benutzt. Ich mag solche Dinge.
