
Eins geht.

Eins geht.
Eigentlich wollte ich die Beete umgraben. Daraus, den Spaten zu suchen, entwickelte sich dann eine längere Aktion, in deren Verlauf ich den Schuppen nicht nur aufräumte, sondern auch umdekorierte.
Zwei Dinge dazu, erstens, durch die Verwendung von wenigstens ein paar der Abfalldreiecke wird es mir hoffentlich leichter fallen, mich von den immer noch reichlich vorhandenen zu trennen. Und zweitens, falls sich irgendwer von euch fragen sollte, ob es aufgrund der Dekoration nicht unsinnig umständlich ist, an das Holz zu kommen – ja! Das Ding ist: ich brauche kein Holz mehr. Alles, was ich an Holz hinter der Dekoration aufbewahre, ist reine Notfallvorsorge. Wird hoffentlich nie gebraucht, aber falls doch ist es da.
Das Beste an der Aktion: ich habe den Spaten gefunden.
Nachbarin M. hat das Gewächshaus adoptiert und nutzt es intensiv. Sie gießt morgens, ich bin der Abendgießer. Mir passt das Arrangement sehr gut, die letzten zwei, möglicherweise drei Jahre ist darin nichts passiert, weil ich regelmäßig die Anzuchtphase verpasst habe. In all den Jahren davor hat immer A. die Anzucht erledigt, mit dem regelmäßigen Gießen komme ich dann klar. Aber im Februar oder März daran denken, dass ich im April Pflanzen ins Gewächshaus setzen möchte, das bringt mich in die Überforderung.
Heute dann auch der erste Tag, in dem mir mehr Beschäftigungen an der frischen Luft eingefallen sind als für drinnen. Neben ersten Pflegearbeiten an den Beeten ist auch die Wiese gemäht.
Manchmal entwickeln sich Aufräumaktionen in ganz eigene Richtungen. So führt der Entschluss, dass die Lötstation endlich wieder an ihren Platz im Materialwagen kommt (statt mir im Dome eine der Kommoden zu belegen), zunächst zu einer weiteren Entscheidung, nämlich auf die geplante Innenbeleuchtung der Vitrine zu verzichten (für die die Lötstation dann noch weitere X Tage bis Wochen dort stehen würde, wo sie steht).
Vom Verzicht auf die Innenbeleuchtung für die Vitrine bis zum Gedanken, dass ich dann ja beginnen könnte, sie einzuräumen, war es nicht weit. Und so habe ich dann den Rest des Tages damit zugebracht, ehemals geliebte Dinge vom Wagen in die Vitrine zu tragen.
Um Euch nur ein Beispiel zu zeigen, hier der selbstgemachte Soma-Würfel:
Und ja, im Bild ist kein Würfel zu sehen, sondern es sind zwei Würfelhäften, die sich jeweils aus Polyformen* von Würfeln zusammensetzen.
Wobei erwähnenswert ist, dass ich den Würfel an allen Seiten (und selbstverständlich auch den vielen verdeckten Innenflächen) neu anschleifen musste. Denn auch der Würfel war Opfer des erlittenen Wasserschadens geworden und hatte an manchen Stellen Schimmel angesetzt. Eine angenehme und befriedigende Arbeit auf der sonnigen und üppig beschallten Terasse. Insgesamt ein guter Tag.
<O>
PS Direkt daneben das Pentomino, ein anderes Puzzle aus einer Würfel-Polyform.
* Polyformen (Übersicht mit KI)
Polyformen sind in der Unterhaltungsmathematik geometrische Figuren, die durch das Zusammenfügen identischer Grundpolygone (meist Quadrate, Dreiecke oder Sechsecke) entlang ihrer Kanten entstehen. Bekannte Beispiele sind Polyominos (Quadrate), Polyiamonds (Dreiecke) und Polyhexen (Sechsecke). Sie bilden die Basis für Parkettierungen und Kombinatorik-Rätsel.
Definition: Eine Polyform ist eine Verbundfigur aus
identischen Grundformen.
Polyominos: Zusammengesetzt aus Quadraten (z. B. Domino, Tromino, Pentomino).
Polyiamonds: Bestehen aus gleichseitigen Dreiecken.
Polyhexen: Bestehen aus regelmäßigen Sechsecken.
Polycubes: Dreidimensionale Polyformen, gebildet aus Würfeln.
Anwendungen und Eigenschaften
Polyformen werden oft verwendet, um zu untersuchen, wie bestimmte Formen eine Fläche lückenlos ausfüllen können (Parkettierung). Pentominos sind beispielsweise populär in der Puzzle-Mathematik.
Das Pferd, das ich gestern noch für halbtot hielt, war nur sehr erschöpft und hat mich heute doch noch ins Ziel getragen.
Der Tag beginnt trödelig, ziellos und auch ein wenig gedrückt, eine kleine Zeichenübung und das Journal halten mich eine Zeit lang beschäftigt. Dabei sitze ich auf der Terasse in der Sonne und unter besseren inneren Zuständen könnte alles gut sein.
Es muss früher Nachmittag werden bis ich spontan beschließe, mich der Lichtleisten-Misere von gestern zuzuwenden. Von da ab dauert es cirka eine halbe Stunde bis alles so ist, wie ich mir das schon für gestern wünschte. Das kleine Netzteil war defekt, mein Verdacht, das hinge mit der Lichtleiste zusammen, falsch. Jetzt hängt die Lichtleiste an der 12-V-Quelle, die mich bestimmt schon fünfzehn Jahre zuverlässig begleitet. Und funktioniert – ich bemerke, wie ich langsam wieder entspanne.