25534 – Im Zweifelsfall links-links

Es ist spät, bin gerade nachhause gekommen und werde noch schnell die Tagesberichterstattung durchhuddeln. Tagsüber habe ich Unordnung im Wagen zu Unordnung im Dome gemacht. Dadurch werden die nächsten Tage mit dem Versuch ausgefüllt sein, Dingen ihren festen Platz zuzuordnen.

Ab dem Nachmittag gab es einen Stadtgang (Doc, Bibliothek, Kleinteilsuche), der gegen sechs nahtlos in eine Veranstaltung des DGB überging. Ein Film wurde gezeigt, Die Unbesiegbaren (1953, DEFA), und in der Pause zwischen Film und der folgenden Podiumsdiskussion war Fingerfood angesagt. Nun hatte mich der DGB am Samstag auf der Demo gegen Sozialabbau schon mit seinem Merch überzeugt, ……, da würde das Fingerfood bestimmt auch nicht schlecht sein. Und so war’s dann auch. Das schlechteste am Abend waren die Beiträge des MdB Felix Döring (SPD) während der Podiumsdiskussion, sehr gut wiederfinden konnte ich mich in den Beiträge von Desiree Becker, die für Die Linke im Bundestag sitzt.

Auf dem Heimweg noch kurz vor Ladenschluß, meint: 22.00 Uhr, die notwendigsten Lebensmittel zusammengesucht. Die Kassiererin hat sich für ihre Freundlichkeit  zu später Stunde eine Spezial-Erwähnung verdient. Als wir uns verabschiedeten gingen im hinteren Teil des Ladens schon die Lichter aus.

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Und jetzt gemeinsam:

Wer hat uns verraten?

– Sozialdemokraten!*

25429 – Wo „bitte“ geht’s zum „lass“?

Sonntag Abend habe ich Euch von einer lange vergangenen Kunstaktion erzählt, in deren Verlauf die Worte „liebe“, „wunderbar“ und „ja“ im Gießener Stadtbild auftauchten. Hier nochmal das Bild von Sonntag, ich habe dieser Aktion etwas hinterher recherchiert.Die Information es hätte ein „hätte“ gegeben ist falsch, auch die „begierde“ in einer der Werkstätten des Stadttheaters gehörte nicht zur Aktion (worauf ich hätte kommen können, der Schrifttyp ist ähnlich, aber nicht gleich).

Jahre zurück habe ich schon eimal versucht, etwas über die Aktion in Erfahrung zu bringen. Damals ist mir das nicht gelungen. Heute ist mir mit Hilfe der KI meines Vertrauens gelungen, doch noch etwas herauszufinden. Die Worte wurden von der Künstlerin Roswitha Berger-Gentsch im Rahmen der Hessiale 2002, einer Landeskunstausstellung, angebracht. Insgesamt gab es fünf Wort-Bilder:

· „liebe“ (rot auf gelb) am Samen-Hahn-Haus
· „bitte“ an einer Garage in der Wetzsteinstraße
· „lass“ an einer Hinterhofwand an der Südanlage
· „ja“ in einem Hinterhof an der Rittergasse
· „wunderbar“ an der Bleichstraße

Die Serie hatte den Namen „Wunden sprechen“. Ziel war es nicht, diese Orte zu verschönern, sondern ihnen eine Stimme zu geben. Der Schriftzug „liebe“ wurde zum inoffiziellen Wahrzeichen der Stadt Gießen.

Eine der Quellen, ein Artikel in der Gießener Allgemeinen, beschreibt, „wie die ‚liebe‘ nach Gießen kam“ und noch etwas mehr drum herum. Wenn’s euch interessiert hier lang.

Von mir gibt’s nichts mehr, ich versuche jetzt, Bilder von „bitte“ oder „lass“ zufinden.

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Und als Bonus das „hätte“, das es nie gegeben hat: