25041

Gegen zwölf tauchen die ersten Menschen wieder auf dem (Fest-)Platz auf. Ab zwei auch die ersten Gäste von außerhalb. Gegen halb sieben ist stabile Feierstärke erreicht, R. macht Musik und das Feuer brennt. Leider macht heute das Wetter nicht ganz so gut mit wie gestern.

Ich mag die vielen Details der Deko.

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Leider kühl und regnerisch, auch am späten Abend. Das Fest findet unter Schirmen, Pavillons und in Innenräumen statt.

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Der Tag verging mit …, ja, was eigentlich? Nichts Wesentliches, Gewerkel an verschiedenen Stellen. Nebenbei kurz bei den Festvorbereitungen geholfen, als Neuerung zu den Vorjahren gibt es beleuchtete Kegel im Luftraum.

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Abends dann die Generalprobe für das Fest morgen. Hat alles geklappt, Musik, Alkohol, Feuer.

Ich fand mich sehr ungewohnt in der Rolle dessen, der „auflegt“. Umständehalber fiel der DJ des Vertrauens aus, sogar eine vernünftige Anlage fehlte und weil ich mit einer vor langer Zeit eingelagerten „Ersatzanlage“ dienen konnte, diese aufbaute und mit Musik aus einem alten Schlauphone testete, wurde ich die Position nicht mehr los. Und ich habe es wirklich versucht, musikalisch bin ich in den 7oer und 80ern hängengeblieben, ich bin ungeeignet für den Job und weiß es. Interessante Situation.

Weil ich es gar nicht hätte anders machen können, habe ich dann aufgelegt, worauf ich Lust hatte. Was – zu meiner Überraschung – einer Mehrheit gefiel, okay, je Alkohol/Kiff, desto besser. Die Bande ist normalerweise irgendwelches Elektrozeug gewohnt, dass ich zwar auch mag, wenn ich es auf Festen höre, aber weder benennen noch wiedererkennen kann. Vor allem aber, nichts davon befindet sich auf meinem Phone. Also sind wir gemeinschaftlich „down memory lane“, das Elektronischste des Abends war „Kraftwerk“ und geendet hat es gegen zwei Uhr nachts mit Melanie. Bei großer Zufriedenheit.

Playlist
Marla Glenn, This is …
Meute, Rooftop Session
Kraftwerk, … at Couchella Music and Arts Festival
Nirvana, Unplugged
Eric Burdon, … declares war, I/PIB
King Crimson, In the Court of the Crimson King
Kadja Nin, Sambolera
America, Greatest Hits
Melanie, Greatest Hits

25039 – Festschmuck

Keine Lust viel zu schreiben. Andererseits ist dieser Vorhang eine perfekte Metapher. Wofür müsst Ihr selbst herausfinden.

Ich bin fast ein bisschen neidisch, der ist doch viel zu schön, um ihn nur einmal im Jahr zu einem Fest herauszuholen. Ach ja, ab morgen wird bei uns drei Tage lang gefeiert, schwerpunktmäßig am Samstag. Der Vorhang ist Teil des Festschmucks.

25038 – Wie mache ich ein Zine?

Der Beitrag gestern endete mit einer Vielzahl von Zine-Genre. Die Art und Weise ein Zine herzustellen ist ähnlich vielfältig.

Ich reduziere das Herstellungsproblem mal auf die einfache Frage, ob ich heften oder kleben möchte. Oder nichts von beidem!

Kleben und heften erwähne ich hier, weil ich damit meine ersten Versuche gemacht habe, meine „Zines“ aus grauer Vorzeit (vorgestern zu sehen) waren geklebt und geheftet.

Nichts davon ist ideal.

[Hier kurze Besprechung der
drei verwendeten Methoden
einfügen. Oder weglassen.] 

Deswegen und weil ich eine Neigung zum Purismus habe,  bin ich auch so angetan von meiner Entdeckung der Zine-Szene. Dort gibt es ein weitverbreitetes „Standard-Format“, dass Hot-Dog-Folding genannt wird und im ersten Ansatz ohne heften und kleben auskommt (wobei mensch mit ein paar Klebepunkten an den richtigen Stellen das Ganze massiv aufhübschen kann).

Das Hot-Dog-Folding beginnt mit einem Din A3-Blatt und endet mit einem postkartengroßen (DIN A6) Zine, das einschließlich  Vorder- und Rückseite acht Seiten hat. Für den Inhalt also sechs Einzelseiten oder – und das finde ich besonders attraktiv – drei Doppelseiten, die nicht durch irgendwelche Heftungen oder Klebekanten gestört werden.

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Kurze Unterbrechung für eine Befindlichkeitsdurchsage: Ich habe Hunger und mir ist das hier gerade nicht spielerisch genug. Und weil Ihr einen gut gelaunten Blogger verdient habt, mache ich morgen weiter.

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Oder doch heute. Erstaunlich, was eine kleine Pause bewirken kann. Ich bin nach dem Essen nämlich doch nochmal spielen gegangen und habe mir aus einem alten Flipchart-Bogen ein A3-Blatt geschnitten (das Format ist wichtig für den späteren Kopiervorgang, die meisten Copy-Shops haben auch A3-Farbkopierer) und, siehe oben, entsprechend gefaltet. Diesen Faltvorgang wollte ich zunächst hier näher beschreiben, aber ernsthaft, wenn Ihr das nachfolgende Foto lange und konzentriert anschaut, sollte es Euch gelingen, die Faltung auch ohne Anleitung nachzustellen.

Und das, was folgt, auf dem Foto aber schon mit abgebildet ist, ist meines Erachtens ohnehin der wichtigere Teil des Prozesses: Der Inhalt, dessen Ausarbeitung und Positionierung. Angenommen ich möchte zu Übungszwecken ein Zine über Zines machen, das METAZINE, dann wäre das abgebildete Blatt ein guter Ausgangspunkt. Die Text-Inhalte sind mit den beiden  Blogbeiträgen von gestern und heute vorhanden, auf dem Blatt ist ihre ungefähre Position benannt.

Der eigentliche Spaß beginnt jetzt, die Gestaltung. Ich mache mir Gedanken, wie ich die Texte illustrieren könnte, irgendwo wird es sicher ein UFO geben (Ihr erinnert Euch, die Science-Fiction-Zines der 30er Jahre) und eine Seite später auch ein gebrochenes Herz für die Perzines (ach ja, ich habe den Beitrag von gestern um einen Absatz ergänzt, dort die Perzines). Klare Sache, das sähe bei jeder und jedem von Euch anders aus. So soll das.

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Notiz für mich selbst, mögliche Fortsetzungen:
•Artikel abschließen mit Kopiervorgang (Greiferkante),  Original oder Mastercopy?
• Nochmal auf den Purismus eingehen (Fokus verloren).
• Die drei (vier) angesprochenen Bindunggsarten besprechen (Howto, Bock verloren).
• Der große Hefter bleibt unerklärt, nachschieben. Generell, mehrmals sind persönliche Bezüge möglich und nicht ausgeführt (die sind wichtig, wer einfach die Bastelanleitung will, findet das bei wikiHow besser), mach‘ aus diesem Artikel eine Schreibübung.
• Das Zine ist fertig, und jetzt? Mögliche Verwendungszwecke.

25037 – Was sind Zines?

Zuallererst: Genau mein Ding. Ansonsten sind Zines kleine, selbstgemachte und nicht-kommerzielle Publikationen, die von ihren Autoren oder Zeichnern in limitierter Auflage verbreitet werden. Manche behaupten, die frühesten Zines seien die Science-Fiction-Fan-Zines der 1930er gewesen, andere bestreiten das. Einigkeit wiederum bei den Punk-Zines der 1970er, heute hat die DIY- und Kunstszene Spaß damit.

Kurz, die „Heftchen“ waren immer Medium der Gegenkultur, ob persönliche Gedanken, politische Manifeste oder künstlerische Experimente. Neben dem Wunsch – vielleicht auch der Notwendigkeit – sie selbst zu machen, lebten Zines immer von Selbstermächtigung, kreativem Austausch und Vielfalt.

Wobei meine erste Begegnung mit Zines (eine der eher seltenen Erinnerungen aus der Kindheit) kommerziell geprägt ist. „Fix und Foxi“ war der Comic meiner Kindheit und einer der Ausgaben war einmal ein Mini-Fix&Foxy beigelegt, das mensch selbst falten und dann mit Nadel und Faden oder Hefter binden musste. Im Ergebnis hatte mensch dann ein Fix&Foxi-Heft, das etwa die Größe einer viertel Postkarte hatte. Ich erinnere, dass ich sehr davon fasziniert war, wie durch die Faltung die Seiten ihre richtige Position oder Abfolge fanden. So sehr, dass ich das mit leeren Blättern nachvollzog, die ich faltete und nur in Teilen aufschnitt, um so die unzugänglichen Seiten doch mit Seitenzahlen versehen zu können. Und mich dann zu wundern, wie verteilt die Seiten auf dem wiederaufgefalteten Blatt verteilt waren. Jugend forscht!

Die Verwandtschaft mit den abgebildeten DinA4-Blättern sollte erkennbar sein. Auch wenn die Art und Weise der Faltung beziehungsweise der (fehlenden) Bindung die Seiten sehr viel weniger „willkürlich“ und wundersam über das Blatt verteilt.

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Ich unterbreche an dieser Stelle, es ist schon spät und da ich einige Zeit im Zine-Kaninchenbau verschwunden war, hätte ich noch so viel mehr zu erzählen, dass ich das heute nicht mehr schaffe. Morgen geht es weiter.

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Heute (25038) ist das morgen von gestern.

Oben schon angedeutet, Zines sind vielfältig. Wie Filme und Serien bilden sie Zahlreiche Genre, Unter-Genre und davon wieder Mischformen. Den Blogs am nächsten sind vielleicht die Perzines (persönliche Tagebuch-Zines), gut einzuordnen sind auch Fanzines (über Musik, Filme, Serien), politische Zines oder reine Kunst- und Poetry-Zines. Aber letztlich ist es wie im wirklichen Leben: Reinformen sind selten.

Wäre ich der Mensch, der ich gerne wäre, gäbe es hier nun trotzdem das eine oder andere Beispiel für die verschiedenen Genre. Ich lasse das mal offen.