Ab heute wieder Kurzmeldungen

Es ist nicht lange her, dass ich es zu schätzen lernte, via Twitter und einem WordPress-Widget in der Seitenleiste dieses Blogs Kurzmeldungen rauszuhauen. Besser, eigentlich habe ich nur noch Kurzmeldungen rausgehauen. Und gerade als das eine sehr schöne Routine wurde änderte Twitter die Nutzungsbedingungen und verbaute diese Möglichkeit („Nieder mit dem – werbegetriebenen – Kapitalismus!“). Der-Entität-Deiner-Wahl-sei-Dank gibt es einen Dienst, der ähnliches anbietet, kostenfrei, quelloffen und gewöhnungsbedürftig: Identica. Der hat sich nie so recht gegen Twitter durchsetzen können, nicht zuletzt deswegen, weil  nicht genug interessante Menschen dort ihre Tweets, äh, Idents, oder wie auch immer das auf Identica heißen mag, absetzen. Vermutlich fehlen auch uninteressante Menschen, weil es zumeist Klasse und Masse braucht. Hier sehe ich meinen Anteil am zukünftigen Erfolg des Microblogging-Dienstes.

Identica_logo

Für Euch an den Empfangsgeräten ändert sich wenig, so wenig, dass ich diesen Beitrag schreiben muss, um sicher zu gehen, dass ihr überhaupt etwas merkt. Also, gleich eine Spalte rechts neben dieser: Kurzmeldungen von mir und dem Rest der Welt!

Und weil ich gerade dabei war, habe ich etwas in der Seitenleiste aufgeräumt. Z.B. das Wikileaks-Logo rausgenommen, weil es im Laufe der „paywall-bewehrten“ Ereignisse doch etwas peinlich wurde. Oder die Suchleiste ganz nach unten verschoben. Oder eine kleine typografische Veränderung angebracht, deren Wichtigkeit sich umgekehrt-proportional zum Aufwand verhielt (wer die benennen kann, bekommt hier eine Extra-Erwähnung UND wird zum Leser des Monats gekürt).

Ihr seht, äh, lest, ich habe viel Spass gehabt mit diesem Blog. Jetzt muss ich nur noch jemanden finden, der mal wieder einen Text einstellt.

Neues Feature: Inhalte verschiedener Medien gemeinsam ignorieren

Twitter-Logo

Wer bis jetzt weder diesen Blog  gelesen  noch meine Beiträge auf Twitter verfolgt hat kann jetzt beides gemeinsam lassen. Während ihr Raum & Freude nicht besucht könnt ihr zugleich die letzten fünf Tweets meiner Twitter-Timeline in der Seitenleiste ignorieren. Insbesondere dadurch, dass ihr den Links in den Tweets nicht folgt, spart ihr unglaublich viel Zeit, die ihr andernfalls mit dem Lesen von Dingen verbringen würdet, die ihr ohnehin nicht wissen wollt. Deswegen: Einfach mal nichts tun!

[Link zum Widget]

Back to the roots

Meinen drei Stammlesern wird langweilig und ich kann das verstehen. Zuviel Netz- oder sonstige Politik, zuwenig Persönliches. Das könnte sich jetzt durch den Einsatz modernster Software ändern; der Bekannte aus dem vorherigen Artikel hat mich mal mit seiner Spracherkennungssoftware spielen lassen und das Ergebnis ist beeindruckend. Mein Interesse: ich hätte gerne meine Tagebücher digitalisiert. Oder auch meine Diplomarbeit, die noch auf einer mechanischen Reisschreibmaschine geschrieben wurde. Und da macht Einlesen deutlich mehr Spaß als Abschreiben.

Tagebuch

All diejenigen, die schon immer mal gerne gewußt hätten, was eigentlich in diesen A6-Kladden steht, in die ich regelmäßig irgendetwas eintrage, können sich hier einen ersten, keineswegs repräsentativen Eindruck verschaffen. Die Auswahl ist fast zufällig, genau dieses eine Buch hatte ich dabei und genau dieser Abschnitt überschaubarer Länge  gab einen irgendwie gearteten Zusammenhang. Vier Tage im Juni 2006, ein Malkurs in Köln, teilweise tabellarisch ereignislos, erst gegen Ende introspektiv. Aber wer bis hierher gelesen hat will sich auch das antun.

Trend. Meiner.

Wie immer zu spät. Da schreibt einer einen wirklich kurzen Blogbeitrag darüber, was bei ihm bloggensmäßig gerade so los ist, und 30+ Blogger machen es nach.  Es gibt eine Liste, die wird geschlossen und trotzdem beschreiben noch immer Blogger ihren Trend, vermutlich weil sie es können und es ohnehin nie um die Liste ging. Interessant für alle, „die ins Internet schreiben“.

Trend. Meiner. Rückläufig. Immer weniger Beiträge. Vermutlich aufgrund gestiegener Erwartungen an mich selbst, denen ich mich dann verweigere. Versuche auf g+ oder Twitter auszuweichen, weil die weniger „erwartungsintensiv“ sind. Einfach mal was raushauen. Spontanitätsbolzen, der ich bin. Trotzdem Diaspora-Nutzer im Geiste. Dort* werden wir wieder voneinander lesen. Und wenn nicht dort, dann nirgendwo.

Bin im Moment Mentalblogger. Meint: denke mir beim Einschlafen Blogbeiträge aus, die nie erscheinen. Habe Pläne für eine andere Seitenleiste, die ich nicht umsetze.

Creative Commons – kreative Gemeingüter

DRadio Wissen stellt die Wissensnachrichten unter die Creative-Commons-Lizenz. Es ist gestattet, diese Nachrichten zu nichtkommerziellen Zwecken ohne Änderungen und unter Nennung des Urhebers weiterzuverbreiten. Dazu gehört auch die Einbindung in eigene Web-Seiten.

So beschreibt DRadio das Angebot. Warum das mir eine Meldung wert ist? Weil man als Blogger ständig auf die Urheberrechte achten muss und  das manchmal ziemlich nervt. Dank Creative Commons gibt es immer mehr Kreative, die lieber bekannt als unbekannt kein Geld verdienen wollen und deshalb ihre Werke zur Veröffentlichung bereitstellen, wenn nur ihr Name genannt wird und die Sache nicht kommerziell verwertet wird. Die Mutigeren der Künstler erlauben sogar das und verdienen gegen jede Erwartung Geld damit.

Eines der Pressefotos

Nina Paley ist ein gutes Beispiel dafür, sie hat ihren wirklich sehenswerten Film „Sita sings the blues“ auch zur kommerziellen Verwertung freigegeben und verdient seitdem immer mal wieder ein paar Dollar damit. So im fünfstelligen Bereich! Das hat sie so sehr von der Idee überzeugt, dass sie seitdem als Aktivistin für Creative Commons unterwegs ist.

Ähm, zurück zu mir. Ich finde es einfach gut, wenn ich Bilder, Comics, Nachrichten oder Musik verwenden kann, ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen, ob der jeweilige Kreative das als Werbung für sein schaffen auffasst oder glaubt, ich will damit dick Kohle machen. Kohle, die eigentlich ihm zustünde. Und mich deswegen abmahnt. Creative Commons, machen es etwas leichter auch im Hobbybereich ansprechende Inhalte zu produzieren. Gut so. Ende.