Hmm, ich verstehe das nicht.
Gestern und vorgestern hatte ich jeweils nächtliche Begegnungen mit Molchen. Und zwar im Dome. Ich lese zum Einschlafen, der Reader liegt vor mir auf dem Boden, ich schaue aus dem Bett auf ihn herab. Anscheinend fühlen sich die Tierchen vom Licht angezogen. Kein Problem damit, ich helfe ihnen freundlich ins Freie und gut ist es.
Aber was mich wirklich interessieren würde ist, wie sie überhaupt in den Dome hineinkommen. Vermutlich durch die Tür, es muss so sein, denn ansonsten sollte der Dome zugdicht rundherum abschließen. Nur ist diese Tür eigentlich immer zu, vor allen zu den kühlen Zeiten, wenn die Molche das Wasser verlassen und sich Unterschlupf an Land suchen. Aber wie sagte doch schon Dr. Ian Malcolm in Jurassic Park: „Das Leben findet einen Weg!“
<O>
Update, 10 Tage später. Molche sind ganz anders, als ich sie mir immer vorgestellt habe. Ich dachte, es seien Wassertiere, die an Land überwintern. Stattdessen verbringen sie die meiste Zeit ihres Lebens an Land und sind nur zum Balzen und Laichen im Wasser, die Jungtiere, anders als die Eltern, sind dort auch im Sommer und gehen erst im Herbst an Land.
Betreffs der Molche im Dome liegt also die Vermutung nahe, dass sie schon im Oktober/November in den Dome kamen, nun mit dem Ende der Frostperiode ihre Winterruhe beendet haben und raus ans Wasser wollten. Und daei habe ich ja gerne geholfen.
Mir geholfen hat KI, um zu erfahren, was die über Molche weiß, müsst Ihr hier weiterlesen:
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Der Gang ins Wasser (Spätwinter/Frühjahr)
Sobald es wärmer wird und der Frost vorbei ist, erwachen die Molche aus ihrem Winterversteck. Dann beginnt für sie die wichtigste Reise des Jahres:
· Wanderung zum Laichgewässer: Ab Februar (im Tiefland) oder März machen sie sich auf den Weg zu ihren angestammten Teichen und Tümpeln .
· Entwicklung der Wassertracht: Im Wasser angekommen, verändern sie ihr Aussehen drastisch. Die Männchen entwickeln prächtige, oft bunte Rückenkämme und die Schwänze werden seitlich abgeflacht (Flossensäume) . Diese „Wassertracht“ dient der Balz und dem perfekten Leben im Wasser.
· Balz und Paarung: Wenn die Wassertemperatur etwa 8-10°C erreicht, beginnt ein eindrucksvolles Balzritual, bis die Weibchen ihre Eier einzeln an Wasserpflanzen ablegen .
Der Gang an Land (Sommer)
Nachdem der aufregende Frühling vorbei ist, wird es für die erwachsenen Molche Zeit, das Wasser wieder zu verlassen:
· Zeitpunkt: Die meisten Molche verlassen das Gewässer zwischen Juni und Juli .
· Rückbildung der Wassertracht: An Land angekommen, bilden sich die Kämme und Flossensäume zurück. Die Haut wird trockener und körniger, die Farbe unauffälliger – sie sind jetzt perfekt getarnt .
· Leben an Land: Den Sommer und Herbst verbringen sie versteckt in feuchten Wäldern, unter Laub, Steinen oder Totholz, wo sie nachts auf Jagd nach Insekten und Würmern gehen .
Die Winterruhe (Herbst/Winter)
Wenn es kalt wird, ziehen sich die Molche zurück:
· Ab Oktober oder November suchen sie frostsichere Verstecke wie Erdlöcher, Komposthaufen oder Mauerritzen auf, um dort zu überwintern, bis das Frühjahr sie wieder herauslockt .
Die kleine Besonderheit: Die Jungtiere
Der Nachwuchs macht übrigens eine ähnliche Reise durch, nur zeitversetzt:
· Die Larven leben nach dem Schlüpfen ausschließlich im Wasser und atmen durch Kiemen .
· Erst nach ihrer Metamorphose (meist im Spätsommer) verlassen auch sie das Wasser als fertig entwickelte, kleine Landmolche .
Zusammengefasst kann man sagen: Molche gehen im zeitigen Frühjahr ins Wasser, um dort zu balzen und ihre Eier zu legen. Im Frühsommer verlassen sie das Wasser wieder, um den Rest des Jahres an Land zu jagen und zu überwintern.
