25215 – Mann in der S-Bahn

Manchmal fallen mir Menschen auf, von denen ich denke, dass sie ein Bild wert sind. Dieser Mann saß mir auf dem Nachhauseweg von Dublin in der S-Bahn gegenüber und ich konnte es mir nicht verkneifen, ein heimliches Foto von ihm zu machen. Umgesetzt dann als Scribble am 7.11.25 im Krankenhaus, eigentlich wollte ich noch eine größere Version davon zeichnen, das wird nicht mehr geschehen.

25214

Heute hat der Kleiderschrank seinen Weg in den Dome gefunden. So wie er steht, steht er nicht schlecht. Aber da bisher jedes hinzugekommene Einrichtungsstück den Gesamteindruck verändert hat, vermute ich, dass er möglicherweise nocheinmal den Ort wechselt (vielleicht nur wenige Zentimeter). Deswegen scheue ich mich, ihn einzuräumen.

25213 – #12von12 November 2025

Zwölf am Zwölften ist eine regelmäßige Aktion von „Draußen nur Kännchen“, dort gibt es noch mehr Menschen, die ihren Zwölften mit zwölf Bildern schildern.

Bis gegen elf ausgeschlafen. Das Frühstück mit YouTube und Journaling zieht sich dann bis halb eins. Die Bilder zeigen mein gegenwärtiges „Frühstückssetting“, Kaffee, Müsli, Tablet, Skizzenbuch, dabei Blick auf die heutige Baustelle, das Bett.

Zwischen halb eins und halb fünf belege ich dann das Bett mit dem Lattenrost. Pro-Tipp: Um quietschende Lattenroste zu vermeiden Filzstreifen an allen Stellen einlegen oder -kleben, wo Holz auf Holz schabt.

Undokumentiert bleibt das Mittagessen gegen drei und eine eingeschobene Telofonplauderei.

Bis zehn nach fünf sitze ich an diesem Beitrag, eigentlich wollte ich um diese Zeit schon für ein paar Besorgungen unterwegs sein. Ich streiche die, auf die ich am wenigsten Lust habe, und plane nur noch den Besuch des Drogeriemarkts ein. Pünktlich gegen sechs bin ich dann beim Teamtreffen des „Café Nachtlicht“, eines durch Ehreamtler betriebenen Treffpunktes für schwierig-unkonventionelle Menschen. Nur, dort ist niemand. Via Messenger erfahre ich schnell, dass das Treffen heute ausfällt, weil zu viele nicht können. Ich bekomme solche Nachrichten nicht mit, weil ich mich weigere, in die betreffende WhatsApp-Gruppe einzutreten.

Das Gute im Schlechten: ich kann die eher ungeliebten Besorgungen bei Baumarkt und Lebensmitteldiscounter machen, woran ich eines dann doch mag, ich muss morgen den ganzen Tag das Haus nicht verlassen.

Wieder zuhause gibt es als Erstes etwas zu essen, ohne jeden Anspruch und einfach für die schnelle Sättigung. Danach mache ich mich daran, die Matrazen auszutauschen und das restliche Bettzeug in den Dome zu holen. Gegen halb zehn bin ich damit fertig. Ab jetzt nur noch Medienkonsum.

25212

Heute Morgen hatte ich kurz den Gedanken, den Tag unter das Motto

„Ordnung ist Selbstfürsorge!“

zu stellen. Ich bin schon mindestens eine Woche zuvor irgendwo im Internet darüber gestolpert. Meine freien Flächen neigen dazu, sehr schnell nicht mehr frei zu sein. Eine kleine Aufräumaktion, noch dazu als Selbstfürsorge verklärt, könnte da durchaus die Aktivität der Wahl sein.

Ich hatte noch viele andere Gedanken, die meisten nicht von mir, eher so nach-gedacht. Allerdings waren die alle nicht anschlußfähig an die Idee mit dem Aufräumen, ähm … der Selbstfürsorge. Und so ging das vergessen. Stattdessen widmete ich mich einem Punkt auf der ToDo-Liste, dem Verschmälern des Bettes, von dem ich glaubte, dass ich ihn, einmal begonnen, heute beenden könnte. Ihr ahnt es, das hat nicht geklappt. Ich habe einen der Beschäge verräumt, vielleicht auch während des Sägens verloren, wie-auch-immer, er ist nicht da und ich muss warten. Auf Licht, darauf, dass ich zufällig dort vorbeikomme, wo ich ihn abgelegt habe, mir der Ablageort im Schlaf erscheint, was-auch-immer.

Vielleicht war das mit der Selbstfürsorge gar keine schlechte Idee.

<O>

Kleiner Nachtrag: Am nächsten Morgen, bei Licht, war der Beschlag dann mit einem Blick gefunden und die Aktion konnte im Laufe des Tages abgeshlossen werden.

25211 – Long story short (25204 bis 25210)

Ich war fünfeinhalb Tage im Krankenhaus. Mir wurde durch die Leiste eine künstliche Herzklappe eingebaut. Ich hatte vorher keine Beschwerden und fühle mich nun genau wie vorher,  nur ohne die Angst vor dem Eingriff und einer etwas höheren Lebenserwartung. Alles ist gut (genug).