Getunktes trocknen

Was bisher geschah: Gefunkt | Getunkt

Gut, jetzt haben wir Rohrkolbensamen, der über 1 Woche in Urin eingelegt war. Der einfache Teil ist, ihn auszuwringen. Das gelingt mit Gummihandschuhen recht gut, jeweils eine Hand voll herausnehmen und pressen. Problematisch wird das Trocknen. Im Wesentlichen habe ich da 3 Methoden im Sinn, die ich ausprobieren möchte.

Die erste Methode habe ich gerade eben getestet, das Trocknen in einer Papiertüte über dem Ofen. Zunächst dachte ich, dass es erstaunlich wenig riecht, allerdings hat sich das nach einiger Zeit deutlich verändert. Gegenwärtig brennen drei Räucherstäbchen um meinem Apartement wieder eine angenehmere Geruchsnote zu geben.

2013-12-12-Rohrkolbensamen-eingetuetet-zum-trocknen

Methode 2: Zum Trocknen an einem geeigneten Ort auslegen  (ich habe da auch einen im Sinn, den verrate ich aber noch nicht, damit die Nachbarschaft nicht unruhig wird). Wer sich gefragt hat, wie es wohl in den Tüten aussehen mag, hier ist die Antwort.

2013-12-13-gewrungenerGetunkterPudel

Allerdings habe ich die gepressten Ballen zum Trocknen doch noch etwas auseinander gezupft. Jetzt muss ich nur noch warten.

2013-12-13-gewrungenerGezupft

Methode 3 wird nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Auslege-Methode zu lange dauert (was durchaus sein kann, zum Zeitpunkt, da ich dies schreibe, ist es Mitte Dezember). Ich denke dabei an das Trocknen in einem alten Mikrowellengerät bei Auftau-Einstellung. Wollte ich nur mal erwähnt haben.

Wochenschau (5)

Nein, das ist kein Adventskalender, die gibt es anderswo. Und diese Jahr wird es auch keinen geben, anders als im letzten Jahr – der war, nebenbei erwähnt, grenzwertig. Diese Woche ist nicht viel zusammen gekommen, was keineswegs bedeutet, dass nichts geschieht, nein, es zündet nicht. Nächste Woche wird es ebenfalls dünn bleiben, wochenschaumäßig, ich bin 5 Tage weg. Mit etwas Glück und einer Internetverbindung vor Ort gibt es Live-Berichterstattung aus Amsterdam.

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Vor Kurzem saßen wir beieinander und empfahlen uns Bücher. Aber wie und nach welchen Kriterien tun wir das? Und wie wichtig ist dabei die Geschichte? Sir Donnerbold fragt sich ganz ähnlich, wie er Filme empfohlen bekommen möchte.

Plots können auf dem Papier äußerst irritierend sein, weil sie überhaupt nichts über die Inszenierung, die Stilmittel oder den Tonfall aussagen. „Ein Ermittler jagt einen Serienmörder“ – ist dies nun so ein packender Horror-Psychothriller-Mix wie Sieben oder eher von einer lockeren Krimiserie wie The Mentalist?
http://sirdonnerboldsbagatellen.blogspot.de/2013/11/plot-genre-konzept.html

Und weil wir gerade bei Kino sind verlinke ich mal auf eine Filmkritik – oder besser auf eine Meta-Filmkritik, hier werden auch die Kritiker kritisiert. Die Filmbesprechung ist ungefähr so, wie ich gerne Filme empfohlen bekomme. Schwächen werden benannt und verziehen, einfach weil der Rest stimmt.

„The Counselor“ ist großes Kino. Ein actionreicher, dabei tiefsinniger psychologischer Thriller um Schuld und Sühne und darüber, dass keiner seinem Schicksal entgeht. Er handelt davon, dass Taten Konsequenzen haben und jeder die Welt in der er sich befindet selber schafft: „You are the world, you created“.
http://www.heise.de/tp/artikel/40/40457/1.html

Leute die Kunst machen, die nur überlebt, weil sie fotografiert wird. Goldsworthy war/ist so einer, der sich in meinem Bücherregal rumtreibt. SLINKACHUs „tiny little people“ treiben sich im Internet herum.

„British-based Slinkachu is no average street artist. His works are often achingly beautiful, bitingly satirical, and are always very, very small.“ Huffington Post
http://little-people.blogspot.ca/

Eine weitere Episode aus der Serie „Spass mit #hashtags“:

#SENIORENWORT
Das Jugendwort des Jahres hat gestern gleich zwei Sprachlogleserinnen dazu angeregt, das Fehlen eines Seniorenwortes als Gegenstück zu fordern oder dessen Fehlen zu monieren. Da wir vom Sprachlog für Wörterwahlen immer zu haben sind, haben wir nicht lange gezögert und per Twitter zu Nominierungen aufgerufen.[…] Den ganzen Tag kamen neue Tweets hinzu […].An der Spitze der am häufigsten genannten Wörter liegt unangefochten die Wählscheibe – wenn wir wirklich ein Seniorenwort des Jahres suchen würden, wäre das also unser Kandidat. […]

1. Wählscheibe
2. Fräulein
3. Ostzone
4. Telefonzelle
5. Sendeschluss[…]
6. mehr bei 
http://www.sprachlog.de/2013/11/27/seniorenwort/

Der Turing-Test im Massenversuch als Google-Patent? Die lassen sich gerade jede Woche etwas Neues einfallen, wovon ich nicht weiss, wie ich es finde. Klar, große Herausforderung, aber gleich ein Patent dafür anmelden, nur weil es einem gelingen könnte? Ach so, es geht ums Geld, ja dann.

Ziel ist es, dass die anderen Nutzer keinen Unterschied zwischen einem Menschen- und einem Maschinen-Kommentar bemerken.
http://www.googlewatchblog.de/2013/11/google-patent-algorithmus-kommentare/

Wochenschau (4)

Der nächste Versuch mit der Wochenschau. Diesmal kommt sie schon recht aufgeräumt daher, formatmäßig betrachtet. Die Themen bunt verwürfelt, so geht´s bei mir im Kopf halt zu. Und in der Welt wohl auch.

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Wasser verkaufen ist nicht pervers genug, der abhängige Käufer muss sich noch durch den Namen des „Produkts“ verhöhnen lassen.

Da Trinkwasser schon jetzt ein knappes Gut ist, lockt es eine Reihe von Geschäftemachern an. Einer der größten, umtriebigsten und umstrittensten ist Nestlé. (…) Sechs Milliarden Euro verdienen die Schweizer mit ihren weltweit 73 Wassermarken. Die bekannteste heißt Pure Life” und wird vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern verkauft.

http://netzfrauen.org/2013/11/16/profitgier-nestl-hat-wassernutzungsrechte-erworben-und-laesst-fabriken-bewachen-und-einzaeunen/

 

Könnt ihr euch eine Großstadt ohne Werbung vorstellen?

Eine der größten Metropolen der Welt, São Paolo, hat da vor Jahren einen Riegel vorgeschoben und Werbung im öffentlichen Raum fast ganz verboten. Heute ist Brasiliens größte Stadt mit ihren fast 12 Millionen Einwohnern und über 20 Millionen Einwohnern in der Großregion praktisch völlig werbefrei. (…)

Anfangs gab es sogar heftige Proteste. Man fürchtete gar, das Wirtschaftsleben in der Weltstadt werde zusammenbrechen, wenn nicht mehr geworben werden darf. Doch die Begeisterung der Einwohner wuchs von Jahr zu Jahr. Inzwischen ist aller Protest verstummt. Zwei Drittel der Bewohner finden, dass ihre Stadt schöner geworden ist. „Die Paulistanos sind heute stolz auf ihre Stadt“, schreibt der Essayist Roberto Pompeu de Toledo, „denn es ist ein noch nie dagewesener Sieg der Ordnung über das Chaos, des Gemeinschaftssinns über den Egoismus, der Zivilisation über die Barbarei.“

Der Tenor der öffentlichen Diskussion ist eindeutig: Etwas Besseres hätte der Stadt nicht passieren können. São Paulo ist eine schöne Stadt. Was von oben grau aussieht, ist durchzogen von Farbe, von fantasievoller Architektur, von kunstvollen Graffitis. Die Entscheidung der Stadtverwaltung hat zu mehr Lebensqualität geführt.

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40344/1.html

 

Von keiner Werbung zu Werbung, die (fast) keiner sieht.

Wie Werbung für Überwachung aussieht – Wer sich schon immer gefragt hat, wie man auf bestimmte Überwachungssysteme aufmerksam wird, dem werden nun Antworten gegeben: Privacy International hat gestern den Surveillance Industry Index (SII) veröffentlicht. Die Datenbank enthält 1203 Dokumente, die 97 verschiedene Überwachungstechnologien von insgesamt 338 Anbietern bewerben.

https://netzpolitik.org/2013/surveillance-industry-index-wie-werbung-fuer-ueberwachung-aussieht/

Und nun zu etwas ganz anderem.

Erstmals nach 15 Jahren wollen die fünf noch lebenden Mitglieder der britischen Komikertruppe wieder gemeinsam auf der Bühne stehen. (…) Monty Python geben ein Comeback. John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin werden am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in London Pläne für ein gemeinsames Bühnenprojekt bekanntgeben.

www.sueddeutsche.de/kultur/neue-buehnenshow-geplant-monty-python-kuendigen-comeback-an-1.1822131

Das ist sogar der Tagesschau eine Meldung wert.

Die Nachricht schlug in Großbritannien ein wie eine Bombe – und ist inzwischen auch von Gruppenmitgliedern bestätigt worden.

„Wir kommen wieder zusammen und machen eine Show – im Ernst!“, sagte Terry Jones der BBC. „Ich bin schon ziemlich aufgeregt und hoffe, wir werden eine Menge Geld machen. Ich hoffe, ich kann damit die Hypothek bezahlen.“

http://www.tagesschau.de/ausland/monty-python104.html

 

Wisst ihr eigentlich, was „Selfies“ sind? Das englische Wort des Jahres 2013. Okay, und darüber hinaus?

Selfie” gilt als Kurzbegriff für jedes Foto-Selbstporträt, welches vorrangig mittels Smartphone aufgenommen und über soziale Medien ins Netz gestellt wird. Einer aktuellen Studie zufolge nutzten die Art der Selbstinszenierung vor allem junge Menschen. Die aus England stammende Erhebung zeigt, dass es sich bei rund 30 Prozent aller Fotos, die 18- bis 24-Jährige mit ihren Smartphones machen, um Selbstporträts handelt.

http://medienrauschen.de/2013/11/selfie-ist-das-englische-wort-des-jahres-2013/

Bei den Blogrebellen gibt es dann gleich einen Überblick, was so alles zum Genre zählt:
http://blog.rebellen.info/2013/11/19/zehn-essentielle-regeln-man-bei-selfies-beachten-sollte/

 

Dieter Hildebrandt ist tot.
http://www.stoersender.tv/

 

Dass Datenschutz – selbst wenn es ihn ausreichend gesetzlich verankert gäbe – gegen Geheimdienste nicht nutzt, ist mittlerweile den meisten klar. Auch unseren Politikern, die würden lieber mit den großen Hunden pissen gehen und selbst Top-Spion werden. Die Illusion dahinter: Eines von „X-Eyes“ zu sein schützt vor Ausforschung. Träumt weiter.

Die neuen Informationen machen jedoch klar, was von einem No-Spy-Abkommen zu halten ist, das die deutsche kommissarische Regierung und vermutlich auch die Große Koalition anstreben, um die Deutschen zu beruhigen.

ttp://www.heise.de/tp/artikel/40/40376/1.html

 

Diese Woche an Doctor Who vorbei zu kommen ist nicht unmöglich, bedarf aber einer aktiven Verweigerungshaltung. Das traut die Süddeutsche sich nicht und berichtet über das Phänomen.

An diesem Samstag feiert die BBC-Serie [Doctor Who] mit einem luxuriösen Special ein halbes Jahrhundert ihres Bestehens. Damit wird eine Institution 50, die auf ihre Art so britisch ist wie Tee und Toast. Gerade hat die Royal Mail eine Doctor Who-Sondermarken-Edition herausgebracht.

http://www.sueddeutsche.de/medien/bbc-serie-dr-who-wird-ein-britisches-alien-1.1825579

Und zwei Links für die „Whovians“ unter uns:
http://www.heise.de/tp/blogs/5/155372
http://tmblr.co/ZboZKy-1LoZG

 

Zeitreisen in Filmen sind eine Sache für sich. Sie sind unwahrscheinlich genug um unseren kritischen Verstand einzulullen oder, etwas netter formuliert, uns logischen Fehlern in der Handlung gegenüber sehr nachsichtig zu machen. Aber natürlich gibt es Menschen, die da gerne genauer hinschauen und uns anregen, das auch zu tun.

For example, it is not possible to return to the past without changing the past in some way; nor is it possible to change the future based on information from the future. Doctor Who realized early on that changes to history were hazardous, and avoided them assiduously.

http://www.mjyoung.net/time/index.htm

 

Und zum Schluß nochmal was ganz anderes, 13 Minuten gesunder Menschenverstand im Bundestag:
Gregor Gysi (Die Linke) im Bundestag am 18.11.2013 über
Deutschlands Nicht-Souveränität und den NSA-Skandal.

http://www.youtube.com/watch?v=hp0FVvpfbFU

Wie man ein Smartphone aus der Bootloop befreit

Die Bootloop ist die Schleife, in der sich das Phone beim Starten aufhängt. Selbst das einfache Ausschalten verweigert es und geht stattdessen in eine neue Runde seiner Schleife. Wer Blödsinn beim Flashen eines CustomROM anstellt bekommt sowas zur Belohnung. In meinem Fall …, kein Blödsinn, ich war nur schlecht vorbereitet. Aber nervenstark, fast schon kaltblütig, zumindest als das Phone dann ausgeschaltet da lag. Geholfen hatte die Tastenkombination für den Recovery Mode und dort die sinnige Option „Power off“. Der heldenhafte Versuch zeigt: Anschalten führt direkt in die Schleife. Recovery Mode – Power off. Ende.

Um die Coolness auf die Spitze zu treiben habe ich erstmal die 2. Wochenschau und einen weiteren, nachdenklichen Blogeintrag an den Start gebracht. Probleme mit der heimischen Datenverarbeitung wollen langsam angegangen sein, Hast schadet da nur. Aus früherer Lektüre weiss ich, dass findige Entwickler für mein Problem Vorsorge getroffen haben. Es gilt herauszufinden wie.

Ich beginne optimistisch mit der Suche nach Lösungen, es heißt, Abhilfe sei nicht schwer. Eine erste Anleitung – wenn auch nicht speziell für meinen Fall – finde ich schnell. Das dort angebotene CustomROM mit Android 4.4 wäre jetzt gerade ohnehin meine erste Wahl.

For most custom ROMs, here’s a brief step-by-step guide:

1. Re-boot into recovery.
2. Data wipe/factory reset.
3. Install ROM using “install from sdcard” option.
4. Install Gapps using “install from sdcard” option. (if gapps required)
5. Wipe cache.
6. Wipe dalvik cache under Advanced menu.

That’s pretty much it, I highly recommend you to watch the video tutorial at least once if this is your first time installing a custom ROM.

If you end in a bootloop for some reason, you can try re-installing the ROM repeating Steps 1 through 6. If it doesn’t work the second time around, usually there’s something wrong with the custom ROM you are installing. You can try installing another custom ROM or restore your ROM backup.

WOW, es hat geklappt, mein Schlauphone lebt wieder. Und besser als zuvor. Die GAPPS habe ich allerdings nicht mitinstalliert. GAPPS? Damit sind die Google-Apps gemeint. Die dürfen wegen irgendwelcher lizenzrechtlicher Scheiße nicht mit ins Paket, können dann aber doch zur Verfügung gestellt werden. In einem extra Paket, das aber auch geflasht werden muss.

Wir haben gerade eine zum Kotzen schlechte Internetverbindung und normale Downloads funktionieren gar nicht. Habe dann die Datei (gapps-jb-20130813-signed.zip) als Torrent gesucht und gefunden, damit ging es dann, gezogen über Stunden.

Das Flashen ging dann fix, Routine setzt ein und auch das Vertrauen, dass Fehler grundsätzlich wieder gut zu machen sind. Fehler kosten im dümmsten Fall Zeit und Nerven.

Das Wiederaufspielen der Backups, von denen ich schon dachte, ich hätte sie „umsonst“ gemacht, hat dann länger aufgehalten, als ich dachte. Überwiegend, weil mir die Erfahrung fehlt und ich nicht immer wußte, welches Ergebnis ich zu erwarten hatte. Merke: Ein Backup ist niemals umsonst!

Im Ergebnis ist fast alles wieder da, bei den Kontakten fehlen die Gruppenzugehörigkeiten und vielleicht noch ein paar Kleinigkeiten mehr. Die Apps müssen wieder auf den Screens angeordnet werden, auch das wird nochmal Zeit und Überlegung kosten. Davon abgesehen: „Mission completed!“, ich habe nun ein CustomRom drauf, das sich in Zukunft selbst updatet und mich dabei Root sein lässt. Mehr wollte ich nicht.

Rooten, abermals

Immer wieder spannend: die Sache mit dem Rooten. Aber beim zweiten Mal hat es schon nicht mehr ganz so weh getan. Denn das Phone ist schon entsperrt und die benötigten Dateien bzw. Programme sind auch schon da.

Trotzdem natürlich vorher die Daten gesichert. Für den Lerneffekt gleich auf drei verschiedene Weisen. Von denen – wie ich nachträglich weiss – keine notwendig gewesen wäre.

Andi

Das eigentliche Rooten ging diesmal recht schnell. Und ich habe diesmal auch sehr viel mehr verstanden, was ich tat.  Aber eins nach dem anderen.

Also: Mein entsperrtes Nexus4 lies sich brav via ADB mit dem Terminal meines PCs verbinden. Von dort aus konnte ich dann mittels Fastboot zuerst CWM und dann SuperSU flashen. Fertig!

Nochmal langsam und mit Hilfe des Glossars: Mein … Rooten, abermals weiterlesen