25476

Seit fast einem dreiviertel Jahr liegen drei meiner vier USB-Festplatten unangeschlossen neben dem PC. Vor dem Umzug waren sie recht unordenlich gemeinsam in einem Pappkarton untergebracht, aus dem nur die Kabel heraus und zum PC führten. Dieser unordentliche Zustand sollte vor den Anschluss in einen ordentlichen überführt werden, weshalb dann, siehe oben, ersteinmal ein dreiviertel Jahr lang nichts geschah.

Nun begab es sich, dass Freundin A. mehrere Filme erbat, von denen sie wußte, dass sie Teil meiner Sammlung sind. Einer unangeschlossenen Sammlung, die nun endlich mit Anlass angeschlossen, hardware-seitig geordnet und inhaltsbezogen gepflegt wurde.

Mit Ausnahme des letzten Punktes ging das alles überraschend schnell. Aber in einem dreiviertel Jahr hatten sich erstaunlich viele Dateien auf PC und Tablet an Stellen angesammelt, wo sie nicht hingehörten. Und die wollten nun alle in die jeweiligen Sammlungen kopiert werden, was sich zu einer nachmittagsausfüllenden Tätigkeit entwickelte. Nichts verkehrt daran, Dateien von A nach B zu kopieren ist ja keine wirkliche Arbeit und fühlt sich trotzdem sehr produktiv an. Gewebt, Dateien sortiert und die Pflanzen versorgt, ein angenehmer Sonntag.

25475

Schon früh im Tag erreicht mich die Anfrage, ob ich die Spätschicht im Café Nachtlicht mitmachen könne. Zugesagt.

Dementsprechend ist im Tag selbst nicht viel geschehen, aber für ein Probe- Webstück zum Hahnentritt-Muster hat es gereicht.

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Ein Tag später:

25474 – #widgtsm Juli 2026

Kurz nach elf, so spät war ich selten für den Monatsabschluss dran. Gestern keine Lust, heute Kino, ich kann nicht sagen, dass ich es nicht gewußt hätte.

Am Anfang dessen, was den Monat prägte, stand es, dass ich meiner depressiven Faxen wirklich überdrüssig war und beschloß, dem nicht-depressiven Zustand wieder möglichst Nahe zu kommen, äußerlich wie innerlich. Gute Ernährung und Gewichtskontrolle stehen da seit letztem Jahr ganz oben auf der Maßnahmenliste. Folglich startete ich erstmal eine kleine und erfolgreiche Abnehmaktion und habe innerhalb von drei Wochen rund dreieinhalb Kilo abgenommen. Gewichtsmäßig bin ich jetzt also wieder knapp unter Normalgewicht und werde das auch wieder einige Zeit halten können.

Mit dem Abschluß der kalorienarmen Zeit gibt es auch wieder große Mengen an Gemüse und ganz allgemein wieder Ideen aus dem Umkreis gesunder Ernährung. Ich bin an diesen Stellen immer wieder selbst von mir überrascht und auch etwas amüsiert. Auf welch schmale Bretter mensch im Alter noch kommen kann.

In die Mitte der Abnehmaktion fiel die Fertigstellung des Webprojektes, das mich wegen großer Unterbrechungen bestimmt über ein Jahr immer mal wieder beschäftigt hat. Und das dann innerhalb von fünf intensiven Tagen seinen Abschluss fand. Nur, um mich erschöpft aber zufrieden zurückzulassen.

Es folgten Wochen allgemeiner Antriebslosigkeit, die gelegentlich durch Aktivitätsansätze unterbrochen war. Wer es mag, darf einen leichten Stimmungsaufschwung vermuten, aber gesichert ist an dieser Vermutung nichts.

Unterm Strich bin ich mit dem Monat zufrieden, an Gewicht und Ernährung kann ein Haken und wenigstens ein Projekt hat seinen Abschluss gefunden. Für den nächsten Monat ist der Kopf frei, um andere gesundheitsbezogen Vorhaben umzusetzen.

Wie immer, wer es tagesgenau braucht darf hier 25474 – #widgtsm Juli 2026 weiterlesen

25473 – Einfach? Nöh!

Beim Abschluss meines letzten Webprojektes war ich etwas enttäuscht. Nicht über das Ergebnis – auch wenn es da deutlich Raum für Optimierungen gibt -, aber über die Zeit, die ich dafür gebraucht hatte. Nach ein paar Erholungstagen war ich bereit mich neuen Ideen zuzuwenden und die erste war, einfach etwas weniger ambitioniert zu sein. Mal schauen, was ginge, wenn ich einfach nur eine Technik verwenden würde und die stumpf abarbeite, bis der Flickenteppich fertig ist. Muster egal, Farben egal, Übergänge und Wiederholungen egal. Einfach alles egal, nur machen.

Aber heh, so bin ich nicht. Abermals ein paar Tage später erwischte ich mich, wie ich in Gedanken schon deutlich komplexere Konzepte ausprobierte. Oder an unorthodoxen Lösungen tüftelte, wie ich den Abschluss des Teppichs besser gestalten könnte. Aber …, bei allem die Frage, warum ich soviel Mühe in eine bessere Fußmatte investieren sollte.

Das ist noch immer unbeantwortet, aber manche Dinge lösen sich dadurch, dass die Frage weggeht. Und das muss irgendwann in den letzten Tagen geschehen sein, keine Ahnung, wo sie hin ist, die Frage. Ich bemerke ihr Fehlen auch nur, weil ich heute mit einem neuen Projekt begonnen habe, das an gleich zwei Stellen spürbar, nun, experimentell ist. Es wird einen weiteren runden Flickenteppich geben. In dessen Mitte soll es ein Hahnentrittmuster geben, in dem Kett- und Schussfäden ununterschieden sind. Und dort, wo sonst der Abschluss notwendig wird, wird der schon von Anfang an mitgedacht und gewebt. Was gegen Ende der Arbeit dann nochmals mehr Mühe machen wird, als es der Abschluss ohnehin wäre, um sich den Abschluss zu ersparen. Es ist wie im Leben.

Wie auch immer, für diesen experimentellen Abschluss habe ich heute erste Vorbereitungen getroffen. Im Bild zu sehen ist ein Teil des runden Rahmens und der gelbe „Schuss“faden, der bei normalem Vorgehen der letzte des Teppichs wäre, sowie die rote Befestigung, die nur dazu dient, ihn am Platz zu halten. Diese Befestigung zu lösen und zu entfernen ist dann der letzte Arbeitsgang – irgendwann in ferner Zukunft.