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Nachdem ich gestern auf dem Fahrrad diese phantastische Idee hatte, mich morgens gelegentlich zu fragen, was diesen Tag zu einem guten Tag machen würde, dachte ich heute, es sei der Tag, die Idee auch mal umzusetzen. Und ja, das musste bis heute warten, weil die Betonung auf „diesen“ liegt. Also mich gefragt und auch Antworten gefunden, die sich kurz zusammenfassen lassen mit Haushalt und Mal-melden-bei-… .

Es kam dann auch der Moment, an dem ich tatsächlich zur Tat schreiten wollte, nur etwas Musik bei allem … . Womit eine Reihe von Ablenkungen begann, die ich bemerkenswert finde. Die erste Ablenkung hätte ich mir noch sparen können. Die Musik kommt bei mir aus dem Laptop und einem Retro-Verstärker mit retro-großen Boxen. Und der Laptop wünschte sich ein Update. Hätte ich verschieben können, aber so ein Update kann ja eigentlich nicht lange dauern. Außer die Bildschirmeinstellung zickt nach dem Update, was sie tat. Hätte sie nicht tun müssen, passt aber gut ins Bild dessen, was noch folgen sollte.

Ich kürze ab und verzichte auf eine ausführliche Darstellung, obwohl darin jede Menge humoristisches Material steckt. Nur soviel, als ich endlich so weit war, die Arbeiten zu beginnen, zu denen ich mir Musik wünschte, hatte ich schon genug getan, um diesen Tag einen guten Tag zu nennen.

Damit ich die Notizen zum Tag nicht völlig umsonst gemacht habe, lasse ich sie einfach stehen.


Musik
→ Updates einspielen →Bildschirm neu einstellen
→ein Kanal ausgefallen →Fehlersuche →weil dunkel Taschenlampe

Taschenlampe
→Batterien schwach →Ersatz suchen und finden
→alte Batterien raus →Kontakte fallen raus (tun sie immer)
→Kontakte einkleben (endlich mal) →Batterien rein, funzt

Fehlersuche
→anlagenseitig Lautsprecherkabel lösen und
zum Test die Kanäle tauschen → Rücktausch
→Diagnose: Kabel zum linken Lautsprecher funzt nicht
→am linken Lautsprecher nachgeschaut, dort müssen die
Verschraubungen des Kabels unsinnig stark angezogen
werden, damit der Kontakt keinen Wackler bekommt
Musik

Überleitung zum guten Tag

Komposteimer ausleeren → reinigen → defekten Deckel kleben

25469

Noch gibt es kein Verb für ein Buch auf dem E-Reader lesen. Aber wenn es das gäbe, dann hätte ich genau das. Und zwar fast den ganzen Tag.

Die Unlust, irgendetwas anderes mit dem Tag anzufangen, schiebe ich auf das gestrige Übermaß (für meine Verhältnisse) an Aktivität und Kommunikation. Denn nach einem übervollen Tag bin ich abends spät, meint kurz vor 22.00 Uhr, nochmal nach Gießen ins Café Nachtlicht gefahren. Dort saß ich dann bis zur Schließung um Mitternacht in kleiner Runde mit einigen der Stammgäste. Das Gespräch mäanderte von Krankheiten (Demenz, Krebs und Krätze), Kleidung (Hüte, Farben, Schwarzvarianten, Gerüchen (Parfüm, unterschwellige Wahrnehmung, Balz) bis hin zum allgemein getragenen Eingeständnis (cirka 80 % der Beteiligten), dass es trotz lebenslanger Erfahrung sehr schwer ist, sich beim Essen nicht zu bekleckern. Auch AI-Slop und Achtsamkeit wurden thematisch gestreift, kurz: Tief- und Flachsinn wechselten im Gespräch sehr angenehm und schlossen den Tag gut ab.

War halt viel, deswegen heute der etwas ruhigere Angang.

25468 – „Ein Schritt …, er hat einen Schritt gemacht.“

Alles beginnt mit ein paar Klötzen, die die Kommode in eine Höhe mit dem Rest der Küchenzeile bringen sollen. Die haben zuerst gar nicht und später nicht ganz die richtige Farbe.

Drunter kommen sie trotzdem und sind nicht weiter auffällig.

Vorher-nachher, letztlich ist alles gut genug und das genügt.

25467 – Gewerkel

Seit Wochen mal wieder etwas um die Außenanlage gekümmert. Wenig nur, Bambus und Distel zurückgeschnitten. Und auch den Wildwuchs rund um den Kompost.

Darüberhinaus viel Gewerkel, meint: Zeug, von dem noch unklar ist, wo es hinführt, aber irgendwann irgendetwas draus werden wird. Das alles kann ich hier gar nicht genug würdigen, denn es sind diese kleinen Anfänge, diese etwas besseren Tage, die mich zwischendrin mal durchatmen lassen und Hoffnung geben, dass ich diesen Sommer doch nocheinmal eine gute Zeit haben werde. Und diese Hoffnung, die ist ganz wichtig.

25466

Kein schlechter Tag. Auch kein guter. So einer, der entlang der wenigen Notwendigkeiten läuft und darüberhinaus wenig bietet. Nun gibt es ja Menschen, die behaupten, mensch müsse nur genau genug hinschauen, um irgendetwas Erfreuliches zu finden. Also speziell an diesem Tag; ganz allgemein ein weißer, männlicher Europäer zu sein, zählt nicht.

Ich also in mich, tief. Das Einzige heute, das mir positiv genug – und auch für ein Foto – auffiel, war die aufgefüllte Obst- und Gemüseecke. Das isses für heute. Ob das im Sinne der Stimmungsaufhellung ausreicht, müsst Ihr entscheiden.

<O>

Kurz angehängt, weil es mir beim Anschauen des Fotos auffiel. Seht Ihr, dass bei der Laterne der Boden sichtbar heller ist? Sie wurde lange im Freien vergessen und dieser Boden war weggemodert. Irgendwann in der vergangenheit habe ich ihn dann ersetzt und solche kleinen Reparaturarbeiten sind etwas, wofür ich mich mag und feiere. Gerne auch zweimal.

Geht doch, das mit der Stimmungsaufhellung.