25076 – Fummelkram

Gelegentlich bekomme ich im echten Leben Rückmeldung auf Bloginhalte. In der letzten Woche sogar zweimal. Wenn ich diese beiden Rückmeldungen zu einer verschmelze und einer fiktiven Leserin V. in den Mund lege, dann könnte die in etwas folgendes gesagt haben: „Weißt Du, wenn bei Dir blogmäßig gerade Flaute ist, dann könntest Du ja einfach auch ein Bild von der Bodenverlegaktion einstellen. Das ist dann immer noch interessanter als das Testbild.“ Und da hat V. ganz unzweifelhaft recht. Also aus ihrer Perspektive, wer jemals im Netz ein Testbild gesucht hat, weil er etwas ganz Bestimmtes damit machen wollte, könnte das anders sehen. Also ich zum Beispiel …, obwohl, das führt jetzt doch zu weit.

Dafür gibt es gleich zwei Bilder von der Baustelle.

25070 – Ein Fund- und ein Vermissstück

Schon einige Monate zurück habe ich am Straßenrand eine alte und voll funktionsfähige Schreibmaschine gefunden, gestern sind die bestellten Farbbänder dafür angekommen und heute habe ich sie eingesetzt.

Ein erstes Probetippen verlief zufriedenstellend und ich mag auch die Schriftart, vor allem die Größe. Ich habe eine zweite Schreibmaschine mit einer deutlich kleineren Schrift, die für den gewünschten Zweck deutlich weniger geeignet ist.

Der Zweck: ein traditionelles ZINE, komplett analog. Nur eben keine handgeschrieben Texte, ich habe das noch nie gemocht, auch wenn ich es in meinen ersten Zines mangels anderer Möglichkeiten so gemacht habe.

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Etwas anderes, vorgestern habe ich versprochen, ein Bild des Dome-Models nachzuliefern, heute wollte ich das dann auch tun und …, … finde das Dome-Model nicht mehr!

2019, 1:20, unmöbliert

Das ist unter allen Gesichtspunkten merkwürdig. Das Teil ist groß genug um aufzufallen, auch wenn es an einem ungewohnten Ort steht. Und es ist an einen ungewohnten Ort umgezogen, als ich den Dome leerräumte, um ihn für das Verlegen des Bodens vorzubereiten. Nun ist es bei mir durchaus überschaubar und wenn ich es denn glauben wollte, ist das Teil nicht mehr bei mir.

Andererseits ist es mir undenkbar, dass ich es auf irgendeine Weise entsorgt hätte, ohne mir das zu merken. Dafür hat es mich zu lange begleitet, es wäre kein leichter Abschied gewesen.

Keine Schlusspointe, kein Doch-noch-gefunden, kein Seltsamster-Lagerort-ever, es bleibt einfach nur merkwürdig.

25064 – Manchmal muss so etwas sein …

Ich habe gestern schon angesprochen, dass ich eine Fahrgelegenheit für die Platten brauchte. Heute habe ich das Problem gelöst und war mir meine eigene Fahrgelegenheit.

Während des Einschlafens ging es mir im Kopf herum, dass ich den Einkauf gut mit dem Fahrrad erledigen könnte, wenn ich einen Gestellrucksack hätte, genauer, nur das Gestell davon. In den Siebzigern waren die mal modern, mittlerweile habe ich bestimmt schon Jahrzehnte keinen mehr gesehen. Eine andere Möglichkeit wäre eine Kraxe, wie ich sie 2004 auf dem Grätli, einer Schweizer Almhütte, fotografiert habe. Ein Zitat, wo-auch-immer es herkommen und was-auch-immer es bedeuten mag: „Von allem, was wir uns wünschen, sind wir nur durch Zeit und Raum getrennt.“ Wie erwähnt, kurz vor dem Einschlafen.

Wichtig ist, vom Gestellrucksack zu der kleinen nichtsnutzigen Sackkarre, die sich seit mehreren Jahren in meinem Fundus rumtreibt, war es gedanklich dann nicht mehr weit. Das Teil – so die Idee – mit ein paar Koffergurten gepimpt, müsste den Job auch erledigen.

Heute morgen war ich dann sehr früh wach, dachte noch einmal drüber nach, machte fast schon so etwas wie eine Risikoabwägung, suchte alles zusammen und ging in eine Experimentierphase, die alles in allem sehr gradlinig auf das benutzbare Provisorium eines Gestellrucksacks hinauslief.

Die Bilder zeigen das und auch den weiteren Verlauf des Vormittags recht schön.

Gegen eins war ich dann wieder zuhause. Der Transport verlief ohne Schwierigkeiten, allerdings musste ich sehr langsam und vorsichtig fahren, da das Gestell für einen wirklich sicheren Transport nicht fest genug auf meinem Rücken saß. Im Falle des Verrutschens wollte ich kontrolliert anhalten – und gegebenenfalls auch nach rechts umkippen – können.

Im Straßenverkehr wollte ich so nicht unterwegs sein, glücklicherweise verläuft die Strecke zum Baumarkt zu mehr als der Hälfte auf Wald- und Fußgängerwegen, zumindest wenn mensch sie geschickt wählt. Der Rest ist auf dem Bürgersteig zu machen. Also fast, das letzte Stück bis zum Platz geht halt nur auf der Landstraße. Was dann auch der einzige Streckenabschnitt war, denn ich selbst als etwas grenzwertig empfinde. Wenigstens war ich gut zu sehen.

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Wieder zuhause habe ich mich ob meiner Findig- und Unabhängigkeit gefeiert, gekocht, gezeichnet und war ganz allgemein sehr zufrieden mit mir. Erst am Nachmittag bin ich dann noch einmal in den Dome und habe zwei Drittel der Platten verbaut. Morgen dann das letzte Drittel.

25063 – Baustelle

Drei Bilder von der Baustelle, jedes einzelne ohne Erläuterung wenig aussagekräftig. Sie sind weniger für Euch und mehr zur Dokumentation für mich. Gemeinsam ist allen, dass sie heute im Rahmen eines Tages entstanden sind, an dem ich mich gezwungenermaßen mit Klein- und Fummelkram beschäftigte. Ich habe die Tendenz, solche Dinge aufzuschieben, bis ich sie nicht mehr vermeiden kann. Gestern war der erste Tag, an dem ich keine weiteren Dielen legen konnte, weil mir die 2cm-Styrodurplatten ausgegangen sind. Um überhaupt etwas zu tun, musste ich heute also an die lange gemiedenen Arbeiten. Gut so, jetzt sind sie getan und sobald ich eine Fahrgelegenheit aufgetan und die Platten geholt habe, kann es ungebremst weitergehen.

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Im Moment verändert sich meine Einstellung zur Baustelle, vermutlich weil ich bald zu einem Ende komme. Nicht, dass ich dann fertig wäre, aber ab dem Moment, da der Boden fertig ist, wird der Dome nutzbar sein. Das ist ein großer Einschnitt

Ich bemerke, wie ich mich innerlich anderen Dingen zuwende, den Dome weniger spannend finde und mir mehr Zeit für „Zeug“ wünsche. Die Dome-Baustelle hat über mehrere Jahre mein Leben strukturiert und ich denke, es ist eine gute Entwicklung, dass andere Dinge in den Vordergrund treten, näherungsweise zu dem Zeitpunkt, da sie als strukturgebendes Element ausfallen wird.

25033 – Boden

In den beiden letzten Tagen habe ich das erste Stück Boden gelegt. Aufmerksame Leser des Blogs werden bemerken, dass ich meine Pläne abermals geändert habe und die Fugen der Dielen nun in einem 45°-Grad-Winkel zum Lichteinfall bzw. der Türschwelle verlege. Die Entscheidung dazu ist mir nicht leicht gefallen und hat mehr mit Intuition und stilistischer Vorliebe zu tun als mit Best-Practise. Im Moment bin ich noch zufrieden damit.

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Zwei Tage später: