25318 – Altered Books

Vor kurzem ist hier in einem Nebensatz schon einmal der Begriff „Altered Book“ aufgetaucht. Mit Altered Books versucht der umtriebige Kreativmensch, ein Problem zu lösen, das er unweigerlich bekommt, wenn er in seinem Sketchbook oder Art Journal zuviel collagiert oder Dinge einklebt, die stark auftragen. Das Buch beginnt zu sperren, es steht auf. Das ist nicht nur häßlich, das Phänomen macht es auch schwerer, darin zu schreiben, zu zeichnen, zu aquarellieren, oder was mensch sonst noch so darin zu tun gedenkt.

Ein „Altered Book“ ist – der Name lässt es vermuten – ein geändertes, ein abgeändertes, kurz: ein irgendwie modifiziertes Buch. Manche KreativkünstlerInnen machen da noch sehr viel mehr, als ich Euch hier zeige. Ich beginne mit der Grundlage. Damit das Buch später – nach ausschließlich mehrlagigem Gebrauch, für den es gedacht ist – nicht sperrt, müssen so cirka zwei Drittel bis drei Viertel der darin enthaltenen Seiten heraus. Damit das auf die gewünschte Weise zu machen ist, benötigt mensch ein Buch mit Fadenheftung. Wer in der Schule jemals eine Seite aus einem Heft gerissen hat weiß, dass sich dann immer irgendwo eine zweite Seite löst. Sobald die auch draußen ist, macht das Heft wieder einen guten Eindruck, ist aber zwei Seiten dünner. Stellt Euch ein normals Buch so vor, als hätte der Buchbinder einfach mehrere Hefte mit dem Faden an einen Streifen Stoff genäht. Wenn Ihr nun von oben genau auf die Bindung schaut, seht Ihr die einzelnen Hefte und könnt die Seiten im Buch identifizieren, wo die Fäden zu sehen sind. Hier könnt Ihr beginnen, Seiten herauszulösen. Um die Fäden nicht auszuleiern empfehle ich behutsames Ausreißen zu den Seiten hin. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl und ein bisschen Zählen bekommt Ihr das schon hin.

Fertig, schon habt Ihr Euer erstes Altered Book, in dem Ihr nun vollkommen unbefangen Eure mehrlagigen Mixed-Media-Experimente beginnen könnt. Und weil Ihr (hoffentlich) ein altes Buch benutzt habt, könnt Ihr doppelt unbefangen sein. Manchmal entsteht dann aus altem Abklebeband noch etwas, das möglicherweise netter anzusehen ist, als das Werk, zu dessen Entstehung es ursprünglich diente.

25317 – Naturnahes Leben

Hmm, ich verstehe das nicht.Gestern und vorgestern hatte ich jeweils nächtliche Begegnungen mit Molchen. Und zwar im Dome. Ich lese zum Einschlafen, der Reader liegt vor mir auf dem Boden, ich schaue aus dem Bett auf ihn herab. Anscheinend fühlen sich die Tierchen vom Licht angezogen. Kein Problem damit, ich helfe ihnen freundlich ins Freie und gut ist es.

Aber was mich wirklich interessieren würde ist, wie sie überhaupt in den Dome hineinkommen. Vermutlich durch die Tür, es muss so sein, denn ansonsten sollte der Dome zugdicht rundherum abschließen. Nur ist diese Tür eigentlich immer zu, vor allen zu den kühlen Zeiten, wenn die Molche das Wasser verlassen und sich Unterschlupf an Land suchen. Aber wie sagte doch schon Dr. Ian Malcolm in Jurassic Park: „Das Leben findet einen Weg!“

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Update, 10 Tage später. Molche sind ganz anders, als ich sie mir immer vorgestellt habe. Ich dachte, es seien Wassertiere, die an Land überwintern. Stattdessen verbringen sie die meiste Zeit ihres Lebens an Land und sind nur zum Balzen und Laichen im Wasser, die Jungtiere, anders als die Eltern, sind dort auch im Sommer und gehen erst im Herbst an Land.

Betreffs der Molche im Dome liegt also die Vermutung nahe, dass sie schon im Oktober/November in den Dome kamen, nun mit dem Ende der Frostperiode ihre Winterruhe beendet haben und raus ans Wasser wollten. Und daei habe ich ja gerne geholfen.

Mir geholfen hat KI, um zu erfahren, was die über Molche weiß, müsst Ihr hier 25317 – Naturnahes Leben weiterlesen

25315 – Das „Schwebebrett mit Klemmbausteinrand“ hängt

Heute ist es also geschehen, das Brett ist auf belastbare Weise befestigt und kann nun bestückt werden. Ich habe keine Idee, was da sinnvoll sein könnte. Es wird sich ergeben.

Wie immer gab es während des Bauens Chaos und wie so oft haben kleine Ungenauigkeiten gemeinsam mit nur sehr knapp vorhandenem Material zu einer Lösung geführt, die gerade gut genug ist. Der Block an der Ecke sollte eigentlich kleiner sein, statt der im Bild sichtbaren vier Bausteinreihen dachte ich an eine oder zwei. Denn ich vermute, das Stahlseilchen wird sich noch ein wenig aushängen und irgendwann kommt wieder eine Bausteinreihe dazu, damit die Höhe stimmt. Ich kann das bei Gelegenheit berichtigen.

Update (28.2.2026):

25314

Manchmal fühlen sich die Tage an, als hätte ich nichts getan, obwohl ich bei näherer Überlegung dann genug finde, das geschehen ist. Wenn ich früh genug darüber nachdenke! Gestern habe ich vergessen zu notieren, was ich getan habe, und schon einen Tag später kann ich mich nur noch an wenig erinnern.

Heute gab es einen weiteren kleinen Schritt auf dem Weg zur endgültigen Aufhängung des „Schwebebretts“. Die Stahlseilchen sind jetzt angebracht und durch das Brett hindurchgeführt. Darüber hinaus gibt es einen Eintrag im Art Journal (nebenstehend) und ganz zufällig bin ich über ein Buch gestolpert, das inhaltlich schlecht und buchbinderisch geeignet ist, es zu verändern (Hinweis zur Suche: Altered Book, Kreativtechnik). Und Blogzeug, auch wenn mensch hier nicht alles – oder nicht alles gleich – sieht.