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Entwurf für die Doppelseite eines Copy-Druckdings, das wir heute als Perzine (Personal Zine) bezeichnen würden. Wurde nie fertiggestellt, gut so, wäre mir im nachhinein vermutlich nur unangenehm.

Wir waren damals™ – der Entwurf ist von 1981 – jung, dumm, unempathisch und geil. Alles sehr unfreie Zustände. Wir spürten das und wollten nicht so sein.
Meine erste Idee war, den Beitrag – einzig mit diesem Bild – „Lost im Tedi“ zu überschreiben und es dabei zu belassen.
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Konnte ich dann doch nicht. Dieses Teil ist aus so vielen Gründen gut und gleichzeitig schlecht, eher aber schlecht und gleichzeitig gut zu finden, dass ich gar nicht erst beginne, das aufzudrösseln.
Ein Gedanke dazu scheint mir aber anmerkenswert, einen kurzen Moment hatte ich den Impuls, mir das Teil in den Garten zu stellen. Das wäre ein wenig selbstironisch und gleichzeitg auch bespiegelnderweise an die anderen meditierenden Gartenzwerge um mich herum gerichtet. Plus ganz viel mehr, wozu mensch mich aber besser kennen müsste. Mithin würde niemand in meinem Umfeld den Humor (oder den damit verbundenen Kommentar) verstehen, nichtmal den ersten, eher allgemeinen Teil.
Und darüber kam ich mir etwas verlassen vor, eben „lost“.
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Ach ja, und nur zur Sicherheit erwähnt: Das Teil steht in keiner der mir bekannten Parallelwelten außerhalb eines Gedankenexperiments wirklich-wirklich in meinem Garten. Niemals nicht.
Heute den Boden versiegelt. Zu jedem früheren Zeitpunkt meines Lebens hätte ich den Boden für fertig erklärt und den Einzug begonnen. Aber da ich mir versprochen habe, den besten Dome zu bauen, den ich bauen kann (meint: gemessen an meinen höchstmöglichen Ansprüchen, die ich gerade noch erfüllen kann), muss ich nach der Pflicht noch in die Kür.
Diese Kür wird daraus bestehen, die gelegentlich vorhandenen Fugen zwischen den Dielen aufzufüllen. Denn die Erfahrung im Wagen zeigt, dass sich in diesen Fugen der Staub fängt, kaum vollständig daraus zu entfernen ist, aber nach jedem Kehren in Rekordzeit wieder neben der Fuge auftaucht. So richtig staubfrei ist die Hütte nicht zu bekommen. Um also wenigstens die Chance zu haben, staubfrei(er) zu leben, müssen die Fugen geschlossen oder aufgefüllt sein, damit sich kein Staub darin fangen kann.
Wie ich das genau machen werde, ist noch unklar. Ich habe ein paar Ideen, mit denen ich experimentieren möchte, bevorzugt an weniger exponierten Stellen. Das wird nochmals Zeit erfordern, was nicht schwierig ist, weil neben dem Boden noch andere Arbeiten am Dome zu einem Abschluss zu bringen sind.
Wichtig daran, diesen Arbeitsschritt gegangen zu sein, ist eigentlich nur eines, ab jetzt kann die Stereoanlage wieder in den Dome. Denn die hat mir wirklich gefehlt in den letzten Wochen.