Mal wieder tapeziert

Verteilt über mehrere Tage, Wochen, ja Monate haben wir A.´  s Wohnzimmer tapeziert. Heute sind wir fertig geworden.

Tag 1 und 2

Die Bilder zeigen recht schön, wie verwinkelt alles ist. Darin bestand die Herausforderung.

Tag 3
Gemacht habe ich die Bilder mehr zur Dokumentation, welche Wände an welchen Tagen dran waren. Ich dokumentiere gerne.

Tag 4An der ganzen Aktion ist wenig erwähnenswert, außer vielleicht, dass ich erstmals in meinem Tapezierer-Leben mit vorgefertigtem Kleister aus dem Eimer gearbeitet habe, kombiniert mit Tapeten, die nicht vorgekleistert werden mussten. Bedeutet, dass der Kleister mit Rollen auf die Wände aufgetragen wird und dann die Tapetenbahnen trocken darauf plaziert und glattgestrichen werden. Das ist deutlich anders und sehr viel bequemer, als die mir vertraute traditionelle Vorgehensweise, bei der der Kleister mit dem Quast auf die Tapeten aufgetragen wird, die Tapeten dann eine Zeit lang zusammengefaltet durchweichen und schließlich gut durchfeuchtet an die Wand gebracht werden.

Der veränderte Arbeitsfluß ist sehr heimwerkerfreundlich. Da das Einkleistern der Tapeten entfällt, könnte man kleinere Räume zur Not auch mal ohne Tapezierertisch bewältigen und einfach auf dem Boden zuschneiden. Stichwort Boden, solange es nur um das Tapezieren geht, lässt sich auch auf das Abdecken des Bodens verzichten, da der Kleister tropffrei auf der Malerrolle haftet. Unglaubliches Zeug. Ähnlich überzeugend auch die Tapete, die die beim Glattstreichen manchmal unvermeidlichen Luftblasen innerhalb von 15 Minuten einfach wegzog. Kurz: angenehme Aktion mit gutmütigen Materialien, die bedenkenlos weiterzuempfehlen sind.

 

Wie schnell ist eigentlich mein Internet?

Speedtests gibt es viele, alleine Google hat drei verschiedene, wie mir gerade ein Artikel des GoogleWatchBlog verät. Aus aktuellem Anlass ist das erstmals interessant. Bisher war die einzige Frage mit Bezug zur Geschwindigkeit: Funktioniert Streaming? Antwort: Meistens, manchmal nicht, Ursache ungeklärt.

Der direkt über die Websuche aufrufbare „Überblicks-Test“ bestätigt den Eindruck. Gemessen an einem Wochentag morgens um zehn, schon eine Stunde später sieht das deutlich schlechter aus.

Auch der Stadia-Test liegt um diesen Wert und rät ganz klar vom Gaming ab (3,5 MBit/s). Auf die lange Strecke sieht´  s erwartungsgemäß noch schlechter aus (2,3 MBit/s). Soweit Google, die Telekom bestätigt das Ergebnis (3,4 MBit/s).

Streaming geht also, aber langt das für Konferenz-Software, wie sie im Home-Office benötigt wird? Die Internet-Wisser meines Vertrauens raten zu Verträgen ab 50 MBit/s. Zwar sei eine Person auch schon mit der Hälfte dieser Download-Leistung versorgt, aber der Upload könne dann einen Engpass bilden, da er in der Regel nur ein Zehntel des Download-Volumens beträgt.

Gut, beziehungsweise schlecht, Home-Office fällt bei mir aus. Zumindest im ersten Ansatz, ich denke, es gibt da noch etwas Forschungsbedarf.

Ein freistehender Anbau …

… ist ein Widerspruch in sich. Aber mir fällt gerade keine treffendere Bezeichnung für das „Gebäude“ auf dem Foto ein. Vorschläge gerne in die Kommentare.

Seit ein paar Tagen bin ich verstärkt dabei, das Gelände wieder begehbar zu machen. Oder auch zu „verschönern“, im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten.

Hintergrund ist, dass die in Berlin lebende Lieblingstochter sich zur regelmäßigen Pflege des Gießener Freundeskreises in diesem Anbau einen Schlafplatz mit Homeoffice-Option einrichten möchte. Nutzbar in den Sommermonaten, immer mal wieder, nie lange.

Der Anbau steht auf einem unserer freien Grundstücke, das irgendwann wieder zum regelmäßigen Wohnen genutzt werden wird. Dementsprechend planen wir mit geringem Budget und Arbeitsaufwand, so dass alles irgendwann einfach so und ohne großen Verlust an den Folgenutzer übergeben werden kann.

Bis dahin tut es dem Gelände gut, gelegentlich etwas Pflege zu erhalten. Heute hat der Apfelbaum einen sehr zurückhaltenden Schnitt bekommen.

26.3.2022
Der erste Schritt ist getan: aufräumen. Darüber ist ein angenehmer Nachmittag vergangen. Immer wieder erstaunlich, was sich auf einer gar nicht mal so großen Fläche (2,97 mal 2,43 Meter) ansammeln kann.

Nun kann die eigentliche Arbeit beginnen, das Einziehen der vierten Wand, rechts im Bild gerade nicht mehr zusehen. Ganz früher war an dieser Seite ein Bauwagen angeflanscht, in den letzten Jahren war die Öffnung mit einer Plane verhängt.

27.3.2022
Okay, jetzt kann die eigentliche Arbeit beginnen. Der Boden war an einer Stelle noch auszugleichen.

16.4.2022
Gestern hat S. beschichtete Spanplatten vorbeigebracht, genug um die Wand innen und außen damit aufzubauen. Ein Rest vom Messebau. Heute habe ich vier davon schon mal hingehängt.

19.4.2922
Nochmal zwei Tage für die Innenwand.

21.4.2022
Und nochmals zwei Tage. Viel Fummelkram mit dem Dachanschluss und der Dämmung. Letztlich dauerten die letzten zwei Platten einschließlich der Dämmung länger als gedacht, weil ich den Zeitaufwand für die Leiternsteigerei nicht auf dem Zettel hatte.

27.5.2022Dämmstoff in die beiden Ecken unterm Dach. Außerdem Lichtschalter gesetzt und die Leitungen für die Deckenlampe gezogen.

30.5.2022Einen Teil der Decke gedämmt, mir war nach „Material wegarbeiten“, das schafft Ordnung.

5. und 8.6.2022Hannah war in Gießen und an den beiden Tagen haben wir die Decke fertig gedämmt, am 8. auch mit A.´ s Hilfe.

Bedeutet: Mit Dämmen und Verkleiden sind wir (fast) durch und ab jetzt geht es  um „schön“. Ich nehme das zum Anlass, diesen Beitrag zu beenden und über die einzelnen Einrichtungs- und Verschönerungsaktionen separat zu berichten. Ab dafür.