Heute, am letzten Tag des Monats, ich bin gerade erst aus Wien nachhause gekommen und schon soll ich mich an den Monat erinnern. Naturgemäß dominiert die Erinnerung an Wien, durchaus berechtigt und als Highlight. Was es da zu erinnern gibt lest Ihr im Beitrag nach.
Der Monat davor verläuft in gewöhnlichen Bahnen, ich gebe mein Bestes, was manchmal nicht reicht. Zufrieden macht die Tapezieraktion bei A. am Monatsanfang, ich kann’s noch, meint: gut. Auch dafür, einen winzigen Schritt an der Kücheninsel weitergearbeitet zu haben, will ich mich loben. Das Beet ist umgegraben, bepflanzt und alle Pflanzen leben noch, auch gut.
Soweit es das Tun betrifft ist darüberhinaus wenig bemerkenswert. Im Denken taucht ein Thema an mehreren Stellen auf und beschäftigt mich. Ich lebe meinen Alltag ziemlich bewußt (im Rahmen dessen, was möglich ist) und versuche mit dem, was ich tue, auf der stimmungsaufhellenden Seite zu bleiben. Das gelingt mittelmäßig und ist bis hierher als Erfolg zu lesen. Aber, langgezogen, das ist unglaublich mühsam und mehr und mehr werde ich ich über dieser Mühe unzufrieden. Ich erinnere den letzten Sommer, während dem ich die gleichen Dinge, die ich jetzt tue, tat, weil ich sie tun wollte, weil sie mir wichtig (oder wenigstens des Getanwerdens wert) schienen. Wie gesagt, die gleichen Dinge, zu denen ich mich jetzt streng anhalten (um nicht zwingen zu schreiben) muss. Mit mäßigem Erfolg in Bezug auf die Stimmungsaufhellung. Es ist der Unterschied zwischen Leben leben und Leben führen. Ich habe einfach keinen Bock mehr, die kleinsten Kleinigkeiten machen zu müssen, ich will wieder dahin, wo ich sie geschehen lassen kann, mühelos. Ich bin des Machens müde.
Und, abschließend, für einen Sommermonat ist diese Stimmungslage untypisch, sehr untypisch.
Wie immer, wer es gerne tagesgenau hat, darf hier 25443 – #widgtsm Juni 2026 weiterlesen





