25326 #wmdedgt März 2026

Jeden Monat am Fünften fragt Frau Brüllen ihre Blogger-KollegInnen, was sie denn eigentlich so den ganzen Tag machen. Hier geht’s zu ihr und all den anderen Bloggenden.

Strenggenommen werde ich heute die Frage nach dem Was nicht im Detail beantworten, obwohl Ihr natürlich trotzdem einen Eindruck vom Tag bekommen werdet. Und das liegt daran, dass ich den ganzen Tag über im 12von12-Modus verbracht habe. Meint: ich habe brav rund jede Stunde ein Foto aufgenommen und grob notiert, wobei ich gerade so war. Das soll nicht umsonst gewesen sein, am 12. wird es also die heutigen Doku vom 5. zu sehen geben. Auch hier, strenggenommen ist das an der Vorgabe vorbei. Aber Ihr werdet es gemerkt haben, ich nehme es eher selten streng.

Der Tag beginnt für meine Verhältnisse ungewöhnlich früh, ich bin gegen halb neun wach und habe schon im Bett die Idee, die den ganzen Tag ins Rollen bringen wird. Gestern habe ich auf der Suche nach einer Ablagemöglichkeit für gerade ungenutztes Werkzeug einen alten, aber gut erhaltenen Einkaufswagen auf der Terasse geparkt. Einen Tag später und im Licht der Morgensonne betrachtet erweist sich das als ästhetische Fehlentscheidung. Aber: der Wagen könnte mir im Dome in Küchennähe als Aufbewahrungsmöglichkeit für all die Lebensmittel dienen, die nicht in den Kühlschrank müssen. Die moderne Vorratshaltung mal anders gedacht.

Noch vor neun steht der Einkaufswagen im Dome und ist auf der Ästhetik-Skala von geht-gar-nicht zu grenzwertig-und-erprobenswert aufgestiegen. Weil aber durch diese Lösung Platz im Küchenschrank frei geworden ist, ist es sinnvoll, weiteres Küchenzubehör in den Dome zu holen (Ich fürchte, das ist nur für StammleserInnen, verständlich. Stellt Euch eine kleine Umzugsaktion vor, wobei Ort eins nur cirka neun Meter von Ort zwei entfernt ist.) Dieses Mal-eben-Zeug-aus-der-alten-Küche-holen führt assoziativ dazu, die Elektro-Kochplatten vom etwas weiter entfernten Lagerort zu holen, sie zu entrosten und mit den Resten der Platte, in der sie eingebaut waren, eine andere Reparatur an der zukünftigen Kücheninsel zu beginnen. All das verläuft nicht gradlinig, zwischendrin bringe ich fast den Kompressor an den Start, um die Metallwerkzeugkästen auszublasen, eine Aktion, die – auch wenn das hier unerläutert bleiben soll – ebenfalls mit dem Einkaufswagen und der Kücheneinrichtung zusammenhängt. Mehrere Male geschieht auch für kurze Zeit gänzlich anderes, ich bin leicht ablenkbar.

Bisher unerwähnt, irgendwann in diesem Tag wurde auch zweimal gekocht – naja, Lebensmittel wurden erhitzt – und gegessen. Gegen halb sieben am Abend bin ich müde und das Werkzeug ist wieder an seinem Ort. Um mich herum gibt es mindestens drei Baustellen, die ich morgen hoffentlich abschließen kann. Denn eine jede war heute nicht abzuschließen, weil vorher sinnigerweise noch etwas anderes zu tun ist.

Kurz: der Tag war voll bis zum Anschlag. Das ist maximal entfernt von meinem sonstigen In-der-Welt-sein. Ich erkläre es mit dem Frühjahr und den drei Sonnentagen am Stück. Ich sehr dankbar für solche Tage und hoffe auf mehr davon.

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Das Foto oben habe ich 2 Tage später nachgeschoben. Es ist etwas beschönigend, weil es die Umgebung ignoriert. So wie im Bild würde ich es jederzeit lassen, was den optischen Gesamteindruck betrifft, bin ich noch unsicher.

25298 #wmdedgt Februar 2026

Jeden Monat am Fünften fragt Frau Brüllen ihre Blogger-KollegInnen, was sie denn eigentlich so den ganzen Tag machen. Hier geht’s zu ihr und all den anderen Bloggenden.

Kurz vor elf erwache ich aus schwierigen Träumen, koche mir einen Kaffee und setze mich vor Tablet und Tageslichtlampe. Eine Kombi, die sprachlastige Inhalte  nahelegt, weil die Lampe den Bildschirm stark überstrahlt. Deswegen Nachrichten- oder Kommentarformate, die in diesen Tagen ganz anders als die Lampe, keineswegs zur Stimmungsaufhellung beitragen.

Entsprechend geframed bemerke ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung und erlebe kurz darauf eine „Katastrophe“ live. Die Welt eines Regenwurmes wird erschüttert, ein Monster gräbt sich direkt neben ihm an die Erdoberfläche, er entkommt mit knapper Not.Gegen eins kopiere ich kurz eine Warhol-Zeichnung in mein Sketchbook, schnell und dreckig, ich will das diesen Monat jeden Tag machen und dabei auf jeden Anspruch verzichten. Der Bildband liegt in Griffnähe, ich muss es nur tun.

Danach mache ich mich an die Arbeit oder das, was in meinem Leben dem am nächsten kommt. Wer hier regelmäßig mitliest weiß, dass ich seit einiger Zeit an einem Ablagebrett herumtüfftele, das über der noch unfertigen Kücheninsel „schweben“ (meint: unauffällig mit Stahlseilchen angebracht werden) soll. Dieses Brett bekommt einen Winkelschnitt verpasst, damit es …, egal, bekommt es. Im Laufe des Nachmittags eerledige ich noch einige andere und hier nicht näher zu beschreibende Arbeitsschritte, um dem Tagesziel nahezukommen: Das Brett soll provisorisch dort sein, wo es mittelfristig fest angebracht wird, damit ich die Optik überprüfen kann. Also schauen, ob das alles so aussieht, wie ich es mir vorgestellt habe, ob die Höhe stimmt oder vielleicht doch alles eine blöde Idee war.Gegen halb fünf kann ich mir alles anschauen und bin zufrieden. Selbst wenn das Brett mit allerlei Zeug beladen sein wird, wird es mir den Raum nicht zustellen. Alles bleibt offen, so, wie ich mir das gewünscht habe.

Ich koche mir eine Kleinigkeit und schaue beim Essen die erste Episode der dritten Staffel „Shrinking“. Auch damit bin ich zufrieden.

Neben allem gab es noch ein paar andere Tätigkeiten, die nicht unmittelbar mit dem Brett zu tun hatten, aber dennoch zu einem insgesamt aufgeräumteren Eindruck des Domes beitragen. Zumindest dann, wenn ich weggeräumt habe, was im Moment noch bei der Garderobe herumliegt. Bedeutet, dass der Rest des Tages recht vorhersehbar ist. Noch etwas aufräumen, danach die zweite Episode „Shrinking“, danach „“Starfleet Academie“ und danach wird es auch noch andere Bewegtbildinhalte geben. Kurz, ich stelle noch schnell den Artikel ein, danach geschieht heute nichts Erwähnenswertes mehr.

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Hmm, die Rechnung ohne Frau Brüllen gemacht, dort geht noch nichts. Ich probiers dann später nochmal.

25236 – #wmdedgt Dezember 2025

Jeden Monat am Fünften fragt Frau Brüllen ihre Blogger-KollegInnen, was sie denn eigentlich so den ganzen Tag machen. Hier geht’s zu ihr und all den anderen Bloggenden.

0.16 Uhr, den Wecker gestellt, damit ich das 5. Türchen öffnen kann. Nein, Spaß! Weihnachten und alles damit zusammenhängende Brauchtum könnte mir egaler nicht sein. Und da die Kinder schon rund zwei Jahrzehnte aus dem Haus sind, darf das auch so sein.

Ich bin also Viertel nach Zwölf noch wach, werde das vermutlich auch noch länger sein, die letzten beiden Nächte habe ich bis weit nach 2.00 Uhr gelesen. Das ist nicht schlimm, ich lebe allein und kann ungestört lange schlafen. Das sind die kleinen Freuden, die mein Leben mit sich bringt. Die Pläne für morgen sind überschaubar, irgendwann am frühen Nachmittag werde ich Lebensmittel einkaufen gehen (eigentlich fahren, mit Fahrrad und Rucksack) und abends werde ich mir im Schauspielhaus die „Addams Family“ anschauen (Premierenbesprechung im Gießener Anzeiger). Zwischendrin wird geblogt werden, alles sehr vorhersehbar. Wenn ich wollte, könnte ich hier schon mein Frühstück beschreiben und auch, was sonst so zwischen den geschilderten Eckpunkten geschehen wird. Das ist nur an der Oberfläche ein bisschen gruselig, aber mensch kann in diese Vorhersehbarkeit sehr schön hinein-entspannen. Es ist ähnlich wie die Addams Family.

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Ich lese bis vier, vorher, gegen halb zwei mache ich einen Versuch einzuschlafen, der misslingt. Also lese ich das Buch fertig (Jan Weiler: Munk), kann immer noch nicht einschlafen und sortiere in meinem E-Reader die virtuellen Regale um. Danach bin ich müde genug.

Gegen elf beginnt mein Tag mit einem Ping des Phones, etwas unnötig, wie ich finde, ich habe nur sieben Stunden geschlafen und es weckt mich der einzige abonnierte Newsletter, den ich per Email empfange. Ich bleibe noch zwanzig Minuten liegen und schaue an die Decke, entdecke im Muster der OSB-Platten ein Herz, überlege, wie ich es mit gaaanz wenig Einsatz so hervorheben könnte, dass auch andere es sehen und verwerfe den Gedanken, weil mir das dann doch zu kitschig. Aber den Tag mit einem Herz zu beginnen kann nicht verkehrt sein.

Ich koche Kaffee, setze mich damit vor das Tablet und schreibe, lese, schaue. Das Tablet hat komplett den PC abgelöst, vor dem ich im Wagen (meint bis vor rund zwei Monaten) meine Tage begann. Es ist so viel bequemer, an einem Tisch zu sitzen, neben sich den Kaffee und direkt hinter einem das eigene Frühstücksbuffett.

Es folgt eine extrem ausgedehnte Morgenroutine, Kaffee, Müsli, Internetnews, die heute zudem die neueste Episode „Pluribus“ enthält. Es ist unabwendbar, der Cliffhanger der letzten Episode überschreibt jede Impulskontrolle. Und so kommt es, dass der produktive Teil des Tages erst gegen 14.30 Uhr beginnt, immerhin frisch geduscht.

Unter der Dusche ist eine Entscheidung gefallen, ich werde nicht einkaufen gehen. Die vorhandenen Lebensmittel würden mich zur Not noch über das Wochenende bringen (unter sträflicher Vernachlässigung des Lustfaktors), es drängt also nicht (der Lustfaktor ist überschätzt). Zudem hat mir das Bild oben gezeigt, dass die fehlenden Schubladen sehr häßlich aussehen. Sie sind noch nicht in der provisorischen (!) Küchenzeile, weil ich sie vorher aufräumen und sortieren möchte. Und zumindest unter Dusche kommt mir das wie eine viel lohnendere Beschäftigung für den Nachmittag vor.

Zweieinviertel Stunden später bin ich mit der Aktion durch. Wer genau hinschaut erkennt, dass ich auf Gabeln mit langen Zinken stehe, bei Löffeln eher zur runden Form tendiere und generell zuwenig gleichermaßen gute wie moderne Messer habe (die alten im Bild bedürfen der Aufarbeitung). Ich hoffe, dass ich in Zukunft mit einem einzigen Flaschenöffner auskomme, ja, ich lebe riskant. Den nie verwendeten Käseschneider werde ich morgen vermutlich vergessen haben. Und immer wenn ich den ebenfalls nie verwendeten Nussknacker anschaue, werde ich mich fragen, ob ich die anderen beiden nicht doch hätte aufheben sollen (ist ein Kindheitsding, die sind emotional positiv besetzt, und von positiv kann mensch ja nie genug haben). Und so wird es gegen Ende der Aktion auch nocheinmal richtig spannend, als alle Schubladen eingeschoben sind und die noch auf dem Boden verteilten aussortierten Dinge nun wirklich weg müssen. Einige der Küchenutensilien bekommen eine eigene Plastiktüte spendiert, bevor sie in die Restmülltüte kommen. Ihr kennt das aus schlechten Filmen, wenn der Serienmörder die geschändeten Leichen aus Scham mit seiner Lieblingsdecke aus der Kindheit abdeckt. Niemand soll sehen, was ich getan habe.

Nach der Aktion bin ich hungrig. Es gibt Kartoffeln, Tomaten und Pesto, das ist nicht die große Küche, denn die ist es bei mir nie. Aber genug, um mich durch den Restabend zu bringen. Mal sehen, vielleich gehe ich nach der Addams Family nochmal irgendwo eine Kleinigkeit essen.

Zunächst aber eine Kleinigkeit vor dem Tablet essen, ich lasse mir von YouTube noch einmal erklären, was ich am Morgen eigentlich gesehen habe, serienmäßig. Früher haben wir das auf dem Schulhof oder in der Kneipe besprochen. Heute erfüllt diese Funktion der elektronische Erklärbär. Noch ein wenig bloggen, danach ziehe ich mich um und mache mich zum Stadttehater auf.

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Viereinhalb Stunden später bin ich wieder zuhause. Das Stück dauert mit Pause drei Stunden, eine halbe Stunde vorher gibt es eine kleine Einführung im Foyer. Auf etwas unklare Weise bleibt das Musical hinter meinen Erwartungen zurück, nach der Vorstellung bleibe ich mit dem Gedanken zurück, dass daraus mehr zu machen gewesen wäre. Dabei kann ich wenig benennen, was für diesen Eindruck verantwortlich sein könnte. Das Wenige: Wednesday scheint mir fehlbesetzt, die Addams Family wurde so oft mit den verschiedensten Schauspielern aufgeführt und immer war Wednesday eine zierliche Person. Das prägt die Erwartung und diese Erwartung wird an diesem Abend unterlaufen. Und das keineswegs absichtlich, wie ich vermute. Diese Wednesday ist groß, fast so groß wie Morticia, und das passt nicht. Auch dass Wednesdays Bruder Pugsley mit einer Frau besetzt war, fand ich schwierig, weil sich das nicht aus dem Stück ergibt und weder Maske noch Schauspiel das vergessen ließen. Es war einfach nur auf unnötige Weise irritierend. Im Kontrast dazu der großartig gespielte genderfluide Onkel Fester, von dem ich während des Stücks lange dachte, er würde von einer Frau gespielt. War nicht so, das war einfach gutes Schauspiel. Kurz, ich war für drei Stunden gut, aber nicht hervorragend unterhalten. Kein Grund sich zu beschweren, aber auch keine eindeutige Empfehlung.

Im Anschluss an das Theater etwas essen zu gehen fällt aus, weil ich mein Portemonaie vergessen habe. Bedeutet, dass ich mir unmittelbar nach dem Nachhausekommen etwas zu essen mache. Nebenbei höre ich YouTube als wäre es Radio. Ich esse, ich blogge und beende diesen Beitrag.

25206 – #wmdedgt November 2025

Jeden Monat am Fünften fragt Frau Brüllen ihre Blogger-KollegInnen, was sie denn eigentlich den ganzen Tag machen. Hier geht’s zu ihr und all den anderen Bloggenden.

Heute bekommt Ihr einen ganz besonderen Tag mit, den Aufnahmetag im Krankenhaus vor einer TAVI. TAVI (für: Transcatheter Aortic Valve Implantation) ist ein minimal-invasives Verfahren zum Ersatz der Aortenklappe, mittels dessen mir morgen eine neue Herzklappe über einen Katheter – vermutlich durch die Leistenarterie – eingesetzt wird.

Zumindest ist das der Plan, denn ich schreibe diese ersten Zeilen vor. In der Situation möchte ich dann mit dem Phone mitprotokollieren, vielleicht kann ich später auch zum Tablet wechseln. Es wird, neben anderem, davon abhängen, ob ich mich schon einrichten darf an diesem Tag. Selbstverständlich bin ich etwas aufgeregt und bloggen, das ja so Vieles sein kann, ist heute dann auch Bewältigungsstrategie. Na dann, los gehts.

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Aufstehen 6.45

Abfahrt Platz 8.05

Aufnahme, ab 9.06 auf Station 8

Dort dann erstmal Programm mit Blutdruck messen, Aufnahmefragebogen, Zugang legen, Nasenabstrich, Voransicht der zu unterzeichnenden Einwilligungen. Klingt wenig, beansprucht aber alles seine Zeit. Zu Beginn ist das echt lästig, denn eigentlich bin ich damit beschäftigt, den Internetzugang einzurichten, was im dritten Versuch dann auch gelingt. Zudem bin ich auch kommunikativ gefordert, verschiedene Menschen erinnern sich an mich beziehungsweise den Termin und geben kurz ihren Beistand kund. Das möchte ich nicht unbeantwortet lassen. Erst ab

10.40 ist alles gelesen, ausgefüllt und es herrscht soweit Ruhe, das ich mit diesen Aufzeichnungen beginnen kann. Gegen elf frage ich mich zum ersten Mal, was nun der sinnvollste Zeitvertreib sein könnte. Denn ich sollte halbwegs schnell aufbrechen können. Das Krankenzimmer, in dem ich sitze, ist nicht das endgültige, ich bin hier mehr so zwischengelagert. Ein Arztbesuch ist hier noch vorgesehen, danach geht’s gegen Mittag mit Zwischenstopp beim Anästhesisten auf die Beobachtungsstation. Auch das ist dann noch nicht das Zimmer, in dem ich die Geschichte hier aussitzen bzw. -liegen darf.

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Kaum beginne ich zu lesen, kommt schon der Aufnahmearzt. Ein sehr junger Mensch, der mich auch schon bei der Herzkatheder-Untersuchung die Einwilligungserklärungen unterschreiben lies. Er erklärt viele Dinge, die ich schon weiß, und andere, die ich gar nicht wissen will. Ich unterschreibe alles und hoffe, dass ich nicht versehentlich Herzschmerz Today abonniert habe.

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Um 12.30 kommt die Schwester für ein schnelles EKG. In der Geschichte, die ich lese, war es gerade spannend. Ich fühle mich gestört.

Irgendwann nach 13.00 Uhr bringt mich die gleiche Schwester zur Leitstelle Anästhesie, dort fülle ich zum wiederholten Mal ein Formular aus, das wirklich alles abfragt, was mensch so haben könnte an Ungemach. Es scheint, die Uniklinik legt Wert auf Redundanz. Viertel nach zwei, ich warte noch immer auf das Gespräch mit dem Anästhesisten und bin des Lesens überdrüssig, blogge ich mal wieder ein paar Zeilen.

Und kaum begonnen werde ich aufgerufen. Das Gespräch bringt wenig Neues. Ich bekomme einen Dämmerschlaf während der OP versprochen, leider auch einen weiteren Zugang für die kontinuierliche Blutdruckmessung. Ich fühle mich gut überwacht, jetzt schon, und während der OP noch mehr.

Ab 14.45 Uhr dann meine nächste Station, die Intensiv-Station. In Vorbereitung auf die Nachbetreuung zur OP werde ich heute hier schon eingefädelt. Es bleibt ein langer Tag, den ich hier wartenderweise verbringen muss. Voraussichtlich ist das Legen des zweiten Zugangs das aufregendste, was hier noch geschehen wird.

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Tja, so ein Pech, den zweiten Zugang gibt es erst morgen. Interessante Begründung: die Menschen, die das Bett von A nach B schieben, schieben nicht. Wenn so ein Zugang gelegt ist. Ich glaub’s, auch wenn ich’s nicht verstehe.

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Und hiermit beende ich den Bericht aus dem Krankenhaus. Es ist halb sieben, ich sitze am Fenster, die Füße auf der Fensterbank, lese, schreibe, denke, und mehr wird heute nicht mehr geschehen.