25323 – Lichtleiste

Heute mit Nachbarin M. zwei Stunden gelötet, unter anderem auch an einen alten Walkman, der aus emotionalen Gründen erhalten werden soll. Er gehörte ihrer Mutter. Für die Jüngsten unter uns: ein Walkman spielte Musikcasetten ab, aber unterwegs, so wie heute jedes Phone Musik unterwegs wiedergeben kann. Den Reparaturversuch mußten wir dann abbrechen, weil wir auf eine Unsicherheit stießen, die es erst mit der Reparaturanleitung im Internet auszuräumen gilt.

Wieder allein habe ich mich dann der Lichtleiste für das Brett über der Kücheninsel gewidmet. Es lag so unglaublich nahe mit all dem Equipment griffbereit auf der Kommode aka Kücheninsel.Wie so oft ist alles aus meinen Beständen, ein altes Netzteil von einem lange vergessenen Gerät und die LED-Leisten, die übrigblieben, als wir im Mai 2019 die Lampe über A.s Esstisch bastelten.

Es gibt noch weitere Reste, die sollen die Vitrine beleuchten. Aber das ist nichts für mal eben so.

25319 & 25320 – Lange nicht gewebt

25319



Während des heutigen Stadtgangs im Seccond-Hand-Laden zwei rote Bettbezüge zur Weiterverarbeitung im Rahmen des Webteppich-Projekts gefunden. Wie mensch sieht, war mir heute nach starken Farben. Das Blau gab es leider nur als einzelnen Kissenbezug. Dementsprechend ist es auch schon komplett verwebt.

25320

Gestern abend noch ein paar Dinge am Werkstück gesehen, die ich nicht mochte. Heute versucht, diese Dinge zu korrigieren, mit wechselndem Erfolg. Dennoch, es ist besser als zuvor. Im Bild immer vorher und nachher nebeneinander.Und eigendlich wollte ich danach aufhören, aber als es dann soweit war, wollte ich auch sehen, ob der geplante Fortgang in etwa so aussehen würde, wie ich das dachte. Ja, sah es.Und so ging es mir auch mit dem nächsten Schritt. Jetzt wird erstmal wieder für einige Zeit Pause sein. Mir fehlt Material, schon wieder, und ich muss mit dem bisherigen Ergebnis Zeit verbringen, um zu entscheiden, wie es weitergehen soll.

25318 – Altered Books

Vor kurzem ist hier in einem Nebensatz schon einmal der Begriff „Altered Book“ aufgetaucht. Mit Altered Books versucht der umtriebige Kreativmensch, ein Problem zu lösen, das er unweigerlich bekommt, wenn er in seinem Sketchbook oder Art Journal zuviel collagiert oder Dinge einklebt, die stark auftragen. Das Buch beginnt zu sperren, es steht auf. Das ist nicht nur häßlich, das Phänomen macht es auch schwerer, darin zu schreiben, zu zeichnen, zu aquarellieren, oder was mensch sonst noch so darin zu tun gedenkt.

Ein „Altered Book“ ist – der Name lässt es vermuten – ein geändertes, ein abgeändertes, kurz: ein irgendwie modifiziertes Buch. Manche KreativkünstlerInnen machen da noch sehr viel mehr, als ich Euch hier zeige. Ich beginne mit der Grundlage. Damit das Buch später – nach ausschließlich mehrlagigem Gebrauch, für den es gedacht ist – nicht sperrt, müssen so cirka zwei Drittel bis drei Viertel der darin enthaltenen Seiten heraus. Damit das auf die gewünschte Weise zu machen ist, benötigt mensch ein Buch mit Fadenheftung. Wer in der Schule jemals eine Seite aus einem Heft gerissen hat weiß, dass sich dann immer irgendwo eine zweite Seite löst. Sobald die auch draußen ist, macht das Heft wieder einen guten Eindruck, ist aber zwei Seiten dünner. Stellt Euch ein normals Buch so vor, als hätte der Buchbinder einfach mehrere Hefte mit dem Faden an einen Streifen Stoff genäht. Wenn Ihr nun von oben genau auf die Bindung schaut, seht Ihr die einzelnen Hefte und könnt die Seiten im Buch identifizieren, wo die Fäden zu sehen sind. Hier könnt Ihr beginnen, Seiten herauszulösen. Um die Fäden nicht auszuleiern empfehle ich behutsames Ausreißen zu den Seiten hin. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl und ein bisschen Zählen bekommt Ihr das schon hin.

Fertig, schon habt Ihr Euer erstes Altered Book, in dem Ihr nun vollkommen unbefangen Eure mehrlagigen Mixed-Media-Experimente beginnen könnt. Und weil Ihr (hoffentlich) ein altes Buch benutzt habt, könnt Ihr doppelt unbefangen sein. Manchmal entsteht dann aus altem Abklebeband noch etwas, das möglicherweise netter anzusehen ist, als das Werk, zu dessen Entstehung es ursprünglich diente.

25315 – Das „Schwebebrett mit Klemmbausteinrand“ hängt

Heute ist es also geschehen, das Brett ist auf belastbare Weise befestigt und kann nun bestückt werden. Ich habe keine Idee, was da sinnvoll sein könnte. Es wird sich ergeben.

Wie immer gab es während des Bauens Chaos und wie so oft haben kleine Ungenauigkeiten gemeinsam mit nur sehr knapp vorhandenem Material zu einer Lösung geführt, die gerade gut genug ist. Der Block an der Ecke sollte eigentlich kleiner sein, statt der im Bild sichtbaren vier Bausteinreihen dachte ich an eine oder zwei. Denn ich vermute, das Stahlseilchen wird sich noch ein wenig aushängen und irgendwann kommt wieder eine Bausteinreihe dazu, damit die Höhe stimmt. Ich kann das bei Gelegenheit berichtigen.

Update (28.2.2026):

25304 – Wer ins Ödland will …

Heute ist der PC in den Dome gekommen. Damit wollte ich eigentlich warten, bis ich Zeit und Muse gefunden haben würde, erstens den Platz dafür vorzubereiten und zweitens irgendeinen der verschiedenen Ventilatoren darin auszutauschen, der schon seit einiger Zeit sehr laut ist. Nichts davon ist geschehen, aber heute ist an einer ganz anderen Stelle ein Knoten geplatzt und plötzlich brauchte ich den PC ganz dringend.

Aber bevor ich davon erzähle erstmal den Mehrwert-Aspekt des Blogs bespielen, die Improvisation einer Monitoraufhängung.

<O>

So, was also war? Ich wollte Fallout 3 wieder aufnehmen. Klingt banal, ist es aber nicht. Kurz die Vorgeschichte, vor fast zwei Jahren lief die erste Staffel der Serie „Fallout“, die mir so gut gefiel, dass ich das zugrundeliegende Videospiel installierte und erste Rollenspiel-Erfahrungen machte. Ich berichtete davon. Und spielte auch noch eine ganze Weile weiter.

Fallout 3 ist 2008 erschienen, danach wurden Fallout 4, etliche Erweiterungen und Haste-nich-g’sehn veröffentlicht. Spiele, in denen mensch noch ganz andere, aufregende Dinge tun konnte. Ackerbau und Viehzucht war auch in meiner Spielewelt angekommen. Ich begann Fallout 4 ohne mit Fallout 3 fertig geworden zu sein.

Häuser und Verteidigungsanlagen bauen und elektrifizieren, sehr spannend alles, wenn andere das in einem Video vorführen. Aber auch sehr zeitaufwendig, gelegtlich sogar langweilig. Waffen tunen und die Rüstung färben, auch schön. Deutlich bessere Grafik, ja, andererseits fand ich die Spielsteuerung nicht immer so intuitiv, wie ich mir sie wünsche. Kurz, Fallout 4 war mir zu komplex. Dennoch spielte ich weiter.

Und dann, eines Abends, machte ich irgendeinen seltsamen Fehler, dessen Hergang ich nicht mehr erinnere, und löschte alle meine Spielstände. Mit meinen Fähigkeiten war da nichts zu retten und neu beginnen war keine Option. All die Mühe nocheinmal machen, nöh, wirklich nicht. Mir ist ein Kampf immer noch in Erinnerung, der einen ganzen Abend dauerte, bis ich ihn zuende gekämpft und gewonnen hatte. So etwas möchte ich einmal machen und dann hinter mir lassen. Ich will da nicht besser werden, ich mache so Zeug nur, weil ich schon zu weit bin, um noch aufzuhören. Und mich dann nocheinmal zu diesem Moment hinkämpfen …, kurz, meine Reisen ins Ödland fanden mit diesem Fehler ein Ende.

Aber irgendwie ging ich damals nicht in Frieden. Ich war beleidigt – ein Wort, das ich hier verwende, weil ich nicht das stärkere „traumatisiert“ verwenden möchte, das wirklichem Leid vorbehalten bleiben sollte), wirklich sehr beleidigt. So sollte die (Spiele-)Welt nicht sein. Ein blöder Fehler und eine Existenz ist ausgelöscht. Kommt hinzu, es war mein blöder Fehler, zum Schaden kam die Scham.

Letzten Monat lief nun die zweite Staffel der Serie und ich dachte etwas wehmütig an die Zeit im Ödland, war doch schön dort. Aber nochmal anfangen, nee. Und dann fiel mir ein, dass mein Spielstand in Fallout 3 ja noch da ist. Das ältere und auch gemütlichere Spiel, da nochmal drin rumlaufen könnte Spaß machen. Mein letzter Besuch dort ist bestimmt eineinviertel Jahr her, vielleicht länger, das meiste habe ich vergessen, aber heh …, wird schon wiederkommen.

Nun war und ist dieses Spiel samt Spielstand auf dem PC, den ich seit meinem Umzug in den Dome noch im Wagen stehen habe. Mithin nicht nutzbar, beziehungsweise nur bei Außentemperatur. Und genau das hat sich seit heute Abend geändert, der PC steht im Dome und ganz gleich mache ich einen Ausflug ins Ödland.