25461 – Feigenblatt

Nach sechs sehr einseitigen Webtagen tut es gut, heute mal wieder einfach in den Tag hinein zu werkeln. Einfach mal was auszuprobieren, zum Beispiel den Abrieb des abgefallenen Feigenblattes.

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Und abends ruft dann das Ehrenamt. Thekendienst im Nachtlicht, zum ersten Mal überhaupt in der Frühschicht, denn dort ist heute zum wiederholten Male Karaoke angesagt. Die Erfahrung mit den vorherigen Veranstaltungen hat gezeigt, dass an solchen Abenden besonders viel los ist. Wir sind zu dritt im Dienst, trotzdem bin ich gespannt, wie es gehen wird. Meine Erfahrung mit den deutlich weniger gut besuchten Spätschichten hat mir gezeigt, dass ich mit drei gleichzeitig aufgegebenen Bestellungen schon am Limit arbeite.

25460 – Fertig

Der Teppich ist fertig.  Ich denke, das wird Euch genauso freuen wie mich, endlich wird hier wieder über anderes zu lesen sein.

An einer Stelle bin ich überrascht, der Teppich wirkt etwas kleiner, als ich das erwartet habe. Und er ist etwas weniger perfekt, als ich das erhoffte. Sei’s drum.Alles in allem hat es jetzt statt der anfangs geschätzten zwei bis drei Tage doch fünf bis zur Fertigstellung gedauert, wobei gerade heute der Abschlusstag ein Kraftakt war. Auf den oberen beiden Bildern ist die Unterseite zu sehen, vor und nach dem Verwahren der losen Enden. Dieses Verwahren hat den größten Teil des Tages in Anspruch genommen.

Sehr vielleicht liefere ich ein paar Detailaufnahmen und die „Learnings“ daraus nach, denn natürlich würde der nächste Teppich sehr viel besser sein, als es dieser ist. Vorab kann ich sagen, dass jede Vorgehensweise, die ich an einem Probestück getestet habe, dann auch funktioniert hat. Nur die Dinge, von denen ich dachte, dass „die schon klappen werden“, haben mit dann unerwartete Schwierigkeiten gemacht. Dies ist die erste Lektion.

Auf einer allgemeineren Ebene – und aus der über fünf Tage aufgebauten Erschöpfung heraus – überlege ich gerade, ob ich so ein Projekt nocheinmal angehen werde. Ist es den Aufwand wert beziehungsweise ist es für den Aufwand nicht einfach zu klein. Der nächstgrößere Rahmen hängt ja nun schon seit fast zwei Jahren an der Dome-Wand, gefühlt in der genau richtigen Größe. Was, wenn der darin zu webende Teppich dann auch optisch schrumpft und zu klein ist?

Keine Sorge, die Kritelei wird nicht anhalten, ich habe mich nur einfach noch nicht von der Abschluss-Anstrengung erholt. Denn eines kann ich ja jetzt schon sehen: die beiden hier in den letzten Tagen geäußerten Sorgen waren beide unberechtigt. Weder ist mir das Material ausgegangen noch stehen die Ränder des Teppichs hoch. Schwierig ist immer nur der Kopf.

25459

Eigentlich wollte ich heute mit dem runden Flickenteppich fertig werden. Ist nicht gelungen und das lag nicht daran, dass ich es nicht versucht hätte. Abgesehen von ein paar Pausen zum Essen war ich den ganzen Tag dran.

Morgen dann.

Wer das Bild genau anschaut sieht, dass sich die Ränder des Teppichs hochwölben. Im Moment will noch glauben …, ach, sagen wir, das könnte ein Problem werden. Und …,  es wird das Problem eines anderen Tages sein.

25458 – Sich regen bringt weben. Oder so.

Weiter gewebt. Ich will jetzt fertig werden. Das kann morgen gelingen und wird davon abhängen. wie ich fertig definiere. Und auf wieviel Widerstand ich stoße. Oder ob ich die groben Häkelnaden wiederfinde. Wie-auch-immer, ich hoffe morgen gibt es an dieser Stelle ein Bild des näherungsweise fertigen Teppichs. Auf dem Boden liegend in einer halbwegs aufgeräumten Bude. Ziele, so wichtig.

Aber jetzt erstmal Pause. Ich bin um den Nacken herum etwas verspannt, den ganzen Tag vorm Rahmen zu sitzen fordert seinen Tribut. Morgen wird’s wieder gehen.

25457 – Übergänge, so wichtig

Menschen mit entsprechendem Vorstellungsvermögen können sich jetzt schon grob vorstellen, wie das Endprodukt aussehen wird. Was selbst noch außerhalb meiner Vorstellung ist, ist, wie ich den Abschluss mache.Um ein wenig Manöverkritik einzufügen, es gibt einen sich wiederholenden  Bereich, in dem ich hinter meinen Ansprüchen zurückbleibe. Immer dort, wo rot-gelb-gestreift an die anderfarbigen Bereiche anschließt, wird es unordentlich. Ich weiß warum das so ist, könnte es vermutlich bei einem neuen Werkstück vermeiden, aber eben nicht mehr bei diesem. Ich habe schon Ideen, wie ich das optisch auch nachträglich noch etwas verbessern kann. Dennoch, es wird sichtbar bleiben.

Und es ist einmal mehr, dass sich bewahrheitet, was ich für eine grundlegende Handwerker- und Lebensweisheit halte: Die Gestaltung der Übergänge bedarf besonderer Aufmerksamkeit!