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Wenig überraschend habe ich mit der Ordner-Aktion weitergemacht. Und das Foto zeigt, dass der Plan, alle Ordner in diesem Eck unterzubringen, nun, so fast aufgeht.Andererseits, die Ordner auf dem Boden sind gar keine Ordner, es sind Bücher. Also eigentlich Ordner, die die Kopien von Büchern enthalten. Und damit aus der Kategorie Ordner auszuschließen. Und klar, wenn es noch Platz gäbe, kämen die dahin. Da es keinen Platz gibt, werde ich eine andere Lösung finden. Ein Ordner wird vermutlich ganz einfach im Müll landen. Bei einem anderen ist vorstellbar, dass ich irgendwo im Internet eine elektronische Version davon finde und ihn danach wegwerfe. Die Textsammlung aus dem Studium zu Theorien der Kreativität werde ich vermutlich in eine Sammlung von pdf-Dateien umwandeln (der Drucker/Scanner sollte das können, ich muss nur noch herausfinden, wie ich es ihm sage). Und sobald all das geschehen ist, ist der Plan ganz aufgegangen.

Aber noch nicht umgesetzt, denn wie auf dem Bild leicht zu erkennen ist, fehlt noch das Regal. So, wie die Ordner da ihren Raum einnehmen ist das nur proof of concept. Stört mich so erstmal nicht, das Regal ist an einem Nachmittag entspannt gesägt und geschraubt. Und genau dafür, für einen entspannten Nachmittag, werde ich mir die Aktion aufbewahren.

25329 – Ganztägig Ordner gesichtet

Im Moment finden viele Dinge ihren Platz. Das Bild oben links zeigt den Ort, an dem ein Regal entstehen wird, in dem dann die Ordner stehen werden.Das Aussortieren war und ist immer noch eine schwierige Aufgabe. Am Abend ist zumindest soweit Ordnung geschaffen, dass ich weiß, welche Ordner genau so bleiben, wie sie sind, welche ich nocheinmal anschauen muss, und was von all dem anderen herumliegenden Papierkram in bereits bestehenden Ordner einsortiert gehört. Klingt übersichtlich, ist in den Details aber hirnverzwirnend.

Schwierig zu beurteilen sind nicht die Bescheide, Verträge, Handbücher und Kaufbelege. Wie immer sind es die emotionalen Altlasten und -freuden, die für langes und gedankenschweres Herumsitzen sorgen. Briefwechsel mit Ex-Freundinnen, Studienkollegen und ausgewanderten Freunden, daneben Zeichnungen meiner Kinder, eigene Skizzen und Ideen für den Dome-Bau, für Webseiten und Navigationselemente, all das wurde ja absichtsvoll lange Jahre aufbewahrt, es jetzt wegzuwerfen …

Und so verging der Sonntag. Montag, also dann wenn Ihr das (frühestens) lest, sitze ich vermutlich schon wieder dran.

 

25326 #wmdedgt März 2026

Jeden Monat am Fünften fragt Frau Brüllen ihre Blogger-KollegInnen, was sie denn eigentlich so den ganzen Tag machen. Hier geht’s zu ihr und all den anderen Bloggenden.

Strenggenommen werde ich heute die Frage nach dem Was nicht im Detail beantworten, obwohl Ihr natürlich trotzdem einen Eindruck vom Tag bekommen werdet. Und das liegt daran, dass ich den ganzen Tag über im 12von12-Modus verbracht habe. Meint: ich habe brav rund jede Stunde ein Foto aufgenommen und grob notiert, wobei ich gerade so war. Das soll nicht umsonst gewesen sein, am 12. wird es also die heutigen Doku vom 5. zu sehen geben. Auch hier, strenggenommen ist das an der Vorgabe vorbei. Aber Ihr werdet es gemerkt haben, ich nehme es eher selten streng.

Der Tag beginnt für meine Verhältnisse ungewöhnlich früh, ich bin gegen halb neun wach und habe schon im Bett die Idee, die den ganzen Tag ins Rollen bringen wird. Gestern habe ich auf der Suche nach einer Ablagemöglichkeit für gerade ungenutztes Werkzeug einen alten, aber gut erhaltenen Einkaufswagen auf der Terasse geparkt. Einen Tag später und im Licht der Morgensonne betrachtet erweist sich das als ästhetische Fehlentscheidung. Aber: der Wagen könnte mir im Dome in Küchennähe als Aufbewahrungsmöglichkeit für all die Lebensmittel dienen, die nicht in den Kühlschrank müssen. Die moderne Vorratshaltung mal anders gedacht.

Noch vor neun steht der Einkaufswagen im Dome und ist auf der Ästhetik-Skala von geht-gar-nicht zu grenzwertig-und-erprobenswert aufgestiegen. Weil aber durch diese Lösung Platz im Küchenschrank frei geworden ist, ist es sinnvoll, weiteres Küchenzubehör in den Dome zu holen (Ich fürchte, das ist nur für StammleserInnen, verständlich. Stellt Euch eine kleine Umzugsaktion vor, wobei Ort eins nur cirka neun Meter von Ort zwei entfernt ist.) Dieses Mal-eben-Zeug-aus-der-alten-Küche-holen führt assoziativ dazu, die Elektro-Kochplatten vom etwas weiter entfernten Lagerort zu holen, sie zu entrosten und mit den Resten der Platte, in der sie eingebaut waren, eine andere Reparatur an der zukünftigen Kücheninsel zu beginnen. All das verläuft nicht gradlinig, zwischendrin bringe ich fast den Kompressor an den Start, um die Metallwerkzeugkästen auszublasen, eine Aktion, die – auch wenn das hier unerläutert bleiben soll – ebenfalls mit dem Einkaufswagen und der Kücheneinrichtung zusammenhängt. Mehrere Male geschieht auch für kurze Zeit gänzlich anderes, ich bin leicht ablenkbar.

Bisher unerwähnt, irgendwann in diesem Tag wurde auch zweimal gekocht – naja, Lebensmittel wurden erhitzt – und gegessen. Gegen halb sieben am Abend bin ich müde und das Werkzeug ist wieder an seinem Ort. Um mich herum gibt es mindestens drei Baustellen, die ich morgen hoffentlich abschließen kann. Denn eine jede war heute nicht abzuschließen, weil vorher sinnigerweise noch etwas anderes zu tun ist.

Kurz: der Tag war voll bis zum Anschlag. Das ist maximal entfernt von meinem sonstigen In-der-Welt-sein. Ich erkläre es mit dem Frühjahr und den drei Sonnentagen am Stück. Ich sehr dankbar für solche Tage und hoffe auf mehr davon.

<O>

Das Foto oben habe ich 2 Tage später nachgeschoben. Es ist etwas beschönigend, weil es die Umgebung ignoriert. So wie im Bild würde ich es jederzeit lassen, was den optischen Gesamteindruck betrifft, bin ich noch unsicher.