Science Fiction Treffen – Technik Museum Speyer

Wir haben am 28./29. September die SciFi-Tage im Technischen Museum Speyer besucht. Da treffen sich 2 Tage lang Cosplayer aus der SciFi-Ecke um sich von Besuchern fotografieren zu lassen. Oder um sich gegenseitig zu fotografieren. Wie auch immer, fotografieren ist ein großer Teil des Spasses, es wird angekündigt wann wer wo sein wird und dann posieren die einen und die anderen sind dankbar dafür. Ich mag ja mehr die ungestellten Bilder, solche wie dieses hier:

Gerade zwei Tage her, sind auch schon die ersten Videos am Start.  Das trifft sich gut, weil ich eigentlich gar keine richtige Lust habe, etwas aufzuschreiben. Lieber zeigen, das folgende Video hat mir von den dreien, die ich angeschaut habe, am besten gefallen.

Gekommen um zu bleiben – der Schnegel

Und das ist gut so.

Der Schnegel – vermutlich ist das abgebildete Tier ein Tigerschnegel – ist ein Nützling, der Nacktschnecken, deren Eier und abgestorbene – niemals frische – Pflanzenteile frisst. Genau das will der Gärtner. Was der Schnegel will: Champignons, gerne auch kleingeschnitten. Einmal angelockt ist das Tier sehr standorttreu. Sagt man.

Tolle Tiere also, deswegen gibt es auch eine ganze Webseite darüber, deren Besuch alleine der Fotos wegen lohnt. Denn um ehrlich zu sein, dem obigen Foto fehlen die niedlichen Fühlerchen, um wirklich gut zu sein.

Where no man went before – Mapillary

Mehr zufällig bin ich auf Mapillary gestoßen. Wer davon noch gar nichts gehört hat, das ist ein Streetview-ähnlicher Dienst, dessen Bilder von Menschen kommen, denen es Spass macht, mit dem Smartphone die Straßen und Landschaften zu dokumentieren, durch die sich bewegen. Heise hat ein Video dazu (mit 33 Minuten relativ ausführlich, allerdings von 2017),  neu ist ein Artikel von Chip zu Mapillary (August 2019).

Wenn man bedenkt, dass es Mapillary erst seit 2013 gibt, sind schon sehr viele Einzelbilder und Strecken aus allen Ecken Deutschlands und der Welt zusammen gekommen. Aber letztlich doch noch nicht genug (sage ich, andere werden denken, es gibt schon zu viele, seid gewarnt, eine kritische Auseindersetzung  wird das hier nicht). Zum Beispiel bei mir hier ums Eck, gleich zwei Straßenabschnitte von jeweils cirka einem Kilometer fehlen total. Das stört mich (warum eigentlich?) und ich fühle mich aufgerufen, diesen Mangel in der Welt zu beheben.

In der Folge fange ich an, mich mit Mapillary zu beschäftigen, lade auch die App auf´s Phone und mache erste Versuche bei uns auf dem Parkplatz, die mich nur so mittelmäßig überzeugen. Tage später bemerke ich bei einer vollkommen anderen Beschäftigung, dass der Kompass schlecht oder nicht kallibriert ist, was die mittelmäßige Parkplatz-Performance erklärt. Ich kallibriere den Kompass.

Ein zweiter Versuch gelingt besser, aber immer noch nicht gut. Ich möchte einen Spaziergang dokumentieren und hänge mir das Phone mit der Linse nach vorne um den Hals, schließlich möchte ich nicht mehrere Kilometer das Phone vor mir her tragen und dabei zuschauen, wie es alle fünf Meter automatisiert eine Aufnahme macht.

Ich bedenke nicht, dass der Touchscreen am Hemd scheuert und die Sequenz bricht nach weniger als einem Kilometer von mir unbemerkt ab. Ich beginne eine neue Sequenz, wobei ich die Brille als Abstandshalter zwischen Hemd und Phone nutze. Funktioniert, aber leider nur solange, bis der Akku leergesaugt ist. Im Ergebnis gibt es zwei Teilstrecken des Spaziergangs mit sehr gemischten Ergebnissen, was die aufgenommenen Bilder betrifft. Mal schief, mal unscharf, immer zuviel Himmel und insgesamt unbefriedigend. Trotzdem lade ich die Sequenzen hoch, es geht ja nicht nur um die Bilder, sondern auch um das ganze Prozedere drumherum.

Die beiden ersten Sequenzen, mit denen ich halbwegs zufrieden bin, gelingen zwei Tage später. Eine nehme ich vom Fahrrad aus in einer ruhigen Seitenstraße auf, die andere zu Fuß in einer Wohngegend. Bei beiden kontrolliere ich die Aufnahmen, indem ich die Kamera vor mich halte als würde ich ein Video drehen. Das geht zu Testzwecken, aber eine regelmäßige Praxis lässt sich daraus nicht entwickeln. Auf stark befahrenen Straßen oder belebten Orten möchte ich so nicht unterwegs sein.

Im PC sieht das auf der Karte dann so aus. In blau werden mir die Strecken angezeigt, die ich selbst kartiert habe, in grün die der anderen. Bis das so in der Karte zu sehen ist vergehen ein bis zwei Tage.

Am gleichen Tag beginne ich, einen Gimbal für das Fahrrad zu bauen zu bauen, der heute auch fertig wurde.

Morgen gibt es eine Probefahrt damit.

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Schon beim Antreten wird klar, dass das nichts werden kann. Das Teil wackelt und schwingt und …, nein, keine Chance. Nicht mit dem Fahrrad. Vielleicht taugt es für 360°-Aufnahmen, die sich ebenfalls in Mapillary einpflegen lassen. Auch wenn ich noch nicht weiß wie; ein weiteres Testfeld.

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Zwei Dinge bleiben, um diesen jetzt schon viel zu langen Beitrag abzuschließen. Ding Eins habe ich heute nachmittag auf dem Weg zum Discounter erledigt, nämlich die nahegelegenen unkartierten Teilstücke in beide Richtungen aufzunehmen. Klassisch vom Auto aus mit dem Phone-Halter, der sich mittels Saugnapf an der Windschutzscheibe besfestigen lässt.

Ding Zwei ist, auf die Überschrift zurückzukommen. „Dorthin, wo kein Mensch zuvor war“ – das ist vielleicht etwas dick aufgetragen, aber es umreißt recht gut, wie das Spiel heißt. Denn letztlich ist die Beschäftigung mit Mapillary  ein Spiel, das – möglicherweise und auch nur gelegentlich – den Anlass dafür geben könnte, mich mal aus dem Haus zu bewegen. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich nur der Bewegung willen bewegen, ich brauche ein Ziel, ein Motiv. Das Gasthaus am Ende der Wanderung, die Stimmungsaufhellung nach dem Dauerlauf, der Eintrag ins Gipfelbuch. Mal ein unkartiertes Stück Landschaft auf Mapillary herauszusuchen und  aufzunehmen, das könnte diese kleine Motivation sein, die ich zur Bewegung brauche.

Teichmolch (männlich, mit noch nicht ausgebildeter Wassertracht)

Gut, das ist jetzt nicht so überraschend, schließlich wohnen wir in einem renaturierten Schwimmbad. Aber neben Wasser bieten wir laut Wikipedia auch sonst alles, was der Molch so wünscht.

Der Landlebensraum der Molche, der meist in der direkten Umgebung der Teiche (10–50 Meter) liegt und sich maximal nur über wenige hundert Meter erstreckt, sollte stark strukturiert sein. Hier sind vor allem zahlreiche feuchte Versteckplätze wichtig, aber auch frostsichere Verstecke zur Überwinterung. Naturnahe Gärten mit Hecken, Staudenpflanzen, Wiesenabschnitten, lückenreichen Natursteinmauern, offenen oder halboffenen Laub- oder Komposthaufen stellen günstige Landlebensräume dar. Große hebt insbesondere die Bedeutung von Totholz (Baumstubben mit loser Rinde, Haufen von Gestrüpp und Reisig, Bretter) und anderen lose auf der Erde liegenden Gegenständen hervor.