Ein unblutiges Ereignis

Einen Beitrag einfach mal anzufangen hat sich gestern schon gut bewährt. Heute also das angekündigte Mondbild.

Vielleicht habt ihr es auf dem Bild gestern schon erkannt, wir hatten zur Stunde des erwarteten Blutmondes ein Teleskop und zwei Stühle auf das Wagendach geschafft. Um dann zu beobachten, wie sich der Himmel bedeckte und nur sehr, sehr gelegentlich einen Stern hinter den Wolken sehen lies. Schließlich haben wir einen Trick angewandt, so getan als seien wir nicht mehr interessiert und alles wieder abgebaut. Gegen Mitternacht war es dann wieder klar und wir konnten unsere Beobachtungsversuche vom Boden aus erneut aufnehmen.

Das Foto ist gegen 0.30 Uhr vom Boden aus gemacht und wer sich jetzt wundert, dass es auf dem Kopf steht und seitenverkeht ist …, naja, der hat den Mond vermutlich schon oft genug angeschaut um auch zu wissen, dass ein Teleskop (strenggenommen ein Refraktor) so etwas mit dem Bild macht, auf den Kopf stellen und seitenverkehren. Für mich war das auch neu, an diesem Nachmittag hatte ich erstmals durch ein Teleskop geschaut, nichts gesehen, die Bedienungsanleitung und einige nützliche Hinweise gegoogelt, das Okular ausgetauscht und endlich was gesehen. Scharf, auf dem Kopf und seitenverkehrt, also genau so, wie es sein soll. Stichwort „scharf“, das Bild ist nicht ganz so scharf wie der reale Blick durch das Teleskop, aber so scharf, wie ich es hinbekommen habe mit meinem freihändig vor das Okular gehaltenen Smartphone. Ein letztes, der Grünfilter dient dazu, etwa fünfzig Prozent des Lichtes wegzunehmen und dadurch Überstrahlungen bei den Details zu vermeiden; eine Massnahme, die beim vorliegenden Bild aufgrund der ohnehin leicht vorhandenen Unschärfe vermutlich unnötig war.

Ein- und ausgeblickt

Warten auf den Blutmond

Mal SPONTAN einen Editor geöffnet, weil ebenso spontan ein Blogbeitrag folgen soll. Schon lange steht der abschließende Beitrag zu dem Zeug-mit-dem-Bein an. Und vielleicht hat es auch deswegen solange gedauert, darüber zu schreiben, weil es einfach kein Happy End geben will. Ich hinke immer noch und werde es vermutlich den Rest meines Lebens tun. Das ist bitter aus vielen verschiedenen Gründen und schlägt auf alle Lebensbereich durch. Ein Fakt, den ich hier nicht in Einzelheiten ausbreiten will.

Vermutlich muss jeder Blogger den Punkt finden, an dem seine unverbloggte Privatheit beginnt. Soweit es es die plump-medizinischen Fakten betrifft bin ich gerne offen (vielleicht werde ich sogar den Abschlussbricht des behandelnden Arztes hier einstellen, das könnte aber auch an meiner Trägheit scheitern), aber darüber zu schreiben, was diese Einschränkung mit mir macht, überschreitet diesen Punkt.

Ende des Spontanbeitrages.

PS Eine Hoffnung: Vielleicht habe ich mir mit diesem Beitrag den Weg für weitere Beiträge freigemacht. Da liegen ein paar Bilder von Schmetterlingen und eines unblutig-grüngefilterten Blutmondes auf Halde.

PPS Und ein StarWars-Themenkuchen, seid gespannt auf die Müllpressenszene (StarWars meets Art brut meets Naive Malerei).