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Die Idee mit den Kacheln nach mehr als einem halben Jahr Pause wiederaufgenommen. Sechs von sieben hier im Bild.
Und nochmal die von heute. Ich bin recht zufrieden damit.Wer sich nicht erinnert, was es damit auf sich hat, schaut hier.

PS Es fragt sich ja keiner, aber wenn sich jemand fragen würde, warum da über Monate die seltsamen Klebeband-Schnipsel auf meinem Kreativtisch rumliegen,  dann hätte er jetzt eine Antwort.

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DAS ist die Sorte Kneipenschild, bei dem ich neugierig werde. Werde ich wohl demnächst mal testen.

Muss Euch das interessieren? Nein. Ich schreib’s nur hier mal hin, damit ich es nicht vergesse. Wortspiel über Notizblock/Notizblog bitte selbst ausdenken und einfügen.

25463 – In einem Journalblatt …

… wie dem oben links gezeigten spiegelt sich mehr, als auf den ersten Blick zu vermuten ist. Ganz links die gezählten Kalorien verweisen auf eine möglicherweise unnötige Gewichtskontrolle. Eines meiner Themen, das auch Horst Evers im König von Berlin zitatwürdig aufgreift.Und dann das Ginkgo-Blatt. Wo kam diese frühe Leseerinnerung her? Und warum gerade jetzt? Das Buch erschien 1970, ich muss es schon kurz nach erscheinen gelesen haben. Seit meinem elften Lebenjahr lese ich regelmäßig. Ich begann mit Drei-Groschen-Romanen, die ersten etwas gehaltvolleren Romane waren die von Simmel, damals recht bekannt und von mir vermutlich weitgehend unverstanden. Hat mich damals nicht gestört, denn bei allem bemerkte ich doch, dass diese Lektüre auf ebenfalls unverstandene Weise befriedigender als Jerry Cotton war.

Aber ich wollte nicht von meiner Lesegeschichte schreiben, sondern von den unscheinbaren Einträgen im Journal, die unerwartet viel Erinnerung tragen. Hier die Erinnerung an etwas Unverstandenes, das doch irgendwie eindrücklich genug war, um weit über fünfzig Jahre später wieder aufzutauchen.

Ich finde das bemerkenswert genug, um dann auch nachzuforschen, was ich denn damals nicht verstanden habe. Der künstlich-intelligente Deutschlehrer hilft mir, mein Unverständnis zu verstehen (rechts). Und ich verstehe: Als Vierzehn- bis Sechzehnjähriger fehlt zum Verständnis der Metapher vielleicht einfach ein gelebtes Leben. Das will ich mir nicht vorwerfen.

Den Bogen zurück zum Journal bekomme ich heute verrmutlich nicht mehr. Nur soviel, nach einigen mehr formalisierten Versuchen, das eigene Leben schriftlich zu dokumentieren bin ich jetzt bei einem gänzlich unformalisierten Ansatz gelandet. Einfach jeden Tag eine Seite füllen, egal mit was. Sobald ich den Stift in der Hand habe, kommt früher oder später auch ein Gedanke, ein Bild oder – siehe das Feigenblatt von vor zwei Tagen – wenigstens eine fragwürdige Idee, wie ich dieses fucking, weiße Blatt mit wenig Inhalt doch voll bekomme.  Mehr braucht es nicht. Ich experimentiere mit dieser „Technik“ seit cirka sieben Wochen und herausgekommen ist Sammelsurium von Ideen, Einkaufslisten, Aphorismen, Skizzen, Terminen, Reimen und allerlei anderen stiftgestützten Verlegenheitslösungen. Darin herumzublättern ist, wie im eigenen Hirn spazierenzugehen. Ich mag das.

 

25462 – #hdnazt Juli 2026 – Aufgaben abschließen

Schon wieder ein Neunzehnter, der Tag des Monats, der der Fallout-Berichterstattung vorbehalten ist.

Die im Vormonat erwähnte Langeweile mit dem Spiel ist wieder einem entspannten Umgang damit gewichen. Oder vielleicht auch einem entspannteren Umgang mit der darin enthaltenen Langeweile. Gar einer Annahme davon? Nun, wir müssen ja nicht gleich übertreiben … .

Was ich immer wieder bemerkenswert finde ist, wie sich Entwicklungen im realen Erleben auch im Spiel·erleben wiederfinden lassen. Den Webteppich nach einer langen Verzögerung dann innerhalb einer knappen Woche fertigzumachen ist nicht sehr viel anders, als eine lange ignorierte Quest aus den ersten Tagen des Spiels wiederaufzunehmen und abzuschließen. Und kann, einmal begonnen, auch wieder richtig Spass machen. Beides erlebt letzte Woche.

Oder – und an dieser Stelle suche ich noch nach der richtig konnotierten Formulierung – mein Umgang mit Zeit. Bei mir dauern die meisten Dinge länger, als sie das müssten. Bedeutet weder, dass ich langsam bin (im Sinne einer verzögerten Auffassungs- oder Tätigkeitsgeschwindigkeit), noch dass ich langfristig plane (was zumindest für den Planungsteil etwas überambitioniert klänge). Es ist vermutlich so, dass ich den Dingen mehr Zeit gebe, sich zu entwickeln.

Vor zwei Monaten habe ich hier im Rahmen der Fallout-Berichterstattung erwähnt, dass mir  ein virtuelles Powerrüstungsmuseum im Kopf herumgeht. Dann ist erstmal über einen Monat nichts geschehen. Danach hatte ich zumindest eine Idee davon, wie das Gebäude aussehen müsste. Der Rest ergab sich beim Bauen und dem Umgang mit den Bauteilen. Es gab manche Überraschung, das kann bei einem Erstlingswerk gar nicht anders sein, aber nach ein oder zwei Abenden stand das Gebäude. Und dann erstmal Pause.

Tage später erst den Eingangsbereich des Museums gestaltet (nicht verraten, man kann dort auch Waffen kaufen und verkaufen). Für die Podeste, auf denen die Exponate zu stehen kommen sollten, musste ich auf die richtige Idee warten. Und weil die Idee aus Gründen nicht in der Galerie des Museums funktioniert, warte ich gerade noch auf die Idee für die Podeste dort. Dementsprechend stehen über die Hälfte der Powerrüstungen noch am alten, suboptimalen Ort, gelegentlich ziehe ich mal eine um, aber einen Ruck wird es an dieser Stelle erst tun, wenn das Podest-Problem seine Lösung gefunden hat. Und für die Suche nach dieser Lösung warte ich auf den richtigen Abend. Ich werde wissen, wenn er es ist.

Kurz, wo andere schon lange eröffnet hätten, lebe ich mit einem Museumsprovisorium, dass durchaus schon einige Schauwerte besitzt, aber weit entfernt ist von dem, was in meiner Vorstellung dort einmal sein wird. Noch gibt es dort keinen Strom, mithin kein Licht. Und genauso  undeutlich wie vor zwei Monaten die Museumsidee formt sich gerade die Idee für einen angeschlossenen Außenbereich mit Cafeteria. Von der hört hier dann vielleicht in zwei Monaten (oder nie wieder).

Und wenn Ihr bis hierher mitgelesen habt, dann habt Ihr jetzt auch eine Vorstellung davon, warum ich am Dome sechs Jahre gebaut habe, bevor ich ihn provisorisch bewohnen konnte und im dem ich immer noch einige Provisorien aufrecht erhalte. Da ist noch Raum für Entwicklung.

25461 – Feigenblatt

Nach sechs sehr einseitigen Webtagen tut es gut, heute mal wieder einfach in den Tag hinein zu werkeln. Einfach mal was auszuprobieren, zum Beispiel den Abrieb des abgefallenen Feigenblattes.

<O>

Und abends ruft dann das Ehrenamt. Thekendienst im Nachtlicht, zum ersten Mal überhaupt in der Frühschicht, denn dort ist heute zum wiederholten Male Karaoke angesagt. Die Erfahrung mit den vorherigen Veranstaltungen hat gezeigt, dass an solchen Abenden besonders viel los ist. Wir sind zu dritt im Dienst, trotzdem bin ich gespannt, wie es gehen wird. Meine Erfahrung mit den deutlich weniger gut besuchten Spätschichten hat mir gezeigt, dass ich mit drei gleichzeitig aufgegebenen Bestellungen schon am Limit arbeite.