Dieser Text beginnt mit einer Gallenblasenkolik und endet mit Gedanken an den Tod. Das muss passen. Wenn’s passt dürft Ihr hier 25428 – Gallenblasenkolik weiterlesen
25427 – Fluss mit Flair
Jedes Jahr gibt es in Gießen eine kleine Künstlermesse, auf der die lokalen Künstler zeigen, was sie so treiben im Rest des Jahres. „Künstler“ ist dabei relativ, es stellen auch Kunstkurse der Schulen oder Kunst-Fördervereine aus. Meist gibt es verschiedene Mitmachaktionen, Kinder werden geschminkt und Bratwürste gegessen. Heraus kommt eine wilde Mischung aus allem, was gefallen könnte und vermutlich ist für jeden was dabei. Die Fotos habe ich anhand des Kriteriums „bunt“ ausgewählt, interessanterweise habe ich die Sachen, die ich wirklich gut fand, nicht fotografiert.
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Mit einer der Künstlerinnen kam ich über das Motiv ins Gespräch. Vor näherungsweise 25 Jahren gab es in Giessen eine Kunstaktion, während der an verschiedenen Orten im Stadtbild „liebesbezogene“ Worte im Stadtbild auftauchten. Ich habe die damals fotografiert und als Liebesgrüße via Messenger an die damalige Fernbeziehung gesandt. Ich erzählte davon und sie fragte, ob sie die Bilder sehen dürfte. Gerne, nur dabei hatte ich sie natürlich nicht mehr.
Zuhause fand ich sie nach ein wenig Sucherei und habe sie ihr per Email gesandt. Sammler müssen zusammenhalten, von der „begierde“ in einer der Werkstätten des Stadttheaters hatte sie noch nicht gehört. Und, so erzählte sie mir, es hätte ein „hätte“ gegeben, das sie aber bisher nicht finden konnte.
Ich erinnere mich gerne an dieses tiefe „ja“, das ich damals – ausgelöst durch den Schriftzug – empfand, und finde es bemerkenswert, wie diese Kunstaktion nach 25 Jahren immer noch nachhallt. Einfach „wunderbar“.
25426 – Ein Platz für die Ordner
Mal wieder ein Kleinigkeit an der Kücheninsel getan. Das Regal für die Ordner ist jetzt fertig, keine große Handwerkskunst, aufgrund der fehlenden rechten Winkel im Dome waren beim Einbau dennoch ein paar Gedanken und Handgriffe mehr notwendig, als es die einfache Ausführung erwarten lässt.
Die eigentliche Nachricht ist, dass überhaupt etwas geschehen ist und es dadurch – zumindest vorübergehend – eine Spur ordentlicher wirkt.
25425 – #12von12 Juni 2026
| Zwölf am Zwölften ist eine regelmäßige Aktion von „Draußen nur Kännchen“, dort gibt es noch mehr Menschen, die ihren Zwölften mit zwölf Bildern schildern. |
Ich lese zum Einschlafen. Vom Lichtausmachen bis zum Einschlafen vergehen dann oft nur wenige Sekunden. Dass ich mich irgendwann am Morgen vorm E-Reader finde, ohne den Moment des Aufwachens oder den Entschluß zu lesen zu erinnern, ist neu. Später im Tag, ich lese noch immer, bekomme ich von der Tochter einen Veranstaltungstipp geschickt, den ich ohnehin schon auf dem Zettel habe. Ich freue mich darüber, bedacht zu werden. Was folgt ist die Morgenroutine, die sich bis in den Mittag zieht.
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Ohne Bilder muss der gesamte Nachmittag auskommen. Ich bin kurz im Gewächshaus, ich räume kurz im Wagen herum, später kommt Freundin A. und wir verplaudern den frühen Abend, bis ich zur bereits erwähnten Veranstaltung aufbreche.
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Die Galerie 23 und das Gießener Gießkannenmuseum feiern zusammen das jeweilige 15-jährige Bestehen.
In der Galerie 23 bin ich regelmäßiger Besucher, das Gießkannenmuseum habe ich bis heute noch nie betreten, irgendwie fand ich ein „Museum“, das auf einem Wortspiel beruht, immer eine seltsame Idee. Heute war ich zum ersten Mal drin, und ja, kann mensch machen.
Als Highlight musizieren drei Herren gekonnt auf Gießkannen, leider nicht meine bevorzugte Musikrichtung, aber ich erkenne das Potential der Vorstellung (kein Bild).
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Den späten Abend verbringe ich mit diesem Beitrag, etwas Serienkonsum und dem allabendlichen Lesen.
Ein kleiner Hinweis auf das letzte Bild: Bei der nachmittäglichen Aufräumaktion habe ich den lange vermissten Notenständer wiedergefunden, der das bis dahin als „E-Reader-Halter“ verwendeten Gliederstativ (siehe erstes Bild) ersetzen wird.
25424 – Was hat mich verraten?
Ich könnte diese Geschichteauf sehr verschiedene Weise erzählen. Die Fahrradkette reißt auf dem Weg zum Impftermin. Maximales Ungemach.
Oder ich fokussiere darauf, dass sich letztlich alles zum Guten gewendet hat. Der Fahrradladen, an dem ich schiebenderweise und zufällig vorbeikomme, hat täglich eine (!) Stunde geöffnet. Ich werde eine halbe Sunde vor Öffnuing hineingelassen, beraten, bekomme die Kette montiert und kann während der Montagezeit meinen Termin wahrnehmen. Alles gut!
Nur eine Frage bleibt: Wie konnte der Fahrradmensch erahnen, dass mir mit einer besonders korrosionsbeständigen Kette gedient sein könnte?
