Der Plan für diesen Tag sah vor, ganz viel aufzuräumen. Die Realität des Tages zeigt, dass ich aufgeräumt habe, sichtbar, aber hinter meinen Erwartungen zurückbleibe. Es war wie es immer ist, plötzlich hat mensch Dinge in der Hand, die voller Erinnerungen sind und aus Gründen in die Schublade kamen. Aus Gründen, die „irgendwie“ noch immer gültig sind. Und findet sich 10 Minuten später wieder, vor Fotos aus 2011 oder einem noch immer unverstandenem Analog-Thermostat, das einzubauen unvergleichbaren Retro-Charme hätte.
Im Moment „löse“ ich solche Probleme, indem ich sie nicht entscheide, sondern dem Zwischenlager eingliedere, zu dem mittlerweile meine beiden Wagen mutiert sind. Das Zeug kommt aus der Schublade in eine der Stofftaschen aus der Stofftaschensammlung, dafür kann dann die nun leere Schublade endlich in den Dome, wo sie auf Wiederbefüllung mit geprüft notwendigem Irgendwas wartet.
In der Tasche ist nun nur Dings, das ebenfalls und nur zufällig in der Schublade enthaltene Bums liegt bei anderem Müll und/oder Wertstoff, obwohl es auch ein Fall für den Materialwagen sein könnte, denn dort gibt es eine Bums-Abteilung (das klingt jetzt seltsam, egal, „Write like nobody is reading“). Ich entscheide das später.
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Zwischendrin hatte ich mal die Idee, mich mit der Aufgabe herauszufordern, jeden Tag ein Ding zu fotografieren und dann wegzuwerfen. Aber das habe ich mich dann doch nicht getraut. Hmm, obwohl …, die Leserschaft soll ja auch etwas geboten bekommen …
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Das war jetzt nicht einfach. Am Ende habe ich entlang der Frage entschieden, ob ich das Ding nochmals anschaffen würde, wenn ich es wieder bräuchte. Und da gibt es bei diesen „Alben“ eine klare Antwort: Nein! Jede Erinnerung, die es Wert ist, festgehalten zu werden, gehört nicht in so ein …, ich weiß nicht einmal, wie so etwas heißt. Also weg damit.

Selbstverständlich haben wir im Deutschen dafür ein eigenes Wort: Dieses unselige 90er Jahre Relikt nennt sich Foto-Flipalbum.
@Frede Mit einem Germanistikstudium hätte ich das bestimmt auch gewusst. LG