
Ich neige nicht dazu, mir von Reisen Andenken mitzubringen. Und wenn ich andere Dinge von den Reisen mitbringe, dann sollen sie nicht nur Erinnerung tragen, sondern auch einen Zweck erfüllen. Aus Dublin habe ich mir ein kleines, unliniertes Notizbuch mitgebracht, das mir die nächste Zeit als Sketchbook für die Aquarell-Versuche dienen soll. Es hat schwere Seiten, ich schätze 120 gr/m², und wird weniger durchbluten, als es das jetzt genutzte tut. Das ist einerseits gewollt, birgt aber andererseits das Risiko, dass ich es zu sehr „schone“, weil ich mir gute Ergebnisse wünsche. Bisher habe ich es eher mit dem gegenteiligen Ansatz versucht, das heißt extrem ungeeignete Notizbücher und Materialien verwendet, um jeden Perfektionsanspruch von vorneherein als Unsinnsidee dastehen zu lassen. Ich bin gespannt, wie es mir gehen wird.
Und ja, gerade in Bezug auf den Wunsch, weniger ergebnisorientiert zu sein (Grüße gehen raus), ist der Motivationsspruch auf der ersten Seite des Büchleins vielleicht etwas überengagiert.
