| Zwölf am Zwölften ist eine regelmäßige Aktion von „Draußen nur Kännchen“, dort gibt es noch mehr Menschen, die ihren Zwölften mit zwölf Bildern schildern. |
Das wird jetzt für uns alle schwierig. Die winterlich-depressive Verstimmung (Achtung: Euphemismus) hält mich fest in den Klauen. Nein, ich übertreibe, in den Händen hält sie mich, gerade fest genug, dass ich nicht loskomme, zugleich locker genug, um mir nicht zu schaden. Ähnlich vielleicht einem verletzten Vogel, von dem man weiß, dass er mit etwas Wasser und Futter wieder auf die Beine und Flügel kommt. Spätestens im Frühjahr.
Aber bis dahin ist halt NICHTS los. Und das will ich heute mit zwölf Bildern festhalten? Ich frage mich nicht, warum ich das tun sollte – schon der Verzicht auf die Frage eine kleine Befindlichkeitsverbesserung – und mache es einfach. Routinen, so wichtig!
Ich stehe spät auf, lese noch etwas im Bett und bin gegen halb zwölf auf und vorm Tablet.
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Kurz vor zwei, mir geht es durch den Kopf, den Tag unter das Motto „Messen“ zu stellen, Zeit, Gewicht, Temperatur. Ich beginne, mir etwas zu kochen.
207 gr. Paprika, 98 gr. Katoffeln, 50 gr. Joghurt, 6 gr. Würzpaste, gemeinsam bei geschätzten 800 Watt 8 Minuten in die Mikrowelle, nach Kalorientabelle errechnete 225 kcal. für mich.
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Etwas später im Tag gelingt mir noch etwas „Spielkram“.
Eine Mixed-Media-Pappe am Bücherturm erhält zwei weitere Schichten. Da geht noch mehr. Demnächst mal wieder.
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Und was hier im Haushalt sonst noch so gemessen wird:
Die Temperatur, der Stromverbrauch des Radiators und mein Blutdruck (eher selten, aber heute mal für’s Bild).
Viertel nach fünf, ich bin früh fertig mit meinen zwölf Bildern. Das ist gut so, denn es geschieht ganz bestimmt nicht mehr viel. Versprochen, Ihr werdet nichts versäumen. Außer vielleicht noch mehr NICHTS. Ich hoffe, Ihr hattet trotzdem Euren Spaß.
