Erste Überlegungen

Ich denke darüber nach, ein kleines, selbstgestricktes Retreat zu beginnen. Ort der Veranstaltung: mein Zweitwohnsitz. Für die, die ihn nicht kennen, hier ein Bild.


Der Wagen im Vordergrund links ist meiner, vor meiner Haustür unser „Pool“, ein altes Schwimmbecken. Im Wirtschaftsgebäude des ehemaligen Schwimmbades befinden sich Toiletten, Duschen und eine Gemeinschaftsküche. Das Meiste davon technisch und hygienisch unterhalb des Durchschnitts aber niemals gesundheitsgefährdent. Meint: alles notwendige ist vorhanden, der Rest ist eine Frage der Sichtweise.

Was zu tun ist, ist einfach. Erstens einen Zeitplan aufstellen und die Bedingungen des Retreats festlegen. Zweitens die Versorgung mit Lebensmitteln sichern. Drittens die Wohnung für die Rückkehr in den Alltag vorbereiten, meint: aufräumen, Bett frisch beziehen und Konservenfutter bereitstellen.

Die Kraft der Wünsche

Das Video

[leider nicht mehr verfügbar, viele Metronome stehen auf einem schwingfähigen Untergrund, eines davon ist besonders massereich, die zunächst sehr verschiedenen Rhythmen synchronosieren sich mit dem des „schweren“ Metronoms]

zeigt ein Phänomen, das vor kurzem vom Reiselehrer meines Vertrauens als Beispiel dafür gebracht wurde, wie sich Wünsche synchronisieren und eine gemeinsame Welt schaffen. Der Wunsch eines Realisierten hat dabei mehr Masse, wäre ein echt fettes Metronom, und zieht die Normalos auf sein Schwingungsniveau.

Die 8 unfreien Zustände

Gestern Abend eine unfrohe Diskussion im buddhistischen Zentrum meiner Wahl. Ein bunter Themenmix, aufgehängt am derzeitigen Sündenbock und unserer Wirkung auf Neue. Jede Menge Emotion, mal ungeschönt gestört, mal reinsichtig aufgehellt, immer – am Anlass gemessen – unnötig.

Wie auch immer, der Sündenbock weigerte sich, durch den ungeduldig hingehaltenen Reif zu springen. Mir war völlig unklar, wie ich in der Situation hilfreich sein könnte; ich spürte meinen Ärger, der mich daran erinnerte, dass ich in der Situation etwas nicht verstand (alter Sozialpädagogen-Spruch: „Wenn Du Dich ärgerst, hast Du etwas nicht verstanden.“) und stellte mich mittels Mantra erstmal ruhig.

Heute morgen erinnerte ich mich an die 8 unfreien Zustände. Unser Geist ist deshalb so anfällig für unfrohe Emotionen weil er sich ständig in Ablehnung und Erwartung verfängt. Verfangen in Erwartung und Ablehnung ist er unfrei. Systematisiert wird das mit den 8 unfreien Zuständen beschrieben:

Erwartung von … Ablehnung von …
Lust Leid
Gewinn Verlust
Lob Tadel
Ruhm Schande

Sobald wir in einem der unfreien Zustände verfangen sind, fällt es uns schwer mitfühlend zu sein. Das der Mangel an Mitgefühl in der Regel zu einem (Diskussions-)Verhalten führt, das mit „unklug“ nur unzureichend beschrieben ist, kann ich als bekannt voraussetzen. Auf die eine oder andere Weise waren wir gestern Abend alle unfrei, jeder gefangen in seinem ureigensten Mix aus Ablehnung und Erwartung.

Genug für heute, als kleiner Merker für mich selbst: „Die Meiselschrift vom Glauben an den Geist“ heraussuchen! Als kleiner Vorgeschmack für Euch der erste Vers:

Der höchste Weg
ist nicht schwer
nur ohne Wahl

Statuenfüllkurs

Wer schon immer mal wissen wollte, womit Statuen gefüllt werden, kann das auf diesem Bild sehen.Blüten und Kräuter, in diesem Fall Lavendel, Rose, Ringelblume, Jasmin, Thymian und Salbei sind vorne im Bild zu sehen. Sie füllen die Hohlräume zwischen den Edelsteinen und Halbedelsteinen auf, die in den verschiedenen Schalen bereit stehen und zur Füllung des Sockelbereiches dienen. Dort können auch andere Kostbarkeiten, zumeist Schmuck, eingebracht werden. In den Körper der Statue wird zunächst der Lebenbaum eingebracht, der am rechten Bildrand mittig auf dem Filz liegt, der die Füllung als letzte Lage abdecken wird. Um den Lebensbaum herum gruppieren sich Mantrarollen, ihre Zwischenräume werden mit Sandelholzmehl aus der großen Schüssel in der Bildmitte aufgefüllt.