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Gestern und heute habe ich Gi. bei den Vorbereitungen für ihre Ausstellung geholfen. Da Gi. eine Sehbehinderung hat, war ich bei allen Tätigkeiten gefragt, die klare Sicht erfordern. Und auch bei einigen anderen. Ich habe also zwei Tage Bilder gerahmt, gereinigt, verpackt, positioniert, auf Hintergründe geklebt oder von ihnen abgelöst, Aufhängungen angebracht oder improvisiert, zwischendrin auch mal bei der Auswahl, nun, vielleicht nicht beraten, aber doch „Meinung gehabt“. Dabei war es interessant und anregend, Bilder aus über dreißig Jahren Schaffenszeit anzuschauen und zu manchen von ihnen auch die Geschichte zu erfahren. Hat Spaß gemacht und das Essen war gut, so soll das sein!

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Auch heute hat es die Pläne verregnet. Das Gute daran: ich konnte mit dem Teppich weitermachen. Das Schlechte daran: auch damit hatte ich Schwierigkeiten. Die ganze Geschichte sieht nun etwas unordentlich aus und das war nicht die Anmutung, die mir vorschwebte. Aber – um ehrlich zu sein – die Anmutung ist nicht nur am mehr oder minder ordentlichem Handwerk gescheitert, sondern auch daran, dass ich mir Muster vorgestellt habe, die mit dieser Anordnung der Kettfäden nicht herzustellen sind. Was ich zu spät, nämlich heute, bemerkte.

Das Gute im Schlechten: Weil die ganze Sache ein großes Experiment ist und außer mir ohnehin niemand weiß, wie ein ideales Endergebnis ausgesehen hätte, ist das alles ziemlich egal. Jugend forscht!