25319 & 25320 – Lange nicht gewebt

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Während des heutigen Stadtgangs im Seccond-Hand-Laden zwei rote Bettbezüge zur Weiterverarbeitung im Rahmen des Webteppich-Projekts gefunden. Wie mensch sieht, war mir heute nach starken Farben. Das Blau gab es leider nur als einzelnen Kissenbezug. Dementsprechend ist es auch schon komplett verwebt.

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Gestern abend noch ein paar Dinge am Werkstück gesehen, die ich nicht mochte. Heute versucht, diese Dinge zu korrigieren, mit wechselndem Erfolg. Dennoch, es ist besser als zuvor. Im Bild immer vorher und nachher nebeneinander.Und eigendlich wollte ich danach aufhören, aber als es dann soweit war, wollte ich auch sehen, ob der geplante Fortgang in etwa so aussehen würde, wie ich das dachte. Ja, sah es.Und so ging es mir auch mit dem nächsten Schritt. Jetzt wird erstmal wieder für einige Zeit Pause sein. Mir fehlt Material, schon wieder, und ich muss mit dem bisherigen Ergebnis Zeit verbringen, um zu entscheiden, wie es weitergehen soll.

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Auch heute hat es die Pläne verregnet. Das Gute daran: ich konnte mit dem Teppich weitermachen. Das Schlechte daran: auch damit hatte ich Schwierigkeiten. Die ganze Geschichte sieht nun etwas unordentlich aus und das war nicht die Anmutung, die mir vorschwebte. Aber – um ehrlich zu sein – die Anmutung ist nicht nur am mehr oder minder ordentlichem Handwerk gescheitert, sondern auch daran, dass ich mir Muster vorgestellt habe, die mit dieser Anordnung der Kettfäden nicht herzustellen sind. Was ich zu spät, nämlich heute, bemerkte.

Das Gute im Schlechten: Weil die ganze Sache ein großes Experiment ist und außer mir ohnehin niemand weiß, wie ein ideales Endergebnis ausgesehen hätte, ist das alles ziemlich egal. Jugend forscht!

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Um direkt an den gestrigen Blogbeitrag anzuschließen, ich stehe heute mit dem Wecker auf und bin früh genug mit meiner Morgenroutine durch, nur um zur geplanten Abfahrtszeit festzustellen, dass es regnet und ich nicht bereit bin, mich beregnen zu lassen. Ich melde mich also bei Gi. um meine Verspätung anzukündigen. Alles nicht so schlimm, sie müsse oder könne ohnehin nocheinmal in die Stadt und …, kurz gesagt, jetzt warte ich darauf, dass sie sich meldet, wenn sie wieder zuhause ist. Mittlerweile hat der Regen aufgehört und in einer Welt, wie ich sie mir wünsche, würde ich jetzt aufbrechen und der Tag könnte seinen zuvor geplanten Ablauf nehmen. Stattdessen bin ich nun der, der wartet. Und sehr davon überzeugt ist, dass es regnen wird, sobald Gi. wieder zuhause ist.

In ausgeglicheneren Zeiten ist so etwas kein Problem, im Moment finde ich es schwierig. Ich denke es genügt, wenn einer von zwei Menschen flexiblen Umgang mit Verabredungen praktiziert. Vor allem wenn ich dieser Mensch bin, alles daüber hinaus macht die Welt nur unnötig kompliziert. Und mich grummelig.

Aber letztlich passt der Grummel gut in Bild. Die Verabredung wurde im Sommer getroffen, unter günstigsten inneren Umständen, ich dachte, ich könnte die von mir angebotene Hilfestellung gut leisten. Kann ich auch, auch jetzt noch, nur sind die inneren Umstände andere, solche, die jede Form von Reibung sehr, sehr mißbilligen. Und im Zweifelsfall etwas gar nicht erst verabreden, was Reibung nur entfernt provoziert. In diesem Fall eine kleine einstündige Fahrradtour mit fixierter Ankunftszeit. Im Winter ist so etwas nicht vernünftig zu planen, das reibt schon beim Drandenken.

Wer jetzt denkt, das sei alles nicht so schlimm …, ja, genau. Aber hey, die wahren Abenteuer sind im Kopf.

<O>

Stunden später, meine Überzeugung wird wahr, es regnet als Gi. ihren Stadtgang beendet. Wir texten ein bisschen hin und her und kommen überein, das Treffen auf morgen zu verschieben. Das passt, denn ich habe spontan begonnen, den großen Rattanring (Ø 90 cm) zu bespannen. Ich möchte mir einen kleinen, runden Teppich weben, wie so oft ist das Vorgehen dabei experimentell und ich würde die Aktion nur ungern unterbrechen. Und abends ist dann auch der Grummel weg.