| Jeden Monat am Fünften fragt Frau Brüllen ihre Blogger-KollegInnen, was sie denn eigentlich so den ganzen Tag machen. Hier geht’s zu ihr und all den anderen Bloggenden. |
Ganztägig:
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Ganztägig:
Vor Jahren habe ich einen Bildwitz gesehen und auch aufgehoben, den ich leider gerade nicht wiederfinde. Aber der war ungefähr so:

„Liebe Kinder, die Vorstellung fällt heute aus, der Kasperle ist leider verreckt.“
Der erste Tag des Jahres vergeht mit einer kleinen Illustrationsübung zum Aufbau eines Mixed-Media-Bildes. Erst Spaß haben und einen Hintergrund gestalten als sei mensch 4 Jahre alt und hätte gerade die Fingerfarben entdeckt. Dann anschauen und darin sehen, was immer mensch will, gerne auch den Blick darauf lenken oder der Deutlichkeit wegen drauf schreiben. Letztlich alles „zusammenbinden“ oder „schön machen“, hier geht’s um Komposition und der Künstler darf künstlern. Und dieser letzte Schritt darf sich auch länger hinziehen, Tage oder Wochen, fertig ist, wenn fertig ist.
Meine Mixed-Media-Versuche gehen weiter. Die Sachen im Bild sind noch nicht fertig, aber das muss so. Schon bei meinen allerersten Versuchen habe ich bemerkt, dass es gut ist, zwischen den verschiedenen Schichten Zeit verstreichen zu lassen. Manchmal kommen überhaupt erst dann Ideen, wie es weitergehen soll, manchmal ist es hilfreich, das Bild bei verschiedenen Lichtverhältnissen anzuschauen. Hier also ein Zwischenstand.
Ähnlich wie damals, als wir noch Bob Ross beim Aquarellieren zuschauten, ist das auch heute bei den Mixed-Media-Künstlern auf YouTube. Es sieht unglaublich einfach aus, fast willkürlich. Eine simple Sache, fünf oder sechs Schichten aus dem Künstlerbedarf übereinanderlegen und irgendwas Anschauenswertes wird schon dabei herauskommen. Ist nicht so.
Ich vermute, die haben geübt.
Das mache ich jetzt auch.