25324 – Zurück auf Start

Beim Versuch, die Lichtleiste alleine an ihren vorgesehen Platz zu bringen, scheitere ich krachend. Das Teil, nur provisorischst fixiert, fällt in dem Moment herunter, als ich beginne zu schrauben. Und zerbricht in ungefähr die Hälfte der Teile, aus der es besteht. Geschätzter Zeitaufwand um alles zu fixen eine halbe Sunde. Geht aber nicht, weil zu genervt.

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Später im Tag sitze ich in der Sonne und schreibe, noch später gehe ich Lebensmittel einkaufen. Eigentlich könnte alles wieder  gut sein, aber ich fühle mich angestrengt und belastet, ohne klar benennen zu können, was mir quer liegt. Die Lichtleiste ist es nicht.

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Am frühen Abend werde ich in eine kleine Gemeinschaftsaktion hineingezogen, von der ersten Aufgabenbeschreibung – „nur kurz was heben“ – bis zur vollen Teilnahme dauert es nicht lang. Einer der Schränke, der ohnehin nur auf Backsteinen steht, wird zwanzig Zentimeter höher einfach an die Wand geschraubt. Was zukünftig das Wischen darunter deutlich erleichtert.

Im Zuge der Aktion wandern unsere Postfächer an eine andere Stelle. Kurz ist in der Diskussion, sie in einen anderen, wenig frequentierten Raum zu stellen. Um das zu verhindern erkläre ich mich willens und fähig, – ebenfalls kurz- ein Regal für die Fächer anzubringen. Klar, dass sich auch eine überschaubare Aufgabe ausweitet, wenn zwischendurch für die Nebenbaustelle mal Werkzeug geholt, mal Bretter geschnitten werden müssen.

Kurz, zwischendrin bin ich immer mal wieder genervt, als wir fertig sind aber doch recht zufrieden mit dem Ergebnis. Dennoch ein seltsamer Tag.

25301 – Eine kleine Berichtigung

Ich muss mich berichtigen, der gestern erwähnte Hocker ist nicht das erste neue Möbelstück meines Lebens, es ist das zweite. Das erste Neumöbel ist das Regal in der Bildfolge, erstmals aufgenommen in der Maulronner Wohnung Anfang 1988 (datiert anhand der Größe meines Sohns). Gekauft wurde es vermutlich im Laufe des Jahres 1996, vielleicht auch früher. Ich erinnere schwach, dass ich von Frankfurt aus zu einem Billig-Möbelhändler in der Nähe von Hanau fuhr, ein zu dieser Zeit gerade in der Einführungphase befindliches Geschäftsmodel. Das schwedische Möbelhaus gab es noch nicht, Möbbelschnäppchen mussten anderswo und mühsamer gejagt werden.Das zweite Bild ist wenige Jahre später auf der Gutenhalde aufgenommen. Ich habe es für diesen Beitrag herausgesucht und war erstaunt, wieviele Dinge auf dem Bild mich heute, also geschätzt 35 Jahre später, noch begleiten.

Das letzte Bild ist aktuell, das Regal hat mich all die folgenden Jahre begleitet und steht heute in meiner Abstellkammer.

25300 – Zweidrückchen

Zwei Eindrücke aus dem Tag. Ich bin mit A. in der Stadt und wir gehen Sushi essen. Als wir fast schon fertig sind entdecke ich auf der Verpackung der Essstäbchen eine Anleitung, wie mensch die Stäbchen idealerweise hält. Diese Anleitung weicht leicht von der Art und Weise ab, wie ich sie vor langen Zeit einmal in einem asiatischen Restaurant gezeigt bekam. Und sie fühlt sich spontan besser und bequemer an, als die, die ich gelernt habe. Leider kann ich sie nicht mehr intensiv erproben, das dann beim nächsten Mal. Vielleicht lernen alte Hunde gelegentlich ja doch noch neue Tricks.Später gehen wir in der Galerie 23 vorbei. Erstens ist das immer ein gut zu bebummelnder Ort, zweitens möchte sie mir einen der Hocker schenken, die uns unabhängig voneinander dort aufgefallen sind. Einen kurzen Moment scheint es, als seien die Hocker ausverkauft, dann findet die Angestellte dort die letzten drei aus dem Schaufenster in einem der hinteren Räume. Und auf diese Weise komme ich zum ersten gekauften Einrichtungsstück meines Lebens. Und glaubt mir, wenn Ihr wüsstet, wie alt ich bin, fändet Ihr das noch sehr viel erstaunlicher!

25233 – Steckdosen mal wieder

Die Sache mit dem Dome ist die, dass nichts „mal eben“ geht. Das wusste ich vorher, ich dachte, mit der mir zur Verfügung stehenden Zeit wäre das kein Problem. Einfach ein Ding nach dem anderen durchziehen, ist ja alles nicht schwierig, muss „nur“ gemacht werden. Aber in Zeiten mit geringer Energie – meint in solchen wie gerade – nervt es eben doch ein bisschen, wenn fünf Steckdosen gefühlt zwei Tage dauern.

25220 – Der Entwurf ist fertig

Ab heute lebe ich in einem Entwurf dessen, wie ich die nächsten Jahre wohnen möchte. Das Bild gibt einen ersten Eindruck von der Zeugs- und Kücheninsel, und zwar gesehen von der Zeugsseite her. Alles, wovon ich denke, dass ich es (vorrätig) haben sollte, soll in den Schubladen einen Platz finden. In der Vitrine im Hintergrund möchte ich Dinge zeigen, die ich für bemerkenswert oder eben zeigenswert halte. Vielleicht auch ein paar Erinnerungsstücke. Die Küche wird, gemessen an der durchschnittlichen Ausstattung, vermutlich eher minimalsitisch. Einfach deswegen, weil meine Ansprüche an Essen und Kochen niedrig sind.

Von einem Entwurf spreche ich, weil noch nichts so ist, wie es bleiben wird. Alle Behältnisse stehen an den Stellen, wo sie die nächsten Jahre stehen werden, aber jedes einzelne Stück wird noch Gegenstand weiterer, nun, nennen wir es Aufwertung. Hinter Vitrine und Kleiderschrank ist viel Stellraum, den ich (möglicherweise mit daran angepassten Regalen) nutzen möchte. Die Zeugs und Kücheninsel bekommt durchgängige Arbeitsplatten auf jeder ihrer Ebenen, dazu müssen kleine Höhenunterschiede ausgeglichen werden. Bedeutet, dass ich die Anordnung nur sehr eingeschränkt nutzen oder einräumen kann, weil alles beweglich, kippbar oder wenigstens vibrationsunempfindlich bleiben muss, solange es nicht fertig (genug) ist. Auch wenn es immer weniger so aussieht lebe ich auf einer Baustelle.

Und: in einer idealen Welt bekämen die Stühle eine neue Polsterung, aber darüber, wie sich die Welt entwickelt, möchte ich lieber nicht spekulieren.