Drinnen sein, raus gucken

Je kürzer und kälter die Tage werden, umso seltener sitze ich vor meinem Panoramafenster. Zur Frühstückszeit ist dort noch ungeheizt und später habe ich mich dann auf dem Platz eingesessen, dessen Aussicht das Foto zeigt. Links im Bild das Fenster in die Welt, rechts im Bild das Fenster zum Gemeinschaftsraum.

Sitzpunkt

Ein kleiner Service für Menschen, die wie ich sind, heißt: die, wo auch immer sich ein Monitor in einem Bild zeigt, versuchen zu erkennen, was da eigentlich drauf läuft. Betriebssystem ist Ubuntu, darauf läuft gerade GIMP, in GIMP wird gerade die erste, später verworfene Version des obigen Fotos bearbeitet, die im Monitor noch den Totem Videoplayer zeigt, der gerade einen Podcast von Medienradio zu Flattr abspielt.

Recycling

Was ich an meinem Lebensstil so mag (unter anderem) ist der Umgang mit den verschiedensten Arbeitsmaterialien und deren Wieder-, Wieder-, und Wiederverwendung. Nehmen wir zum Beispiel dieses „Jugendzimmer“ aus dem Jahr 2004 …

Kinderwagen, innen

…, dessen Paneele anläßlich der Renovierung 2010 erneuert werden. Die ergeben, kaum dass sie ein halbes Jahr unter dem Wagen liegen, eine prima Hundhütte.

Hundehütte

Und wer die Bilder immer aufmerksam angeschaut hat, dem wird auch die rot-weiße Plane auf dem Dach [intlink id=“817″ type=“post“]irgendwie bekannt vorkommen[/intlink].

Wie bei uns Probleme gelöst werden (Teil 3 – ein Nachtrag)

Wer die ersten zwei Teile verfolgt hat und unsere Bedingungen vor Ort nicht kennt, könnte zur Vermutung gelangen, nun sei alles gut. Vorschlag, Diskussion, Beschluß im Sinne des Vorschlags, wer will da denn meckern?
Ich, schon wieder! Einfach der Vollständigkeit halber. Im Kern meiner Nörgelei: wir werden diesen Beschluß nicht umsetzen (ihr erinnert Euch: es gilt einen gar nicht mal so kurzen Schotterweg anzulegen). Wir haben weder die Menschen, die das tun möchten, noch solche, denen das auch nur wichtig genug wäre, um darüber nachzudenken, wie man den Beschluß trotzdem umsetzen könnte. Der Weg wird also so matschig sein, wie er eben matschig wird und außer X wird´s niemand stören. Und den vielleicht auch nicht, war das ganze doch irgendwas zwischen Missverständnis und Vorwand, nur zum kleinsten Teil aber die Sorge um Matsch und Rasen.
Ein weiteres Merkmal unserer Beschlüsse: sie sind auslegungsähig! Schon wenige Wochen nach dem Beschluß (ich vermute sogar direkt danach) gibt es voneinander abweichende Auslegungen. Während ich oben im Text ganz selbstverständlich davon ausgehe, dass der Weg nun eine Aufgabe aller ist, gibt es eine andere und angenehmere Sichtweise auf den Beschluß. Diese besagt, dass X. nun die Möglichkeit hat, auf Kosten des Vereins einen Weg anzulegen. Wenn er das will. Nennen wir es Hilfe zur Selbsthilfe.
So, genug genörgelt. Es gibt ja auch Gutes zu berichten. Allem voran, die Stimmung war gut, meint: halbwegs kooperativ und konstruktiv. Auf eine konventionelle Weise auch höflich, obwohl dass bei mir immer das Gefühl hervorruft, dass ich verarscht werde.
Dann: wir haben eine Lösung gefunden. Und das wird auch durch meine Nörgelei nicht weniger lobenswert.
Letztlich – und für mich am wichtigsten – wir haben mal wieder gemeinsam bedacht, was uns gemeinsam gehört. Und wir haben mal wieder auf die Gemeinschaft und ihren gemeinsamen Besitz fokussiert. Ich hoffe, dass das nur ein Anfang war und wir das Bewußtsein von unserem gemeinsamen Reichtum, den wir nur nutzbar machen müssen, weiter entwickeln werden. Wer weiß, vielleicht werden wir sogar aktiv und bauen uns ein Bad. Alles nur Kopssache.

Die heilige Ordnung

Draußen wird es ungemütlich und die Aktivitäten verlagern sich nach drinnen. Vorsorglich habe ich im Sommer nicht allzuviel aufgeräumt, es muss in der kühlen Jahreszeit ja noch etwas zu tun sein. Heute ist also geschehen, was nicht länger zu vermeiden war: ein erster Schritt, Ordnung in das Werkzeug- und Materialchaos zu bringen.

Das Werkzeugregal