25272 – reingeschaut (2)

Ich schaue ja immer mal wieder in defekte Dinge (zum Beispiel hier), heute in eine defekte Heizdecke. Die Heizschlange hatte sich gelöst, dann im Innern der Decke verknuddelt und dort, wo das Knäul am dicksten war, zuviel Hitze entwickelt. Im Ergebnis gab es angesengt-braune Flecken in der Decke und im Betttuch. Entgegen meiner Erwartung war die Heizschlange in ordnungsgemäßen Zustand nicht durch Nähte fixiert, sondern dadurch am Platz gehalten, dass die beiden Stoffseiten der Decke miteinander verklebt waren. Und diese Verklebung hat sich im Laufe der Jahre gelöst und pulverisiert. Das wiederum finde ich nicht ganz so erstaunlich, denn Hitze ist der natürliche Feind von Verklebungen.

Wie auch immer, ich habe jetzt neun Meter Heizschlange im Fundus, die ich mir irgendwann irgendwo einnähen werde.

Und weil Blogbeiträge im Idealfall beim Lesenden einen Mehrwert schaffen, ist hier noch einmal ausdrücklich formuliert, was Ihr aus diesem Beitrag mitnehmen könnt: Wenn eine Verklebung schwer zu lösen ist, immer erst mal warm machen. Oder auch richtig heiß, wenn der Rest des Objekts das verträgt. Das ist jetzt aus dem Beitrag nicht so richtig herauszulesen, stimmt aber trotzdem. So, Bildungsauftrag für heute erfüllt. Und tschüß.

25263 – Zufall, Thema, Absicht

Der erste Tag des Jahres vergeht mit einer kleinen Illustrationsübung zum Aufbau eines Mixed-Media-Bildes. Erst Spaß haben und einen Hintergrund gestalten als sei mensch 4 Jahre alt und hätte gerade die Fingerfarben entdeckt. Dann anschauen und darin sehen, was immer mensch will, gerne auch den Blick darauf lenken oder der Deutlichkeit wegen drauf schreiben. Letztlich alles „zusammenbinden“ oder „schön machen“, hier geht’s um Komposition und der Künstler darf künstlern. Und dieser letzte Schritt darf sich auch länger hinziehen, Tage oder Wochen, fertig ist, wenn fertig ist.

25233 – Steckdosen mal wieder

Die Sache mit dem Dome ist die, dass nichts „mal eben“ geht. Das wusste ich vorher, ich dachte, mit der mir zur Verfügung stehenden Zeit wäre das kein Problem. Einfach ein Ding nach dem anderen durchziehen, ist ja alles nicht schwierig, muss „nur“ gemacht werden. Aber in Zeiten mit geringer Energie – meint in solchen wie gerade – nervt es eben doch ein bisschen, wenn fünf Steckdosen gefühlt zwei Tage dauern.

25167 – Wabanti

Es kommt sehr selten vor, dass ich Brettspiele spiele. Ich bin nicht der Spieletyp. Als Hobbypsychologe vermute ich, dass ich mit Konkurrenzsituationen selbst in der gespielten Variante nur schwer umgehen kann. Wie-auch-immer, ein Brettspiel mochte und mag ich so sehr, dass ich mir Anfang der 90er Jahre ein eigenes Spielbrett dazu gestaltete, es über die Jahre immer mal wieder spielte und noch immer besitze. Heute ist es auch in den Dome eingezogen, als einziges einer kleinen Anzahl von selbstgestalteten Brettspielen.

So sieht es aus und ich mag es. Im Original bedient sich das Spiel aufgrund des wabenförmigen Spielbretts eines Bienen- und Honigmotivs, das mir paradoxerweise gleichermaßen offensichtlich und an den Haaren herbeigezogen erschien. Deswegen der eigene Ansatz.

Und falls Ihr das Spiel mit einem Bogen Packpapier, einer Handvoll Muttern und fünf Würfeln selbst ausprobieren möchtet – weil das Spiel nicht mehr hergestellt wird sind Eure DIY-Skills gefragt -, habe ich meinen Assistenten kurz die Spielregeln zusammenfassen lassen. Ende des Beitrags, für die Spielregeln hier 25167 – Wabanti weiterlesen