Autor: g.
25411
Auch wenn die Naturschutzverbände seit mehreren Jahren den „Mähfreien Mai“ propagieren, ist der Mai bei mir ganz unbeabsichtigt mähfrei geblieben. Heute habe ich, soweit es mich und meine unbeabsichtigte Teilnahme betrifft, die Aktion abgebrochen. Meint: Wiese gemäht, weil demnächst Regen, viel Regen.
Besonders beachtenswert, gegenüber dem Gewächshaus wird es dieses Jahr wieder ein Beet geben. Ein Teil der ehemaligen Pflänzchen im Gewächshaus sind jetzt Pflanzen und müssen dringend ins Freie.
25410 – Dachschaden
Mehrere regenfreie und sonnige Tage haben jede Feuchtigkeit unter der beschädigten Dachplane vertrieben und ich konnte heute die Reparatur angehen. Ich ging den denkbar einfachsten Weg und verwendete Reparaturband für LKW-Planen. Das ist eine Lösung, von der ich nur mittelmäßig überzeugt bin, vor allem nachdem ich damit gearbeitet habe.
Insgesamt schätze ich den Zustand des Dachs als schwierig ein. Nicht nur der aufgegangenen Klebenähte wegen, sondern auch weil UV-Strahlung und Witterungseinflüsse der Plane deutlich anzusehen sind. Das betrifft den Bereich oberhalb des Terassendachs besonders, denn er ist der meistbeschienene des ganzen Domes. Mittelfristig werde ich nachbessern müssen, sei es durch neue Plane oder eine wie auch immer geartete Beschattung. Vieles lässt sich denken, auch allerlei semiprovisorische Lösungen und kreative Ansätze, aber ganz egal was es sein wird, vermutlich wird das Dach durch die Jahre immer mal wieder als Thema auftauchen.
25409 – (K)eine Aussage
Ich möchte Euch einen Satz aus einem ungeschriebenen Blogbeitrag zum Draufherumdenken geben:
„Was ich nicht tat, bevor sie es mir unterstellte.“
Ist es nicht bemerkenswert, wie verschieden die Geschichten sein könnten, die diesem Satz vorausgehen. In Abhängigkeit davon, wie wir dieses „es“ ausfüllen, könnte sie, diese Geschichte, die gesamte Skala der Wertschätzung abdecken, von der Vermutung, ich sei in sie verliebt, bis hin zur Unterstellung, ich hielte sie für eine zutiefst verachtenswerte Person. Denn macht diese Vermutung sie nicht etwas liebenswerter und die Unterstellung etwas verach…, nein, ich neige nicht zu extremen Gefühlslagen, ersetzen wir verachtenswert durch „deutlich unsympathischer“.
Eine Geschichte aus dem wahren Leben wäre vermutlich weniger schwarz-weiß und in ihrer Herleitung etwas komplexer. Und käme dennoch zu einem ähnlichem Schluß: Unsere (auch unausgesprochenen) Annahmen bestimmen die Welt um uns herum.
<O>
PS
Ob die Welt dann so „ist“ oder wir sie nur (?) „so erleben“, wäre Stoff für die nächste Herumdenkerei.
PPS
Oder auch, ob die Vermutung/Unterstellung zuvor nicht Wahrgenommenes aus dem Nicht-Wahrgenommen-sein befreit und sichtbar macht? Käme vermutlich auf die Geschichte an.
PPPS Womit wir die getroffene Kernaussage (Annahme gestaltet Welt) schwächen oder aufheben. ich bleibe unbefriedigt-unentschieden zurück.
<O>
Wie meine Mutter schon sagte: „Bub, Du denkst zu viel!“


