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Um direkt an den gestrigen Blogbeitrag anzuschließen, ich stehe heute mit dem Wecker auf und bin früh genug mit meiner Morgenroutine durch, nur um zur geplanten Abfahrtszeit festzustellen, dass es regnet und ich nicht bereit bin, mich beregnen zu lassen. Ich melde mich also bei Gi. um meine Verspätung anzukündigen. Alles nicht so schlimm, sie müsse oder könne ohnehin nocheinmal in die Stadt und …, kurz gesagt, jetzt warte ich darauf, dass sie sich meldet, wenn sie wieder zuhause ist. Mittlerweile hat der Regen aufgehört und in einer Welt, wie ich sie mir wünsche, würde ich jetzt aufbrechen und der Tag könnte seinen zuvor geplanten Ablauf nehmen. Stattdessen bin ich nun der, der wartet. Und sehr davon überzeugt ist, dass es regnen wird, sobald Gi. wieder zuhause ist.

In ausgeglicheneren Zeiten ist so etwas kein Problem, im Moment finde ich es schwierig. Ich denke es genügt, wenn einer von zwei Menschen flexiblen Umgang mit Verabredungen praktiziert. Vor allem wenn ich dieser Mensch bin, alles daüber hinaus macht die Welt nur unnötig kompliziert. Und mich grummelig.

Aber letztlich passt der Grummel gut in Bild. Die Verabredung wurde im Sommer getroffen, unter günstigsten inneren Umständen, ich dachte, ich könnte die von mir angebotene Hilfestellung gut leisten. Kann ich auch, auch jetzt noch, nur sind die inneren Umstände andere, solche, die jede Form von Reibung sehr, sehr mißbilligen. Und im Zweifelsfall etwas gar nicht erst verabreden, was Reibung nur entfernt provoziert. In diesem Fall eine kleine einstündige Fahrradtour mit fixierter Ankunftszeit. Im Winter ist so etwas nicht vernünftig zu planen, das reibt schon beim Drandenken.

Wer jetzt denkt, das sei alles nicht so schlimm …, ja, genau. Aber hey, die wahren Abenteuer sind im Kopf.

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Stunden später, meine Überzeugung wird wahr, es regnet als Gi. ihren Stadtgang beendet. Wir texten ein bisschen hin und her und kommen überein, das Treffen auf morgen zu verschieben. Das passt, denn ich habe spontan begonnen, den großen Rattanring (Ø 90 cm) zu bespannen. Ich möchte mir einen kleinen, runden Teppich weben, wie so oft ist das Vorgehen dabei experimentell und ich würde die Aktion nur ungern unterbrechen. Und abends ist dann auch der Grummel weg.

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Alles ist wie meistens um diese Jahreszeit. Fühllos gestimmt und Schlafstörungen mit langen Wachphasen mitten in der Nacht, die machen, dass mein Schlaf zwischen sieben und dreizehn Uhr am tiefsten und erholsamsten ist. Ich schlafe nicht mehr als gewöhnlich, aber zu anderen Zeiten. Bei einem solcherart verschobenen Tag-Nacht.Rhythmus ist dann ein Termin um 13.15 Uhr ein „früher“, für den ich mir den Wecker stellen muss. Um trotzdem gut in Tag zu kommen mindestens eineinhalb Stunden früher.

Heute hatte ich einen solchen frühen Termin, anschließend noch ein Zug durch die Stadt für verschiedene Besorgungen und schon ist es zu spät für einen kleinen Nachmittagsschlaf. Folglich beginne ich jetzt, es ist 21.00 Uhr, abzubauen, wohlwissend, dass es keinerlei Sinn ergibt, jetzt ins Bett zu gehen, weil ich ohnehin eine Stunde später wieder wach wäre, und das dann bis drei Uhr in der Nacht, mindestens. Schlechte Voraussetzungen für morgen, ein Tag, an dem ich ebenfalls früh aufstehen muss, um pünktlich zu einer Verabredung zu sein (von der Ihr dann morgen lest).

Und jetzt einen guten schlechten Film mit unsinnigen Explosionen und exotisch-gewaltsamen Todesarten, was mensch eben so braucht, um zur Ruhe zu kommen.