25509 – Ein Regal für die Abstellkammer

Morgens kommt Freundin A. zu Besuch, bis zum frühen Nachmittag plaudern und werkeln wir viel, dann fahren wir zu ihr. Unterwegs noch schnell Winkel und Anbringungsmaterial im Baumarkt geholt und am Abend hängt das Produkt unserer Bemühung in ihrer frisch renovierten Abstellkammer. Guter Tag.

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14 Tage später dann noch vier Regalbrette auf der Gegenseite angebracht.Die Kammerrenovierung ist jetzt abgeschlossen.

25507 – Gemba

Ich lasse mich immer mal wieder von Videos einfangen, die zum Beispiel Verhaltensänderung in 78 leicht zu merkenden Schritten heißen. Oder auch nur fünf, die angeblich bei Toyota zur Produktivitätssteigerung entwickelt wurden. Und wenn ich da etwas plausibel finde, schreibe ich auch mal mit.

Eines der von mir notierten Prinzipien heißt Gemba (und ich will hier gar nicht fragen, wie valide die Übersetzung ist): Geh‘ an den Ort des Geschehens und beobachte.

Das ist für einen Manager, der es gewohnt ist, vom Schreibtisch aus zu entscheiden, vielleicht überraschend, wenn er plötzlich in die Fabrikhalle soll. Für mich, der ich ja in, auf, oder neben meiner Baustelle wohne, ist das eigentlich Alltag, sollte mensch meinen. Ist aber nicht so.

Von meinem Schreibtisch bis zur metaphorischen Fabrikhalle sind es geschätzt zwölf Meter. Dazwischen zwei Türen und die Witterung des Tages. Und der Ortswechsel macht einen Riesenunterschied. Ich muss nichteinmal viel beobachten, sobald ich vor Ort bin sehe ich sehr schnell, was ich tun kann. Die ersten Handgriffe tun sich fast von alleine. Und ruckzuck ist der Tag vergangen und ich habe richtig was gerockt.

So geschehen heute, nachdem ich mich an Gemba erinnerte und der Idee eine Chance geben wollte. Ich merke mir das: erstmal hingehen, ganz freibleibend, wenn’s sich seltsam anfühlt, gehe ich einfach wieder. Und falls ich ins Tun komme, lasse ich es – also mich – laufen.

25506

Gestern habe ich kleinen Ausflug zum Baumarkt gemacht und so konnte ich heute während der ersten Tageshäflte die Holzpuppe fertig montieren.

Am frühen Nachmittag hat auch die improvisierte Latzug-Maschine ein paar Verbesserungen erhalten, damit die Kettlebell, die bisher als Gewicht dient und im Ruhezustand auf dem Tisch steht, nun unauffälliger untergebracht ist. Außerdem ist die ganze Geschichte nun  leichter mit weiteren Gewichten zu bestücken.

25505 – #widgtsm August 2026

In spätestens einem Monat wird’s das gewesen sein mit dem Sommer. Und ich sitze immer noch in den Startlöchern. Es ist das Gefühl, als könnte der aktivste Teil des Jahres jederzeit beginnen. Also jetzt, jetzt gleich …, ich müsste nur …, ist aber auch nicht sooo spannend, ich meine, wer braucht das, nichtmal ich, bisher funktionieren alle Provisorien bestens.

Was auch funktioniert: Bei den eher überschaubaren Kontakten mit Menschen vergleichsweise umgänglich zu bleiben. Anderen mit meinen depressiven Stimmungen nicht auf den Sack zu gehen, halte ich für wichtig. Hilft allen.

Was (vermutlich) nicht funktioniert: Zu verhindern, dass die depressive Stimmung trotzdem rüberkommt. Stimmungen teilen sich mit, da hilft nichts.

Womit wir neben der ausbleibenden Sommeraktivität bei einer weiteren neuen Facette des depressiven Geschehens sind: dem depressiv gefärbten Nachdenken darüber, wie ich auf andere wirke. Das war bisher nicht Thema, an manchen Stellen bin ich eitel (ohne dass mensch es mir ansieht), an anderen uneitel bis zur Vernachlässigung, niemals bewußt gepflegt, aber wenn ich das Haus verlasse bin ich geduscht, gekämmt und halbwegs passend angezogen. Folglich bin ich bisher sehr selbstverständlich davon ausgegangen, dass ich den meisten Menschen egal bin und ein paar mich mögen. Die wenigen, die mich ausdrücklich nicht mögen, sind Menschen, mit denen ich einen der selten auftretenden Konflikte habe, die dürfen das und sind zu vernachlässigen.

Und an dieser im Grundsatz positiven Projektion hat sich etwas geändert. Minimal nur, aber wahrnehmbar. Sehr vorsichtig formuliert: Da ist Raum für die Vorstellung, dass manche Menschen mich mehr tolerieren als schätzen, dass sie auf meine Teilnahme an Event XY auch verzichten könnten und ganz allgemein ihr Zugewandheits-Level unterhalb von egal liegt. Das kenne ich so nicht von mir, das ist neu.

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Das ist jetzt ein seltsam introvertierter Eintrag in einer Rubrik geworden, die sich ja eigentlich mit machen beschäftigt. Aber so ist das gerade, von mir geht wenig aus, mit Mühe reagiere ich auf äußere Anlässe und bin ganz allgemein in meinen sozialen Beziehungen etwas verunsichert.

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Aber, um mit einer positiveren Note zu enden, das Gute an diesem unentschlossenen Zustand, der jederzeit „Sommerzeit“ werden könnte ist, dass es zwischendrin immer wieder gute Tage gibt, Tage, in denen etwas geschieht und ich mich wohlfühle. Einzelne Tage nur, aber immerhin. Die Aneinanderreihung solcher Tage ergäbe „Sommerzeit“, das funktioniert halt gerade nicht, aber heh, es ist nicht alles schlecht.

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Es ist, wie’s immer ist, wer es tagesgenau braucht, darf hier 25505 – #widgtsm August 2026 weiterlesen