Wie schnell ist eigentlich mein Internet?

Speedtests gibt es viele, alleine Google hat drei verschiedene, wie mir gerade ein Artikel des GoogleWatchBlog verät. Aus aktuellem Anlass ist das erstmals interessant. Bisher war die einzige Frage mit Bezug zur Geschwindigkeit: Funktioniert Streaming? Antwort: Meistens, manchmal nicht, Ursache ungeklärt.

Der direkt über die Websuche aufrufbare „Überblicks-Test“ bestätigt den Eindruck. Gemessen an einem Wochentag morgens um zehn, schon eine Stunde später sieht das deutlich schlechter aus.

Auch der Stadia-Test liegt um diesen Wert und rät ganz klar vom Gaming ab (3,5 MBit/s). Auf die lange Strecke sieht´  s erwartungsgemäß noch schlechter aus (2,3 MBit/s). Soweit Google, die Telekom bestätigt das Ergebnis (3,4 MBit/s).

Streaming geht also, aber langt das für Konferenz-Software, wie sie im Home-Office benötigt wird? Die Internet-Wisser meines Vertrauens raten zu Verträgen ab 50 MBit/s. Zwar sei eine Person auch schon mit der Hälfte dieser Download-Leistung versorgt, aber der Upload könne dann einen Engpass bilden, da er in der Regel nur ein Zehntel des Download-Volumens beträgt.

Gut, beziehungsweise schlecht, Home-Office fällt bei mir aus. Zumindest im ersten Ansatz, ich denke, es gibt da noch etwas Forschungsbedarf.

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Ein freistehender Anbau …

… ist ein Widerspruch in sich. Aber mir fällt gerade keine treffendere Bezeichnung für das „Gebäude“ auf dem Foto ein. Vorschläge gerne in die Kommentare.

Seit ein paar Tagen bin ich verstärkt dabei, das Gelände wieder begehbar zu machen. Oder auch zu „verschönern“, im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten.

Hintergrund ist, dass die in Berlin lebende Lieblingstochter sich zur regelmäßigen Pflege des Gießener Freundeskreises in diesem Anbau einen Schlafplatz mit Homeoffice-Option einrichten möchte. Nutzbar in den Sommermonaten, immer mal wieder, nie lange.

Der Anbau steht auf einem unserer freien Grundstücke, das irgendwann wieder zum regelmäßigen Wohnen genutzt werden wird. Dementsprechend planen wir mit geringem Budget und Arbeitsaufwand, so dass alles irgendwann einfach so und ohne großen Verlust an den Folgenutzer übergeben werden kann.

Bis dahin tut es dem Gelände gut, gelegentlich etwas Pflege zu erhalten. Heute hat der Apfelbaum einen sehr zurückhaltenden Schnitt bekommen.

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26.3.2022
Der erste Schritt ist getan: aufräumen. Darüber ist ein angenehmer Nachmittag vergangen. Immer wieder erstaunlich, was sich auf einer gar nicht mal so großen Fläche (2,97 mal 2,43 Meter) ansammeln kann.

Nun kann die eigentliche Arbeit beginnen, das Einziehen der vierten Wand, rechts im Bild gerade nicht mehr zusehen. Ganz früher war an dieser Seite ein Bauwagen angeflanscht, in den letzten Jahren war die Öffnung mit einer Plane verhängt.

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27.3.2022
Okay, jetzt kann die eigentliche Arbeit beginnen. Der Boden war an einer Stelle noch auszugleichen.

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16.4.2022
Gestern hat S. beschichtete Spanplatten vorbeigebracht, genug um die Wand innen und außen damit aufzubauen. Ein Rest vom Messebau. Heute habe ich vier davon schon mal hingehängt.

19.4.2922
Nochmal zwei Tage für die Innenwand.

21.4.2022
Und nochmals zwei Tage. Viel Fummelkram mit dem Dachanschluss und der Dämmung. Letztlich dauerten die letzten zwei Platten einschließlich der Dämmung länger als gedacht, weil ich den Zeitaufwand für die Leiternsteigerei nicht auf dem Zettel hatte.

Ich werde im Rahmen dieses Beitrags weiter von unseren Fortschritten berichten.


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Warum ich nicht über den Krieg schreibe

Über den Krieg schreibe ich im Wesentlichen aus den Gründen nicht, aus denen ich auch über den großen Konflikt in meinem Wohnprojekt oder meine verschiedenen Beziehungsauflösungen nicht geschrieben habe: Es lässt sich kaum zuverlässig Richtiges darüber sagen. Immer ist man Partei, immer besteht die Möglichkeit, dass der Konfliktgegner entgegen aller Wahrscheinlichkeit doch Recht hat. Die subjektive Gewißheit, Recht zu haben, kann ein Irrglaube sein.

Kommt hinzu: Alles Urteilen beruht auf Information, die stimmen kann oder auch nicht. In der Beziehung die Fehlwahrnehmung, im Gruppenkonflikt die Übernahme der (Fehl-)Einschätzungen anderer, im Krieg die gezielte Desinformation, immer besteht die Möglichkeit, dass wir aufgrund von „Fakten“ urteilen, die das nicht sind, Fakten.

Nun bin jemand, der im Gespräch fast reflexartig eine Gegenposition sucht, wenn ihm eine Überzeugung allzu überzeugt entgegenkommt. Dabei wünsche ich mir – zumeist vergebens – Gesprächspartner, die das als Einladung verstehen, gemeinsam die Wahrheit herauszudenken. Je nach Gesprächspartner mag man mich für einen Putin- oder Biden-Versteher halten, am ehesten ist wohl richtig, dass ich beide Konfliktparteien ganz umfassend nicht verstehe.

Folglich fehlt mir auch jedes Verständis für Menschen, die gerade ganz genau wissen, was zu tun oder zu lassen ist. Eine schwer zu benennende Anzahl Akteure mit vielschichtigen Motivationen machen alle irgendwas. Das ergibt eine komplexe Situation, die im Ergebnis kaum vorherzubestimmen ist. Kommt klar damit.

Was bleibt sind schwer einzuschätzende Wahrscheinlichkeiten. Darüber könnten wir reden und schreiben, im besten Fall hätten wir informiertes Raten. Oder wir schreiben über unsere subjektiven Befindlichkeiten, wovor wir Angst haben und was uns Hoffnung macht, über das, was in uns brummt nach tage- und wochenlangem medialen Dauerbeschuss. Könnten wir, werden wir, aber im persönlichen Gespräch, nicht hier im Blog.


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Rückbau des Dome-Pavillions (von mir immer Steg genannt)

Anfang März 2022. Im Ansatz wollte ich den Steg renovieren. Bei genauerem Hinschauen wurde klar, dass da nichts mehr zu retten ist. Zumindest nicht mit angemessenem Aufwand. Also muss das Teil nach 11½ Jahren weg. Wer den Beitrag zum Bau anschaut, wird bemerken, dass sich in der Zwischenzeit immer mal wieder etwas verändert hat. Die ursprünglichen Holzleisten wurden durch Pavillionstangen ersetzt, später wurde ein Teil der Unterkonstruktion in Metall ausgeführt. Das hat jeweils die Nutzungsdauer nochmal verlängert, konnte aber letztlich nichts „für die Ewigkeit“ sein. Außen und direkt über dem Wasser, da ist Moder und Rost vorprogrammiert. Aber auch die Sonne hat ihren Teil dort beigetragen, wo die Wasserschläuche, aus denen die Knoten bestehen, frei lagen. Die UV-Strahlung hat zu Rissen geführt.

Kurz: Stangen, Knoten und die Unterkonstruktion müssten überprüft und angefasst werden. Dafür, dass ich den Steg (oder Dome-Pavillion) in den letzten Jahren vergleichsweise wenig genutzt habe, ist eine Renovierung, die nahe an einen Neubau kommt, einfach zu aufwändig.

Update, 7.März 2022: Und dann habe ich doch begonnen zumindest die Fläche wieder aufzubauen. Zunächst musste alles weg, was rott war.

Update, 16. März 2022:

Das Bild zeigt, welche Richtung das nun mit dem Steg nimmt. Oder nehmen könnte. Es ist erreicht, was ich vorläufig erreichen wollte. Die Unterkonstruktion ist komplett aus Metall oder Plastikrohr, die „Plastikbretter“ des Rahmens bestehen aus WPC, einem langlebigen Holz-Kunststoff-Gemisch. Kurz: das alles wird nicht wieder wegmodern. Mission completed.

Wie die Unterkonstruktion belegt wird, oder wann, oder ob überhaupt, ist noch vollkommen unklar. Und darf das auch noch eine ganze Weile sein.


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Können Menschen sich ändern?

Ein Gedanke zwischen Schlaf und Wachen: Diese Frage könnte schneller als andere Fragen in die Tiefe (meint: zu Erkenntnissen) führen.

Generell glaube ich, dass jede Frage und jedes noch so oberflächliche Thema beliebig „vertieft“ werden kann und zu echter Welt- und Lebenskenntnis führen kann.

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Und damit endet der Entwurf. Zwei Sätze mit noch unklarem Zusammenhang. Die könnt ihr als kleinen Einblick in meinen Entwurfsordner nehmen. So, wie manche Filme heute im Abspann ein paar lustige Outtakes zeigen.

Und um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Nein.

Das gilt für mehr als 99% der Menschheit. Selbstveränderung gelingt nur durch jahrelange harte Arbeit und die Anwendung zielführender Methoden. Dazu sind die meisten nicht bereit.


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