25468 – „Ein Schritt …, er hat einen Schritt gemacht.“

Alles beginnt mit ein paar Klötzen, die die Kommode in eine Höhe mit dem Rest der Küchenzeile bringen sollen. Die haben zuerst gar nicht und später nicht ganz die richtige Farbe.

Drunter kommen sie trotzdem und sind nicht weiter auffällig.

Vorher-nachher, letztlich ist alles gut genug und das genügt.

25456 bis 25460 – Abschluss des runden Flickenteppichs

Ursprünglich an fünf aufeinanderfolgenden Tagen veröffentlicht. Aber weil genau ein Thema behandelt wird und auch einen Abschluss findet, habe ich die Artikel zusammengefasst.

25456
Zwei bis drei Tage noch, dann ist der Teppich fertig. Jetzt aber muss ich mich ersteinmal entscheiden, wie ich damit umgehe, dass mir möglicherweise das Wunschmaterial ausgeht. Einfach schauen, ob es langt, oder besser auf ausreichend Material oder eine vollkommen andere Idee warten.

25457 – Übergänge, so wichtig
Menschen mit entsprechendem Vorstellungsvermögen können sich jetzt schon grob vorstellen, wie das Endprodukt aussehen wird. Was selbst noch außerhalb meiner Vorstellung ist, ist, wie ich den Abschluss mache.Um ein wenig Manöverkritik einzufügen, es gibt einen sich wiederholenden  Bereich, in dem ich hinter meinen Ansprüchen zurückbleibe. Immer dort, wo rot-gelb-gestreift an die anderfarbigen Bereiche anschließt, wird es unordentlich. Ich weiß warum das so ist, könnte es vermutlich bei einem neuen Werkstück vermeiden, aber eben nicht mehr bei diesem. Ich habe schon Ideen, wie ich das optisch auch nachträglich noch etwas verbessern kann. Dennoch, es wird sichtbar bleiben.

Und es ist einmal mehr, dass sich bewahrheitet, was ich für eine grundlegende Handwerker- und Lebensweisheit halte: Die Gestaltung der Übergänge bedarf besonderer Aufmerksamkeit.

25458 – Sich regen bringt weben. Oder so.
Weiter gewebt. Ich will jetzt fertig werden. Das kann morgen gelingen und wird davon abhängen. wie ich fertig definiere. Und auf wieviel Widerstand ich stoße. Oder ob ich die groben Häkelnaden wiederfinde. Wie-auch-immer, ich hoffe morgen gibt es an dieser Stelle ein Bild des näherungsweise fertigen Teppichs. Auf dem Boden liegend in einer halbwegs aufgeräumten Bude. Ziele, so wichtig.

Aber jetzt erstmal Pause. Ich bin um den Nacken herum etwas verspannt, den ganzen Tag vorm Rahmen zu sitzen fordert seinen Tribut. Morgen wird’s wieder gehen.

25459
Eigentlich wollte ich heute mit dem runden Flickenteppich fertig werden. Ist nicht gelungen und das lag nicht daran, dass ich es nicht versucht hätte. Abgesehen von ein paar Pausen zum Essen war ich den ganzen Tag dran.

Morgen dann.

Wer das Bild genau anschaut sieht, dass sich die Ränder des Teppichs hochwölben. Im Moment will noch glauben …, ach, sagen wir, das könnte ein Problem werden. Und …,  es wird das Problem eines anderen Tages sein.

25460 – Fertig
Der Teppich ist fertig.  Ich denke, das wird Euch genauso freuen wie mich, endlich wird hier wieder über anderes zu lesen sein.

An einer Stelle bin ich überrascht, der Teppich wirkt etwas kleiner, als ich das erwartet habe. Und er ist etwas weniger perfekt, als ich das erhoffte. Sei’s drum.Alles in allem hat es jetzt statt der anfangs geschätzten zwei bis drei Tage doch fünf bis zur Fertigstellung gedauert, wobei gerade heute der Abschlusstag ein Kraftakt war. Auf den oberen beiden Bildern ist die Unterseite zu sehen, vor und nach dem Verwahren der losen Enden. Dieses Verwahren hat den größten Teil des Tages in Anspruch genommen.

Sehr vielleicht liefere ich ein paar Detailaufnahmen und die „Learnings“ daraus nach, denn natürlich würde der nächste Teppich sehr viel besser sein, als es dieser ist. Vorab kann ich sagen, dass jede Vorgehensweise, die ich an einem Probestück getestet habe, dann auch funktioniert hat. Nur die Dinge, von denen ich dachte, dass „die schon klappen werden“, haben mit dann unerwartete Schwierigkeiten gemacht. Dies ist die erste Lektion.

Auf einer allgemeineren Ebene – und aus der über fünf Tage aufgebauten Erschöpfung heraus – überlege ich gerade, ob ich so ein Projekt nocheinmal angehen werde. Ist es den Aufwand wert beziehungsweise ist es für den Aufwand nicht einfach zu klein. Der nächstgrößere Rahmen hängt ja nun schon seit fast zwei Jahren an der Dome-Wand, gefühlt in der genau richtigen Größe. Was, wenn der darin zu webende Teppich dann auch optisch schrumpft und zu klein ist?

Keine Sorge, die Kritelei wird nicht anhalten, ich habe mich nur einfach noch nicht von der Abschluss-Anstrengung erholt. Denn eines kann ich ja jetzt schon sehen: die beiden hier in den letzten Tagen geäußerten Sorgen waren beide unberechtigt. Weder ist mir das Material ausgegangen noch stehen die Ränder des Teppichs hoch. Schwierig ist immer nur der Kopf.

25360 – Nicht halbtot, nur sehr erschöpft

Das Pferd, das ich gestern noch für halbtot hielt, war nur sehr erschöpft und hat mich heute doch noch ins Ziel getragen.Der Tag beginnt trödelig, ziellos und auch ein wenig gedrückt, eine kleine Zeichenübung und das Journal halten mich eine Zeit lang beschäftigt. Dabei sitze ich auf der Terasse in der Sonne und unter besseren inneren Zuständen könnte alles gut sein.

Es muss früher Nachmittag werden bis ich spontan beschließe, mich der Lichtleisten-Misere von gestern zuzuwenden. Von da ab dauert es cirka eine halbe Stunde bis alles so ist, wie ich mir das schon für gestern wünschte. Das kleine Netzteil war defekt, mein Verdacht, das hinge mit der Lichtleiste zusammen, falsch. Jetzt hängt die Lichtleiste an der 12-V-Quelle, die mich bestimmt schon fünfzehn Jahre zuverlässig begleitet. Und funktioniert – ich bemerke, wie ich langsam wieder entspanne.