25524 – #hdnazt September 2026

Fallout-Tag hier im Blog. Ihr wisst schon, das Computerspiel. Ich bin noch dran, aber die Faszination ist weg. Diesen Monat waren es vielleicht zwei Abende, die ich drangesessen habe. Folglich gibt es auch nichts darüber (oder darüber, was es so auslöst in mir) zu berichten.

Ohne konkret etwas beschlossen zu haben, vermute ich, dass dies der letzte Beitrag dieser Reihe ist.

25493 – #hdnazt

Die monatliche Fallout 4 Berichterstattung. Immerhin habe ich zwischendrin ein paar Notizen gemacht, ansonsten hätte ich das Gefühl, dass eigentlich nichts Berichtenswertes geschehen ist.

Am Interessantesten sind meine Erfahrungen damit, mir von Künstlicher Intelligenz helfen zu lassen. Was dort am Erfolgreichsten ist, wo es schon Quellen gibt, zu denen mensch dann geht, seien es Videos oder Texte. Sobald ich versuchte, nur mit den Angaben aus der KI selbst zu arbeiten, sagen wir für eine Wegbeschreibung oder eine bestimmte Vorgehensweise, ging das immer nur sehr eingeschränkt. Niemals waren die Tipps wirklich falsch, aber es schien mir, als ob so eine KI nur unvollkommene Ideen davon hat, woran sich Menschen orientieren, wenn sie von A nach B wollen. Die ganze Nummer war immer sehr anfällig für Mißverständnisse.

Dann überraschte mich ein Abend sehr, indem er zur tiefsten Nacht wurde (4.00 Uhr) während ich mich darin verlor, eine neue Unterkunft für meinen Charakter zu bauen. So mit Bildern an der Wand und einer Leseecke, alles sehr gemütlich für ein Leben in der Apokalypse. Aber das Was finde ich gar nicht so wichtig, sondern dass das überhaupt geschehen ist, dass ich tatsächlich über der Aufgabe die Zeit vergessen habe. Denn ganz oft habe ich einen maulenden Pubertierenden im Hinterkopf, der halt mitkommt, weil er muss,  und dann bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit „Laaangweilig!“ sagt. Niemals laut, aber mit großer Beständigkeit. Und der war einfach mal still. Sehr schön.

Aber auch an langweiligen Spieleabenden kann gelegentlich Unerwartetes geschehen. So geschehen während einer Sidequest in irgendwelchen Tunneln, in denen ich zuvor schon einmal eine Hauptquest nicht abschließen konnte, weil …, naja, weil ich eben nicht fand, worüber ich jetzt unerwarteterweise fiel. Und schon hat das virtuelle Leben wieder Sinn!

Kurz, mein Leben in der Apokalypse ist gerade etwas unausgeglichen, mal läuft’s ganz gut und zu anderen Zeiten habe ich das deutliche Gefühl, jetzt eigentlich alles erlebt zu haben, was es dort zu erleben gibt. Aufhören und sich einer anderen Spielewelt zuwenden wird zu einer Option.

25462 – #hdnazt Juli 2026 – Aufgaben abschließen

Schon wieder ein Neunzehnter, der Tag des Monats, der der Fallout-Berichterstattung vorbehalten ist.

Die im Vormonat erwähnte Langeweile mit dem Spiel ist wieder einem entspannten Umgang damit gewichen. Oder vielleicht auch einem entspannteren Umgang mit der darin enthaltenen Langeweile. Gar einer Annahme davon? Nun, wir müssen ja nicht gleich übertreiben … .

Was ich immer wieder bemerkenswert finde ist, wie sich Entwicklungen im realen Erleben auch im Spiel·erleben wiederfinden lassen. Den Webteppich nach einer langen Verzögerung dann innerhalb einer knappen Woche fertigzumachen ist nicht sehr viel anders, als eine lange ignorierte Quest aus den ersten Tagen des Spiels wiederaufzunehmen und abzuschließen. Und kann, einmal begonnen, auch wieder richtig Spass machen. Beides erlebt letzte Woche.

Oder – und an dieser Stelle suche ich noch nach der richtig konnotierten Formulierung – mein Umgang mit Zeit. Bei mir dauern die meisten Dinge länger, als sie das müssten. Bedeutet weder, dass ich langsam bin (im Sinne einer verzögerten Auffassungs- oder Tätigkeitsgeschwindigkeit), noch dass ich langfristig plane (was zumindest für den Planungsteil etwas überambitioniert klänge). Es ist vermutlich so, dass ich den Dingen mehr Zeit gebe, sich zu entwickeln.

Vor zwei Monaten habe ich hier im Rahmen der Fallout-Berichterstattung erwähnt, dass mir  ein virtuelles Powerrüstungsmuseum im Kopf herumgeht. Dann ist erstmal über einen Monat nichts geschehen. Danach hatte ich zumindest eine Idee davon, wie das Gebäude aussehen müsste. Der Rest ergab sich beim Bauen und dem Umgang mit den Bauteilen. Es gab manche Überraschung, das kann bei einem Erstlingswerk gar nicht anders sein, aber nach ein oder zwei Abenden stand das Gebäude. Und dann erstmal Pause.

Tage später erst den Eingangsbereich des Museums gestaltet (nicht verraten, man kann dort auch Waffen kaufen und verkaufen). Für die Podeste, auf denen die Exponate zu stehen kommen sollten, musste ich auf die richtige Idee warten. Und weil die Idee aus Gründen nicht in der Galerie des Museums funktioniert, warte ich gerade noch auf die Idee für die Podeste dort. Dementsprechend stehen über die Hälfte der Powerrüstungen noch am alten, suboptimalen Ort, gelegentlich ziehe ich mal eine um, aber einen Ruck wird es an dieser Stelle erst tun, wenn das Podest-Problem seine Lösung gefunden hat. Und für die Suche nach dieser Lösung warte ich auf den richtigen Abend. Ich werde wissen, wenn er es ist.

Kurz, wo andere schon lange eröffnet hätten, lebe ich mit einem Museumsprovisorium, dass durchaus schon einige Schauwerte besitzt, aber weit entfernt ist von dem, was in meiner Vorstellung dort einmal sein wird. Noch gibt es dort keinen Strom, mithin kein Licht. Und genauso  undeutlich wie vor zwei Monaten die Museumsidee formt sich gerade die Idee für einen angeschlossenen Außenbereich mit Cafeteria. Von der hört hier dann vielleicht in zwei Monaten (oder nie wieder).

Und wenn Ihr bis hierher mitgelesen habt, dann habt Ihr jetzt auch eine Vorstellung davon, warum ich am Dome sechs Jahre gebaut habe, bevor ich ihn provisorisch bewohnen konnte und im dem ich immer noch einige Provisorien aufrecht erhalte. Da ist noch Raum für Entwicklung.

25401 – #hdnazt

Mal wieder der 19., was so gar nichts bedeutet, da ich den 12. ausgelassen habe und auch der 5 …, ich weiß schon gar nicht mehr. Egal, der 19. ist für die Fallout-Sachstandsmeldung reserviert.


Mittlerweile weiß ich sehr zu schätzen, wie sehr mensch sich mit der Computerspielerei aus der Welt nehmen kann, und finde daran eigentlich nur eines bedenklich: wie sehr mensch sich damit aus der Welt nehmen kann.

Geschätzt spiele ich jeden dritten Abend (etwas mehr, als ich auf der systematischen Jagd nach den Wackelpuppen war) und halte das für vertretbar. Zumal mich die Beschäftigungen an den anderen Abenden ja nicht weniger, sondern nur anders, aus der Welt nehmen.

Ich tappere also regelmäßig durch diese andere Welt und bemerke so langsam, dass ich sie mir letztendlich einrichte wie die Welt, die ich kenne. Ich habe zuviel Zeug an zu vielen Stellen, aufräumen ist angedacht, aber letztlich gehe ich lieber leichteren Vergnügungen nach. Positiv formuliert habe ich große, ungenutzte Reserven.

Oder die Sache mit den Power-Rüstungen. Mittlerweile habe ich bestimmt zehn davon herumstehen, alle in Topzustand, einmal die gesamte Entwicklungslinie (okay, nur fast) und ein paar Sondereditionen. Power-Rüstungen sind in Bits gegossene Allmachtsphantasien, sie geben im Kampf einen entscheidenden Vorteil und manche Gegner werden dadurch, nun, vernachlässigbar. Der Träger einer Power-Rüstung ist in vielen Fällen „overpowered“, übermächtig. Bei mir stehen die Teile im virtuellen Zuhause herum und ich überlege, wie eine virtuelle Ausstellungshalle dafür aussehen könnte.

Ich bin an einen Kurs während meines Studiums erinnert, ich nenne ihn mal „Einführung in die Musik für Unmusikalische und alle, die sich dafür halten“. Nach einer Improvisationsübung, für die sich alle ein Instrument im großen Angebot des Musikraums heraussuchen durften, nahm mich die Musiklehrerin zur Seite. Sie halte es für bemerkenswert, sagte sie, dass ich mir das mächtigste Instrument im Raum heraussuchen würde – ich hatte die Tubular Bells ausgewählt -, um dann nur leise Töne damit zu spielen. Und ja, es ist wohl so. Ich mag es nicht zu dominieren, selbst wenn ich es könnte. Was zugleich bedeutet, dass ich hinter meinen Möglichkeiten zurückbleibe.

Das Spiel hat mich dafür bis jetzt nicht bestraft. Ich komme auch so mit den meisten Gegnern zurecht. Dort, wo nicht, bleibt es „spannend“. Im Spiel! Im wahren Leben bedeutet spannend ja gerne auch „die Nummer würde ich mir jetzt gerne ersparen, aber hey, so ist das Leben“. Um ehrlich zu sein, ich mag „spannend“ nicht.

Aber ich wollte ja die Übereinstimmungen mit dem wahren Leben beleuchten, nicht die Abweichungen. Dazu eine letzte und zugleich die aktuellste Beobachtung. Gestern Abend habe ich die letzte Voraussetzung dafür freigeschaltet, mir eine Power-Rüstung mit einem Jet-Pack auszustatten. Der Traum vom Fliegen könnte wahr werden. Okay, vielleicht nicht fliegen, aber sehr weit und hoch springen. Es kommt mir vor, als könnte das eine angemessene Verwendung für all die angesammelte Power sein. Mal rumkommen, an Orte springen, die sonst unzugänglich sind. Und sei es nur der Neugier wegen. Die Umgebung von einem höher gelegenen Standpunkt aus sehen. Distanzen leichter überwinden, neue Positionen einfacher einnehmen. Das alles kann doch Grund zur (Vor-)Freude sein.

Und kaum werden mir diese vorfreudigen Erwartungen bewusst, denke ich: „Naja, vermutlich wird Fliegen überbewertet!“ Scheiß Depression.

25371 – #hdnazt April 2026

Es ist der 19., am 5. (Ostern) und 12. war ich einfach bocklos, mich den Monatsformaten anzuschließen. #hdnazt, mein eigenes Monatsformat, das sich mit Fallout beschäftigen sollte, habe ich letzten Monat abgebrochen.

Nun, ein letztes Mal will ich das Format noch aufnehmen für eine kleine Erfolgsmeldung. Letzte Woche, sehr kurz vor Beginn der Nierensteingeschichte, habe ich die Mainquest abgeschlosssen. Der ganze Rest ist optional und kann stellenweise jede Menge Spass machen, aber ich bin unsicher, ob ich dran bleibe.

Denn auf der Suche nach Tipps und Tricks habe ich die (Selbst-)Beobachtung gemacht, dass es genausoviel Spass machen kann, zuzuschauen wie andere das Spiel und die damit verbundenen Aufgaben lösen, wie es selbst zu spielen.

Erstmals im Leben glaube ich, Menschen zu verstehen, die ohne Sportschau kein entspanntes Wochenende haben können. Während der letzten, zugegebenermaßen ungewöhnlichlichen Woche, habe ich nur Fallout-Content konsumiert und nicht einmal selbst gespielt.

<O>

Möglicherweise interessanter: ich habe die vier Artikel zur Nierenkolik in einem Artikel zusammengefasst und ein ganz kurzes Update angehängt.