25153 – Tiles

Heute fertiggeworden, das Grosse-Tile (02/81).

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Es drängt mich, das Vorhaben mit den Tiles nocheinmal zu erläutern. Mit den Jahren habe ich gelernt, das zeigen besser ist als beschreiben. Und ich habe mich daran erinnert, dass es ein sehr altes Bild von der bereits erwähnten sehr alten „Kachelung“ gibt, vermutlich aus 1987/88.
So in etwa soll das werden, 9 mal 9 Tiles (vielleicht mehr), nicht ganz doppelt so groß wie die Zusammenstellung auf dem Bild. Das ist keine große Kunst, eher niedrigschwelliges Gebastel, aber in der Menge ergibt sich doch ein sehenswerter Effekt. Dennoch möchte ich natürlich mit jedem einzelnen Tile zufrieden sein, sei es als Erinnerung oder als kunsthandwerkliche Fummelei. Die Aufgabe wird sein, die eigenen Ansprüche mit dem Spaß an der Sache auszubalancierien. Bin gespannt, wie’s gelingt.

25152 – #12von12 September 2025

Zwölf am Zwölften ist eine regelmäßige Aktion von „Draußen nur Kännchen“, dort gibt es noch mehr Menschen, die ihren Zwölften mit zwölf Bildern schildern.

Ich erlebe den Übergang vom 11. zum 12. vorm Monitor mit Jurassic World 3. Der Film ist sehr viel länger als ich dachte und ich komme erst gegen halb zwei ins Bett.

Ich lese noch etwas, kurz nachdem ich das Licht ausgemacht habe, beginnt es zu tropfen. Seit einiger Zeit beginnt bei starkem Regen, Wasser an der Innenwand nahe der Lampe beim Bett herunterzulaufen. Heute tropft es wenige Zentimeter von der Wand entfernt, es ist schwer, ein geeignetes Gefäß unterzustellen. Stattdessen hänge ich ein Handtuch über die Lampe, es wird ausreichen, die geringe Menge Wasser aufzufangen, die mir durch die Decke kommt. Viertel nach zwei schlafe ich ein.

Viertel vor elf wache ich auf und lese das Kapitel des Buches zuende, das ich gestern Abend nicht mehr geschafft habe. Anschließend löse ich mein erstes Foto mit der Nasenspitze aus, besser geht POV nicht.

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Aufstehen, Kaffee kochen und trinken, während ich die ersten drei Bilder in den Beitrag einfülle.

Draußen mittlerweile wieder fucking Regen. Ich muss da nicht sein. Vorm Monitor ist auch schön.

Frühstück gegen eins, draußen ist es gelegentlich sonnig, ab halb zwei beginnt der produktive Teil des Tages.


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Ich beginne mit einem weiteren Zwischschritt an der Bastelarbeit, die ich gestern Abend angefangen habe, ein Tile rund um den Grosse-Brösel. Die „Fassung“ davon bekommt einen schwarzen Rand (Kontext dazu im Beitrag von gestern). Der kann dann in den nächsten Stunden trocknen.

Dann wechsele ich auf die Lieblingsbaustelle und beginne, die Ränder des Bodens mit dem neuen Exzenter-Schleifer zu schleifen. Ich beginne bei der Fensterfront und bin mit meiner Entscheidung, ein Profigerät zu kaufen, sehr zufrieden, Ich komme gut voran. Leider lag bei der Maschine nur ein Schleipapier dabei. Als dies nach eineinhalb Stunden deutlich weniger leistet als zu Beginn, beschließe ich eine Fahrt zum Baumarkt, um Schleifpapier zu kaufen.

Ich benutze für alle meine Einkäufe ein Fahrrad, so auch heute. Unterwegs versuche ich mich – mit wenig überzeugenden Ergebnissen – in freihändiger POV-Nasenfotografie.  Mit dem Phone vor der Brust geht das deutlich besser.

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Ich besuche den Baumarkt …

… und auf dem Rückweg auch den Lebensmittel-Discounter. Sofern es passt bringe ich von jeder Stadtfahrt kleine Mengen Lebensmittel mit; damit vermeide ich, dass die „großen“ Wocheneinkäufe zu schwer oder umfänglich werden.

Wieder zuhause bin ich hungrig, setze mich aber erstmal vor den PC, um die letzten Bilder und den Text fertig zu machen. Dabei esse ich „aus Versehen“ 500 Gramm Trauben, danach bin ich satt.

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Genug für heute, viel wird ohnehin nicht mehr geschehen. Vermutlich werde ich noch irgendeine Kleinigkeit ins Skizzen- bzw. Tagebuch zeichnen und im Laufe des Abends auch nochmal an das Grosse-Tile gehen, etwas essen, vielleicht sogar kochen. Und das war’s dann.

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Nachtrag: Und genau so war es!

 

25151

Ich habe mir von der Katharina-Grosse-Ausstellung ein kleines Andenken von unbestimmtem Zweck mitgebracht. Unbestimmt zumindest bis heute, vor weniger als zwei Stunden hat das Brösel aus der Erdarbeit der Wunderbild-Ausstellung seine Bestimmung gefunden: es wird in ein Tile eingearbeitet.Das habt Ihr ähnlich schon bei der Serviettentechnik gesehen, es ist noch nicht fertig. Sobald ich damit durch bin gibt es hier ein Update.

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Nebenbei auch ein Wort und ein Label dafür gefunden, ganz zwanglos oben schon verwendet, Kachel, oder neudeutsch: Tile. Eine Kachel, ein Tile, ist eines der 81 (vielleicht mehr) 10×10-cm-Holzplättchen, die es zu verkünstlern gilt. Ab heute also nicht mehr dieses sperrige 10×10-Bla, sondern einfach nur Tile. Ab jetzt wird losgekachelt.

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Zwei Tage später:Fertig.

25149 – One of these days

Der Sommer ist vorbei. Heute habe ich den Papiermüll im Ofen angezündet, weil es mir im sitzen zu kühl war. Damit und mit vielem anderen bin ich ausdrücklich nicht einverstanden. Ich mißbillige das (!), das Ende des Sommers.

Spaß beiseite – wenn mensch es denn Spaß nennen möchte -, mit dem Ende des Sommers scheint sich auch mein sonniger Gemütszustand zu verabschieden. Heute und weniger deutlich schon gestern fehlt mir die rechte Begeisterung für mein Leben. Wenn mensch von den gefallenen Temperaturen absieht, sind die äußeren Umstände gleich, allein es fehlt der Wille, mit ihnen etwas anzufangen. Oder sich damit abzufinden. Noch vier Wochen zurück hätte ich den heutigen Tag als ausreichend angefüllt erlebt, Lebensmittel eingekauft und ein bescheidenes Bild gemalt, dazwischen irgendwas anderes, was will ich mehr. Heute fehlt mir die Zufriedenheit mit dieser Minderleistung an Lebensgestaltung.

Kurz, gerade geht mir die Leichtigkeit flöten. Ich kann die Tage anfüllen, wie ich es den Sommer über tat, aber ich muss es bewusst tun. Das Leben lebt sich nicht mehr von selbst (und fühlt sich dabei lebenswert an), sondern ich muss es mit Leben füllen, was sich zunehmend schwieriger gestaltet. In allen Bereichen wird die Motivation dünner, von der gelegentlichen Begeisterung ganz zu schweigen.

¯\_(ツ)_/¯

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Vielleicht ist für diejenigen, die hier nicht regelmässig mitlesen oder mich kennen, ein kleine Einordnung angebracht. Der minderschöne Zustand, den ich oben beschreibe, ist mehr oder weniger der winterliche Normalzustand, abgeschwächt auch im Sommer gerne genommen. Erwähnenswert ist das Auftreten der geschilderten Verstimmung nur aus einem Grund. Ich war von solcherlei Befindlichkeit etwas über ein Jahr frei und hatte die leise Hoffnung, dass das auch so bleiben würde. Entsprechend groß ist nun die Enttäuschung. Zudem ist das Auftreten der Symptomatik Mitte September ungewöhnlich früh. Im Moment will ich noch glauben, dass es sich um einen biochemischen Ausrutscher handelt und mir noch ein paar unbeschwerte Wochen bleiben. Aber, egal wie ich es drehe, vermutlich ist die wirklich gute Zeit rum.