Betreff: Mitnutzung von WLANs

 

Der Digitale Gesellschaft e.V. hat heute einen Gesetzentwurf für die haftungsrechtliche Gleichstellung von normalen Bürgern sowie Gewerbetreibenden, die einen Internet-Zugang via WLAN anbieten, mit kommerziellen Internetprovidern vorgestellt (PDF). Damit sollen auch die “Mini-Provider” von der Haftungsfreiheit profitieren, die derzeit bereits für große Provider wie etwa T-Online gilt. So kann rechtlich sichergestellt werden, dass private Nutzer, aber z.B. auch Cafés und Geschäfte ihre Netze anderen zur Verfügung stellen können, die auf die Mitnutzung von Internetzugängen angewiesen sind, ohne unkalkulierbare Risiken in Kauf nehmen zu müssen.

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LoTec

Update (28.6.2012): Und die Piratendatei unterstützt den Vorschlag. Interessant auch die thematische Verknüpfung mit Hartz4-Empfängern im Artikel.

»In vielen Ländern sind öffentliche WLAN-Netze längst üblich. Das ist ein echter Standortvorteil«, sagt Markus Barenhoff.

»Mittlerweile ist es üblich, dass Schüler an weiterführenden Schulen für Hausaufgaben im Internet recherchieren. Kinder und Jugendliche aus prekären Haushalten werden hier also doppelt benachteiligt. Offene Netze sind deshalb auch für eine Chancengleichheit in der Bildung essenziell«, ergänzt Johannes Ponader, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Deutschland.

#incommunicado – die Entstehungsgeschichte

Wenn ich beim Sachbuch scheitere ist ein Roman zu dem Thema sicher leichter, dachte ich. Die Idee war simpel: Eine Rockband wird von einem Musikkonzern wegen einer obskuren Copyright-Verletzung geklagt und wehrt sich dagegen, indem sie an die Öffentlichkeit geht und ihre Konzerte in Proteste verwandelt. Ein Bandmitglied bloggt und erklärt in diesem Blog die Geschichte des Copyrights und warum das politisch wichtig für uns alle ist. Straight und einfach. Arbeitstitel: Incommunicado.

Michel Reimon

Über Michel Reimon, seinen Roman „#incommunicado“ und meinen winzigen Beitrag zur freudvollen Rezeption habe ich schon geschrieben. Heute bin ich durch Zufall bei CARTA.info auf einen Gastbeitrag von ihm gestoßen, in dem er die u.a. Entstehungsgeschichte des Buches beschreibt. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch legal herunterladen:

Downloadlink
Text: CC BY-SA 3.0, Michel Reimon
Umschlagbild: Juan Osborne, www.juanosborne.com

Ich verrate ein kleines Branchen-Geheimnis: Wenn Sie vom Schreiben leben wollen, fragen Sie sich nicht, wie viele Leute Ihr Buch kaufen werden. Fragen Sie sich, welche Lesungen, Vorträge und Seminare Sie anbieten können. Aber zu allererst fragen Sie sich, ob Sie Ihren Text auch schreiben würden, wenn Sie dafür keinen Cent bekommen. Diese Chance ist nämlich sehr real.

Michel Reimon

Ich freue mich auf „Postjournalismus“, Michel Reimons neuestes Sachbuchprojekt.

Vorschlag zur Güte, …

…, ihr nehmt an dem Gewinnspiel, das ich hiermit promote, nicht teil. Warum? Weil dieser Beitrag mir 3 Lose für einen nigelnagelneuen Kobo Touch E-Reader bringt, und eure Teilnahme meine Gewinnchance wieder kleiner machen würde. Der Kobo, das ist das Teil, mit dem ich Euch seit November letzten Jahres neidisch gemacht habe. Zum Dank für eure untätige Kooperation verlose ich meinen alten unter euch, wenn ich den neuen gewinne. Und dann habt ihr wirklich, wirklich gute Chancen!

Oder vielleicht verkaufe ich den alten auch gebraucht und lasse euch leer ausgehen. Mit dieser uncoolen Möglichkeit könnt ihr jetzt eine spieltheoretische Matrix anlegen und drauf rumkauen, bis das Gewinnspiel am 31. Irgendwas ausläuft.

 

Back to the roots

Meinen drei Stammlesern wird langweilig und ich kann das verstehen. Zuviel Netz- oder sonstige Politik, zuwenig Persönliches. Das könnte sich jetzt durch den Einsatz modernster Software ändern; der Bekannte aus dem vorherigen Artikel hat mich mal mit seiner Spracherkennungssoftware spielen lassen und das Ergebnis ist beeindruckend. Mein Interesse: ich hätte gerne meine Tagebücher digitalisiert. Oder auch meine Diplomarbeit, die noch auf einer mechanischen Reisschreibmaschine geschrieben wurde. Und da macht Einlesen deutlich mehr Spaß als Abschreiben.

Tagebuch

All diejenigen, die schon immer mal gerne gewußt hätten, was eigentlich in diesen A6-Kladden steht, in die ich regelmäßig irgendetwas eintrage, können sich hier einen ersten, keineswegs repräsentativen Eindruck verschaffen. Die Auswahl ist fast zufällig, genau dieses eine Buch hatte ich dabei und genau dieser Abschnitt überschaubarer Länge  gab einen irgendwie gearteten Zusammenhang. Vier Tage im Juni 2006, ein Malkurs in Köln, teilweise tabellarisch ereignislos, erst gegen Ende introspektiv. Aber wer bis hierher gelesen hat will sich auch das antun.